ECHO-Netzwerkveranstaltung: Dr. Bernhardt im Kurzinterview – wenn der Welt-ETF zum heimlichen USA-ETF wird

ECHO-Netzwerkveranstaltung: Dr. Bernhardt im Kurzinterview – wenn der Welt-ETF zum heimlichen USA-ETF wird
Dr. Matthias Bernhardt ist Geschäftsführer der Dr. Bernhardt Finanzplanungs GmbH in Grafenwöhr. Er hat Wirtschaftswissenschaften und Finanzmathematik studiert, über Modelle zur Analyse von Marktschwankungen promoviert und verfügt über langjährige Erfahrung als Fondsmanager. Seine Finanzplanung basiert auf wissenschaftlichen Analysen und einer ganzheitlichen Betrachtung des Vermögens.
Bei der ECHO-Netzwerkveranstaltung am 22. Oktober vertritt er die Perspektive Fonds & Aktien. Gemeinsam mit einem Gold- und einem Immobilienexperten wird er unterschiedliche Anlageformen diskutieren – moderiert von Prof. Michael Hauer. Eingeladen sind alle Interessierten, vom jungen Einsteiger bis zum erfahrenen Anleger.
➡️ Jetzt direkt zur ECHO-Netzwerkveranstaltung anmelden
Junge Anleger entdecken die Börse – doch Bernhardt mahnt zur Vorsicht
Herr Bernhardt, Deutschland galt lange als Land der Aktienmuffel. Ist dieses Bild heute überhaupt noch richtig – gerade mit Blick auf jüngere Anleger?
Dr. Matthias Bernhardt: Man erkennt einen Wandel dahingehend, dass die Zahl der Investoren in Deutschland steigt. Vor allem die junge Generation tritt vermehrt auf den Finanzmärkten auf. Allerdings mahne ich dabei zur Vorsicht. Im internationalen Vergleich befindet sich Deutschland aber nach wie vor im unteren Mittelfeld.
Die wirklichen Risiken für ihr Vermögen lauern ganz woanders.
Dr. Matthias Bernhardt
Muss ich mich als Anleger eigentlich täglich mit Börse und Nachrichten beschäftigen – oder ist genau das manchmal sogar kontraproduktiv?
In den meisten Fällen, gerade als langfristig ausgerichteter Investor, ist das kontraproduktiv, da dadurch die Gefahr steigt, unter Stress irrational zu handeln und Fehlentscheidungen zu treffen. Kurzfristige Kursschwankungen oder Börsennachrichten haben keinen Effekt auf die langfristigen Trends.
Ukraine, Nahost/Iran, Donald Trump, Zölle und politische Unsicherheit: Wie stark sollten Anleger solche Nachrichten überhaupt in ihre Entscheidungen einbeziehen?
Der Anlageerfolg wird nicht durch temporäre Ereignisse bestimmt. Denn seit jeher kann man regelmäßig auf den Weltmärkten Krisen beobachten, jedoch war noch keine einzige endgültig. Wer sein Vermögen wirklich intelligent investieren möchte, muss auf andere Dinge achten.
Viele Menschen haben Angst vor Verlusten an der Börse. Ist diese Angst berechtigt – oder unterschätzen wir andere Risiken für unser Vermögen?
Die Menschen, die Angst vor Verlusten haben, stellen die völlig falschen Fragen. Die wirklichen Risiken für ihr Vermögen lauern ganz woanders.
Weitere Infos von Dr. Matthias Bernhardt
Welche Risiken Bernhardt konkret meint und worauf Anleger seiner Ansicht nach wirklich achten sollten, vertieft er am 22. Oktober bei der ECHO-Netzwerkveranstaltung. Dort treffen seine Einschätzungen auf die Perspektiven der Gold- und Immobilienexperten.
➡️ Jetzt verbindlich anmelden – die Teilnehmerzahl ist begrenzt
Was ist aus Ihrer Sicht gefährlicher: zu früh investieren, zu spät investieren oder gar nicht investieren?
Wenn ich ranken darf, von gefährlich bis weniger gefährlich: gar nicht, zu spät, zu früh. Wobei es ein „zu früh“ nicht gibt, wenn man vom Investieren spricht. Was anderes ist es, wenn man kurzfristige Kurswetten eingeht, dann entscheidet dieses Timing über Gewinn und Verlust. Davor rate ich aber ohnehin ab.
Viele Anleger setzen heute auf ETFs. Ist ein ETF automatisch breit gestreut – oder kann auch dort mehr Konzentrationsrisiko drinstecken, als viele denken?
Tatsächlich ist ein ETF nichts anderes als eine simple Handelsstrategie, die die letzten Jahre sehr gut funktioniert hat. Ob das auch weiterhin so ist, steht in den Sternen. Ebenso leiten die meisten Privatanleger vom Namen des ETFs ab, wo sie investieren. Das kann ein Trugschluss sein, denn in vielen Fällen stecken erhebliche Klumpenrisiken dahinter. So kann es durchaus sein, dass sich ein Welt-ETF als heimlicher USA-ETF entpuppt.
Drei Perspektiven, eine Diskussion – und anschließend Networking
Ob Gold, Immobilien oder Fonds & Aktien: Jede Anlageform bringt eigene Chancen und Risiken mit sich. Bei der ECHO-Netzwerkveranstaltung treffen mit Jürgen Birner von pro aurum München, Oliver Ludwig von City Immobilien und Dr. Matthias Bernhardt drei unterschiedliche Sichtweisen aufeinander.
Prof. Michael Hauer, Professor für Finanzmärkte und Financial Planning an der OTH Amberg-Weiden, moderiert die Diskussion und wird die Positionen der Experten kritisch hinterfragen.
Das Format setzt auf kurze Impulse statt langer Vorträge. Die Gäste können eigene Fragen schon bei der Anmeldung einreichen. Anschließend bietet der Abend Gelegenheit, in lockerer Atmosphäre direkt mit den Experten ins Gespräch zu kommen und neue Kontakte zu knüpfen.
ECHO-Netzwerkveranstaltung „Vermögen intelligent investieren“
Wann: Donnerstag, 22. Oktober 2026
Einlass: ab 18 Uhr, Beginn: 18.30 Uhr
Ort: Café der Gärtnerei Steinhilber, Gärtnerweg 1 in Neustadt/WN
Programm: Drei Impulsvorträge à ca. 15 Minuten, anschließend moderierte Diskussionsrunde
Danach: Get-together, Networking und persönlicher Austausch mit Fingerfood von Catering Witt.
Veranstalter: Wirtschaftsbeirat Nordoberpfalz, Wirtschaftsclub Nordoberpfalz, Mittelstandsunion Nordoberpfalz und OberpfalzECHO.
Die Veranstaltung steht allen Interessierten offen. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.
Anmeldeschluss: Montag, 19. Oktober 2026. Eine verbindliche Anmeldung ist erforderlich.
➡️ Jetzt direkt zur ECHO-Netzwerkveranstaltung anmelden




