Kinder vom neuen Holz-Zug auf Spielplatz „Am Rehbach“ begeistert

Weiden. Die Kinder freuten sich bei der Zug-Übergabe sehr über den neuen Holz-Zug, bestehend aus Lokomotive mit drei Waggons der jetzt auf dem städtischen Spielplatz „Am Rehbach“ in der Fleischmannstraße in Weiden steht. Der Zug wurde vom Verein „Denkstatt e.V.“ angefertigt und durch das Jobcenter Weiden/Neustadt über das Programm „Soziale Teilhabe am Arbeitsmarkt“ realisiert. 

Von Jürgen Wilke

Holzzug für spielplatz
Einsteigen und ab geht die Fahrt! Die Kindergartenkinder von St. Elisabeth gefällt das neue Spielgerät auf dem Rehbühl-Spielplatz offensichtlich sehr gut.

Oberbürgermeister Kurt Seggewiß begrüßte in Begleitung von Bauhofleiter Manfred Meßner und Tiefbauamtsleiter Hubert Grillmeier zur offiziellen „ Zug-Übergabe“ rund 50 kleine und zahlreich große Gäste. Der Geschäftsführer des Jobcenters Weiden/Neustadt, Wolfgang Hohlmeier, schilderte, wie es zu diesem Spielgerät kam: Das Arbeits- und Sozial-Ministerium hat im No­vem­ber 2014 das Kon­zept „Chan­cen er­öff­nen – so­zia­le Teil­ha­be si­chern“ be­kannt ge­macht, mit dem ins­be­son­de­re die Lang­zeit­ar­beits­lo­sig­keit ab­ge­baut wer­den soll. Ein Ziel des Programms ist unter anderem die Schaffung von Arbeitsplätzen. Zur Teilnahme am Programm mussten sich die Jobcenter bewerben, deutschlandweit erhielten nur 100 davon den Zuschlag.

Die arbeitslosen Teilnehmer erhalten durch das Programm wieder eine Tagesstruktur und können ihre finanzielle Situation verbessern. Dazu erhalten die Beschäftigten Unterstützung durch den Integrationscoach Dieter Riebel vom Jobcenter. Durch die intensive Begleitung und Betreuung soll ein Abbruch der Beschäftigung verhindert werden und letztendlich der Übergang in den allgemeinen Arbeitsmarkt gelingen. Die Teilnehmer werden wieder auf das „normale Arbeitsleben“ vorbereitet. Wolfgang Hohlmeier betonte, dass das Jobcenter Weiden/Neustadt den Zuschlag für 100 geförderte Arbeitsplätze erhalten hat. Die freien Plätze konnte das Jobcenter Dank der sehr schnellen Vermittlung von geeigneten Langzeitarbeitslosen durch den Integrationscoach rasch besetzen und war damit Spitzenreiter unter den Jobcentern in Bayern.

Zugtester vom Prachtexemplar begeistert

Hohlmeier sprach ein großes Lob an Dieter Riebel aus, denn ihm ist es zu verdanken, dass alle 100 geförderten Arbeitsplätze in kürzester Zeit besetzt waren. Damit liegt Weiden bayernweit an der Spitze. Nun vergab das Weidener Jobcenter an den Verein „Denkstatt e.V.“ mit Sitz in Neustadt/WN und Werkstätten in Altenstadt/WN, den Auftrag, einen großen Zug aus Holz zu bauen. Die Materialkosten trägt die Stadt Weiden, die Lohnkosten werden durch das Programm gedeckt. „Denkstatt“-Geschäftsführern Markus Drexler und Johann Reichenberger freuten sich über diesen Auftrag und hoffen auf Nachahmer. Bei „Denkstatt“ sind 70 Arbeitslose beschäftigt. Von ihnen haben sechs Personen in sechs Wochen aus regionalem Lärchenholz den wunderschönen Zug gefertigt. Die Aufstellung des Spielgerätes und die sicherheitstechnische Prüfung erfolgte durch die Stadtgärtnerei, die für städtische Spielplätze zuständig ist, vertreten durch Stefan Bürkner. Stellvertretend für alle Kids nahmen 50 Kinder des Kindergarten St. Elisabeth mit ihren Betreuerinnen das „Prachtexemplar Zug“ mit Begeisterung in Beschlag.

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Bilder: J. Wilke

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