Großer Wert auf Nachhaltigkeit, Transparenz und Umweltbewusstsein
Großer Wert auf Nachhaltigkeit, Transparenz und Umweltbewusstsein
Die Bundestagskandidaten der Freien Wähler, Tobias Groß und Markus Emmerich haben die Weidener Stadtwerke besucht. Begleitet wurden sie von den Kreisvorsitzenden Bernhard Herzog, Gabriela Bäumler und Karl Meier und weiteren Mitgliedern aus den Kreisverbänden Weiden und Neustadt/WN. Vermittelt hatte den Besuch Stadtrat Rainer Sindersberger.
Grüner Strom für 800 Haushalte
Vorsitzender Johann Riedl stellte den kommunalen Energieversorger vor, der die Bürger mit Wasser, Erdgas und Strom versorgt. Dazu betreiben die Stadtwerke einige regenerative Anlagen. Pro Jahr produzieren diese etwa 2,6 Millionen Kilowattstunden Strom sowie rund 4,3 Millionen Kilowattstunden Wärme.
90 Prozent davon nutzen die Stadtwerke in den eigenen Betriebsanlagen. Von den zehn Prozent, die ins öffentliche Netz eingespeist werden, können rund 800 durchschnittliche Haushalte mit Strom und 200 mit Wärme versorgt werden. Außerdem betreiben die Weidener Stadtwerke das Freizeitzentrum mit Thermenwelt und Eisstadion.
Grüner Wasserstoff
Beim Thema Wasserstoff arbeitet der Nahversorger mit dem Landkreis Neustadt/WN sowie der OTH Amberg-Weiden zusammen. Es gibt hier Pläne für die Produktion und die Nutzung grünen Wasserstoffs.
Riedl betonte, die Stadtwerke legten großen Wert auf Nachhaltigkeit, Transparenz, Umweltbewusstsein und die Versorgungssicherheit. Auch sei man stets bestrebt, auf dem neuesten technischen Stand zu sein sowie neue Geschäftsbereiche zu erschließen. So betreibe man auch eine Erdgastankstelle und baue derzeit ein neues Wasserwerk.
Heiztechnologie der Zukunft
Die beiden Bundestagskandidaten zeigten sich beeindruckt von den Geschäftsfeldern sowie der Zukunftsorientierung: “Nachdem die Freien Wähler bei der Energiewende insbesondere auf dezentrale Maßnahmen mit Wasserstoff als Energieträger setzen, sind wir hier genau an der richtigen Adresse”, sagte Groß. “Die Stadtwerke betreiben einerseits Daseinsvorsorge, andererseits bereiten sie sich auf künftige Möglichkeiten der Energiegewinnung und -versorgung und die damit verbundenen Herausforderungen vor.”
Im Show-Room, in dem alle Geschäftsbereiche der Stadtwerke dargestellt werden, präsentierte Michael Kreis, zuständig für erneuerbare Energien, eine Heiztechnologie der Zukunft: die Heizzentrale mit Brennstoffzelle und Pufferspeicher. Bei den Stadtwerken versorgt diese Anlage das gesamte Gebäude an der Gaswerkstraße mit Wärme und Warmwasser.
In Weiden seien bei Sanierungen inzwischen etwa zehn solcher Anlagen eingebaut worden, erläuterte Kreis. Der Energieverbrauch werde hierbei bilanziell auf Null heruntergefahren. Problematisch sei momentan noch der Preis. Das System der Kraft-Wärme-Kopplung amortisiert sich erst in 15 bis 20 Jahren.
Intensive Diskussionen
Intensive Diskussionen über die Themen Wohnen und Heizen in der Zukunft, den ÖPNV sowie Abwasser, Abfallwirtschaft sowie die Entsorgungsproblematik schlossen sich an. Direktkandidat Groß zeigte sich beeindruckt, wie die regionale Wertschöpfung, die sich die Freien Wählern auf die Fahnen geschrieben haben, von den Weidener Stadtwerken bereits umgesetzt wird, und bedankte sich im Namen Aller für die umfassenden Informationen.




