„Delir“ – Eine immer öfter auftretende Krankheit

Weiden. Die Kliniken Nordoberpfalz AG organisiert am 23. November um 18.30 Uhr eine Infoveranstaltung für Mitarbeiter, Betroffene, Angehörige und Interessierte zum Thema „Delir“. Es wird aufgeklärt was überhaupt ein „Delir“ ist und wie man es am besten behandeln kann.

Von Jasmina Vaskovic

„Delir“ ist eine immer öfter auftretende Krankheitsstörung, die akut auftritt, aber behandelbar ist. Man spricht hier nicht von einem Delir im Rahmen einer Demenz oder einer Alkoholkrankheit, sondern von einer Sonderform. Das Alter oder eine Krankheit, die mit einer Operation behandelt werden muss, sind meist der Auslöser für diese Störung. Die Menschen verlieren nach dem chirurgischen Eingriff die Orientierung und erkennen teilweise ihre Angehörigen nicht mehr.

Das neue Umfeld im Krankenhaus gefährdet die Erkrankten dazu noch mehr. Hier ist es dann besonders wichtig, dass die Ärzte, das Pflegepersonal und die Angehörigen handeln. „Grundsätzlich ist das „Delir“ eine heilbare Störung. Problematisch wird es dann, wenn die Patienten drei bis fünf Tage oder sogar noch länger in dieser Delirphase bleiben“, erklärt Andreas Faltlhauser, Oberärztlicher Leiter der Intensivstation.

Mit einfachen Methoden „Delir“ entgegenwirken

Durch eine klinische Diagnose kann diese Krankheit in den Nerven des Gehirns nachgewiesen werden. Sobald man so eine Störung feststellt, ist es wichtig diese nicht einfach nur zu den Akten zu legen, sondern zu untersuchen und einen Weg zu finden, die Beschwerde zu beheben.

Von großer Bedeutung ist dabei, die Menschen in die Reorientierung zurückzuführen. Die Familie spielt dabei eine sehr große Rolle,

erzählt der Oberärztliche Leiter. Allein durch die Stimme eines Angehörigen oder durch den Körperkontakt zu einer nahestehenden Person kann der Patient wieder sein altes Bewusstsein erlangen. „Natürlich verstehe ich, dass es für die Familie nicht leicht ist, einen lieben Menschen so zu sehen, der sich dann vielleicht auch nicht mal mehr an einen erinnern kann,“ so Faltlhauser weiter.

Einfache Methoden die man anwenden kann, um einem „Delir“ entgegenzuwirken sind Lärm zu vermeiden, aufzupassen, dass die Patienten regelmäßig essen, einen geregelten Schlafrhythmus haben und dem Erkrankten Dinge oder Orte zu zeigen, die er mit einem persönlichen Erlebnis verbindet. Gerade deswegen ist es wichtig über das Thema „Delir“ Bescheid zu wissen und sich auszukennen, was man in so einem Fall der Erkrankung am besten machen kann.

Infoveranstaltung soll für Aufklärung sorgen

Aus diesem Grund stellen Dr. Michael Angerer, Chefarzt Neurologische Klinik, Andreas Faltlhauser, Oberärztlicher Leiter der Intensivstation und Markus Argauer, Pflegerischer Stationsleiter der Intensivstation das Krankheitsbild „Delir“ in einer Infoveranstaltung am Mittwoch, den 23. November um 18.30 Uhr im Besuchercafé des Klinikums Weiden vor. Beschrieben wird was überhaupt ein „Delir“ ist, wie es behandelt werden kann und wie Angehörige zur Delir-Vermeidung beitragen können.

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