Borama spendet für die MINTerMACHER: Tüfteln statt nur pauken
Borama spendet für die MINTerMACHER: Tüfteln statt nur pauken
Für Borama-Geschäftsführer Harald Gollwitzer ist klar, warum sich dieses Engagement lohnt: MINT könne sowohl jungen Menschen als auch der heimischen Wirtschaft enorm helfen. Gerade Handwerk und verarbeitendes Gewerbe seien auf gut ausgebildeten Nachwuchs angewiesen. „Wer früh entdeckt, wie spannend Technik und Naturwissenschaften sein können, findet vielleicht später auch seinen beruflichen Weg in der Region. Kurz gesagt: Ich bin ein Fan von MINT.“
Was bedeutet „MINT“?
MINT steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Dazu gehören nicht nur Programmieren oder Robotik, sondern beispielsweise auch Chemie, Mikroskopie, Physik, Metallbearbeitung und digitale Fertigung.
Mehr als Mathe und Physik im Klassenzimmer
Die MINTerMACHER Nordoberpfalz sind kein einzelnes Bildungsprojekt, sondern ein eingetragener Verein mit einem regionalen Netzwerk. Er möchte bestehende Angebote bündeln, neue Lernmöglichkeiten schaffen und möglichst viele Akteure zusammenbringen – von Schulen und Hochschulen über Unternehmen bis zu Vereinen und engagierten Privatpersonen. Der Wirkungsbereich umfasst die Landkreise Neustadt an der Waldnaab und Tirschenreuth sowie ab Januar wieder die Stadt Weiden. Dort leben laut MINTerMACHER-Geschäftsführerin Sonja König rund 210.000 Menschen, darunter etwa 35.000 Kinder und Jugendliche. Sie sollen möglichst früh und kontinuierlich die Möglichkeit bekommen, selbst zu experimentieren, technische Zusammenhänge zu entdecken und eigene Ideen umzusetzen.
Die MINTerMACHER helfen den Menschen und der Wirtschaft in der Nordoberpfalz gleichermaßen. Ich bin ein Fan von MINT.
Harald Gollwitzer, Geschäftsführer von Borama
Denn MINT steckt längst nicht nur in Formeln und Versuchen im Klassenzimmer. Ob beim Reparieren eines Fahrrads, beim Hausbau oder beim Kochen: Im Alltag gibt es zahlreiche Gelegenheiten, naturwissenschaftliche und technische Fragen zu entdecken. „Genau daran knüpfen wir mit unseren Angeboten an“, erklärt Königs Geschäftsführerkollegin Karin Weinbeck.
Von der MINT-Garage bis zum Lasercutting
Wie das praktisch aussieht, zeigen die bereits bestehenden Angebote. Bei „MINT am Samstag“ können Kinder und Jugendliche an Wochenendkursen teilnehmen, experimentieren und eigene Lösungen ausprobieren. Die Kurse finden in der Regel an Samstagvormittagen in Schulräumen statt, teilweise auch als Eltern-Kind-Angebote und in Zusammenarbeit mit Volkshochschulen. In der MINT-Garage Waldsassen stehen praktische Werkstattangebote im Mittelpunkt. Bei „MINT goes Techmania“ lernen junge Menschen zudem das „Techmania Science Center“ im tschechischen Pilsen kennen – ein Beispiel dafür, wie das Netzwerk auch über Ländergrenzen hinweg Bildungsangebote ermöglicht.
Im Alltag gibt es zahlreiche Gelegenheiten, naturwissenschaftliche und technische Fragen zu entdecken.
MINT-Geschäftsführerin Karin Weinbeck
Weitere Projekte bringen digitale Technik und Naturwissenschaften zusammen: Beim Lasercutting-Projekt KYUB planen Schülerinnen und Schüler Werkstücke digital und stellen sie anschließend selbst her. Auch Fortbildungen für Lehrkräfte, etwa zum Thema Wasserstoff, gehören zum Spektrum. Die Nachfrage ist groß. Sonja König und Karin Weinbeck berichten von mittlerweile 37 Angeboten mit mehr als 500 Plätzen. Der Verein wolle deshalb nicht nur bestehende Projekte weiterentwickeln, sondern zusätzliche Lernorte schaffen. Geplant sind MINT-Werkstätten, die in der Region möglichst gut erreichbar sein sollen. Perspektivisch könnten dort auch Unternehmen zu Experimentierorten werden und Ausbilder ihr Wissen direkt an Kinder und Jugendliche weitergeben.
Nachwuchs für die Region gewinnen
Dass es dabei auch um die Zukunft der regionalen Wirtschaft geht, zeigen die Zahlen des Vereins: In der Nordoberpfalz kommen demnach auf eine Bewerberin oder einen Bewerber fast zwei Ausbildungsstellen. Gleichzeitig fehlt es bundesweit an MINT-Fachkräften. „Für Unternehmen wie Borama ist es deshalb wichtig, junge Menschen früh für Technik und naturwissenschaftliche Zusammenhänge zu interessieren“, weiß Harald Gollwitzer.
Die MINTerMACHER beabsichtigen, dafür langfristig Strukturen aufzubauen und ihre Angebote weiter auszubauen. Auf der Wunschliste stehen unter anderem eine KI-Werkstatt, in der Kinder und Jugendliche einen sicheren und verantwortungsvollen Umgang mit künstlicher Intelligenz lernen können, sowie eine mobile MINT-Tour durch die Nordoberpfalz.
Von MINT profitiert auch unsere heimische Wirtschaft, die auf gut ausgebildete und kreative Nachwuchskräfte angewiesen ist.
Landrat Andreas Meier, Vorsitzender der MINTerMACHER Nordoberpfalz
Freiwillige können mitmachen
Über die Unterstützung der Firma Borama freut sich auch Landrat Andreas Meier, seines Zeichens Vorsitzender der MINTerMACHER Nordoberpfalz: „MINT‑Bildung weckt bei Kindern und Jugendlichen Neugier und vermittelt ihnen Fähigkeiten, mit denen sie die Zukunft aktiv mitgestalten können. Davon profitiert auch unsere heimische Wirtschaft, die auf gut ausgebildete und kreative Nachwuchskräfte angewiesen ist. Diese Spende hilft uns als Verein, solche Chancen hier in der Nordoberpfalz zu schaffen und unseren Wirtschaftsraum nachhaltig zu stärken.“
Damit möglichst viele Ideen Wirklichkeit werden, benötigt der Verein neben finanzieller Unterstützung auch Menschen, die ihr Wissen und ihre Zeit einbringen. Gesucht seien nicht nur Pädagoginnen und Pädagogen, sondern ebenso Ausbilder, Handwerker und Kita-Leitungen, betonen König und Weinbeck. „Jeder, der Lust hat, junge Menschen fürs Entdecken und Ausprobieren zu begeistern, ist herzlich willkommen.“
Technik beginnt direkt vor der Haustür
Die Spende von Borama unterstützt damit eine Idee, die über einzelne Kurse hinausgeht: Kinder sollen erleben, dass Technik nicht kompliziert und weit weg sein muss, sondern direkt vor ihrer Haustür beginnt. Und vielleicht wird aus der ersten neugierigen Frage einmal ein Ausbildungsplatz, eine berufliche Leidenschaft oder eine Idee, die die Region weiterbringt. Spender Harald Gollwitzer sieht jedenfalls in diesem Projekt sehr viel Potenzial und appelliert an die Nordoberpfälzer Wirtschaft: „Nachahmung empfohlen.“
Weitere Informationen unter: https://www.mintermacher-nordoberpfalz.de/







