Mutig und konsequent: Noch einmal die Schulbank drücken

Tirschenreuth. Die Fachschule für Ernährung und Haushaltsführung startet ein neues Semester.

Mutig und konsequent: Noch einmal die Schulbank drücken

16 Studierende starteten mit der Teilzeitschule für Ernährung und Haushaltsführung. Schulleiterin Doris Eckl (vorne links) begrüßt mit den Lehrkräften die Frauen zum Unterricht. Foto: Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Tirschenreuth

„Das bisschen Haushalt macht sich von alleine“ – über 45 Jahre nach dem berühmten Song von Johanna von Koczian hat sich die Gesellschaft gewandelt. Der Beruf von Hauswirtschafterinnen, Hausfrau und -mann ist nämlich alles andere als ein „bisschen“.Um dafür gerüstet zu sein, drücken 16 Frauen aus der Region noch einmal die Schulbank.

Persönliche Ziele der Studierenden

Mit dem Besuch möchten sie ihren Haushalt und die Versorgung der Familie optimieren. Manche starten auch in neue Berufsfelder. Die Studierenden streben den Abschluss zur Fachkraft für Ernährung und Haushaltsführung an, die sie in Teilzeitform nebenberuflich in knapp zwei Jahren erreichen können.

16 Studierende starteten mit der Teilzeitschule für Ernährung und Haushaltsführung. Foto: Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Tirschenreuth

Die Lehrinhalte – über 600 Stunden

„Der neue Lehrplan ermöglicht es, in mindestens 600 Unterrichtsstunden verteilt über 83 Schulwochen neben Pflichtfächern auch Wahlpflichtmodule zu besuchen“, erklärt Hauswirtschaftsdirektorin Doris Eckl. Zu den Pflichtfächern gehört Ernährungslehre, Haushalts- und Finanzmanagement sowie Kommunikation und Projektmanagement.

Der Praxisunterricht enthält Küchenpraxis, Haus- und Textilpraxis und Gartenbau. Im Fokus der Lernziele stehen eine zeitsparende und rationelle Haushaltsführung sowie die optimale Versorgung und Betreuung der Familie. Doris Eckl geht auch auf die Vielfalt der Schule ein: „Die Wahlpflichtfächer ermöglichen eine gezielte Vertiefung und neben dem Titel Fachkraft für Ernährung und Haushaltsführung auch die Ausbilder-Eignung und den Alltagsbegleiter für Senioren.“

Lernen wieder lernen in der Erwachsenenbildung

Der erste Schultag galt dem Kennenlernen und bot den Studierenden die Gelegenheit, in Gruppenarbeiten ihre Haushalts-Erfahrungen auszutauschen. „Schön, dass es endlich losgeht. Ich hoffe, ich kann viel von dem Gelernten zu Hause umsetzen“, kommentierte eine Studierende. Einige haben die Sorge geäußert, dass sie das Lernen erst wieder lernen müssten.

Doch die Lehrkräfte haben genug Erfahrung damit, den Studierenden durch einen erwachsenengerechten Unterricht diese Sorge zu nehmen.

OTH Amberg-Weiden
OTH Amberg-Weiden

Tipp für Spätentschlossene

„Für Spätentschlossene sind aber noch wenige Plätze frei“ meint Doris Eckl und verweist auf die Homepage der Schule.