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ARV Oberpfalz
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Einsatzkräfte trainieren im Tagebau Hirschau für den Ernstfall

Hirschau. Im Tagebau der Amberger Kaolinwerke trainierten über 55 Einsatzkräfte und Mandatsträger aus dem Landkreis Amberg-Sulzbach und Amberg Offroad für Sicherheit abseits befestigter Wege. Initiator war MdL Dr. Harald Schwartz.

Hirschau. Im Tagebau der Amberger Kaolinwerke trainierten über 55 Einsatzkräfte und Mandatsträger aus dem Landkreis Amberg-Sulzbach und Amberg Offroad für Sicherheit abseits befestigter Wege. Initiator war MdL Dr. Harald Schwartz.
Foto: Abgeordnetenbüro Dr. Harald Schwartz, MdL

Einsatzkräfte trainieren im Tagebau Hirschau für den Ernstfall

Über 55 Einsatzkräfte und Mandatsträger aus dem Landkreis Amberg-Sulzbach und der Stadt Amberg kamen am Samstag im aktiven Tagebau der AKW Amberger Kaolinwerke in Hirschau-Schnaittenbach zusammen, um an einem praxisnahen Offroad-Fahrsicherheitstraining teilzunehmen. Bei strahlendem Sonnenschein über dem weitläufigen weißen Tagebau bot das einzigartige Gelände Einsatzbedingungen, die es in dieser Form bayernweit kein zweites Mal gibt.

Praxisnahes Offroad-Training im Tagebau stärkt Einsatzfähigkeit

Organisiert hatte den Tag Dr. Harald Schwartz, Stimmkreisabgeordneter für Amberg und Amberg-Sulzbach, mit dem Ziel, das ehrenamtliche Engagement der Region zu stärken und die Einsatzfähigkeit abseits befestigter Straßen gezielt zu verbessern. Ein herzlicher Dank ging an die AKW Amberger Kaolinwerke, vertreten durch Dr. Matthias Kick und den Kommandanten der Werksfeuerwehr Karl Siegert, die nicht nur das einzigartige Gelände zur Verfügung stellten, sondern die Veranstaltung mit vollem Einsatz und großem persönlichen Engagement unterstützten.

„Als das Professional Offroad Institute mit der Idee auf mich zukam, war mir sofort klar: Das ist genau das, was unsere Einsatzkräfte brauchen. Einsätze im Gelände nehmen zu – und die Ausbildung muss da mithalten. Ich freue mich, dass wir mit den AKW Amberger Kaolinwerken einen großartigen Partner gefunden haben, der nicht nur diese einmalige Übungsfläche zur Verfügung gestellt hat, sondern mit vollem Einsatz zum Gelingen des Tages beigetragen hat“, so Dr. Harald Schwartz.

Übung auf unwegsamem Terrain

Feuerwehren und das Technische Hilfswerk (THW) aus dem gesamten Landkreis waren vertreten – darunter Einheiten der Kreisbrandinspektion Amberg-Sulzbach sowie der Inspektion Amberg. Für das Training standen insgesamt über sieben Einsatzfahrzeuge zur Verfügung: Feuerwehrfahrzeuge der Freiwilligen Feuerwehren Hirschau, Schnaittenbach und Kemnath a.B. sowie der Werksfeuerwehr der AKW Amberger Kaolinwerke, drei Fahrzeuge des THW und zwei Werksfahrzeuge der Firma AKW – ein beeindruckendes Aufgebot, das die Bandbreite moderner Einsatzmittel in der Region eindrucksvoll widerspiegelte.

Besonders hervorzuheben ist das Engagement von Bürgermeisterin Beate Dietrich aus Hirschau und Bürgermeister Marcus Eichenmüller aus Schnaittenbach, die ihre Fahrzeuge vor Ort zur Verfügung stellten. Das THW unterstützte tatkräftig beim Versetzen der vielen Teilnehmer und stellte drei eigene Fahrzeuge bereit – ein unverzichtbarer Beitrag zum Gelingen des Tages.

Foto: Abgeordnetenbüro Dr. Harald Schwartz, MdL
Foto: Abgeordnetenbüro Dr. Harald Schwartz, MdL
Foto: Abgeordnetenbüro Dr. Harald Schwartz, MdL
Foto: Abgeordnetenbüro Dr. Harald Schwartz, MdL
Foto: Abgeordnetenbüro Dr. Harald Schwartz, MdL
Foto: Abgeordnetenbüro Dr. Harald Schwartz, MdL
Foto: Abgeordnetenbüro Dr. Harald Schwartz, MdL

POI – Professionelle Ausbildung für den Ernstfall

Die fachliche Leitung übernahm das Professional Offroad Institute (POI) mit Johannes Lindenberger aus Auerbach i. d. OPf. und Johannes Wurster aus Wirsberg. POI steht für professionelle Ausbildung, Beratung und praxisnahes Training im Bereich Geländefahren, Fahrzeugbergung und sichere Fahrzeugbeherrschung abseits befestigter Straßen – getragen von einem klaren Grundsatz: Können, Sicherheit und Verantwortung – oder wie POI es selbst formuliert: Skill * Safety * Responsibility.

Witron – Nachmittag der Ausbildung
Witron – Nachmittag der Ausbildung

Hinter POI stecken langjährige Erfahrungen aus dem militärischen Geländefahren in unterschiedlichsten Regionen der Welt, dem Rettungs- und Sicherheitssektor, der Fahrzeugbergung sowie der Offroad- und Fahrzeugtechnik – von geländegängigen Autos bis hin zu schweren 8×8-Lastwagen unter anspruchsvollsten Einsatzbedingungen. POI entstand aus der Erkenntnis, dass es im deutschsprachigen Raum häufig an praxisnahen, realistischen und sicherheitsorientierten Trainings fehlt. Im Mittelpunkt stehen echte Praxiserfahrung, Verantwortung und nachhaltige Fahrzeugbeherrschung.

„Offroad-Fahren bedeutet für uns Verantwortung, Technikverständnis und Respekt gegenüber Mensch, Maschine und Natur. Unsere Trainings orientieren sich an realen Situationen und vermitteln Wissen, das im Gelände wirklich funktioniert. Einsatzkräfte brauchen beides – aber gerade das Fahren abseits befestigter Straßen kommt in der Ausbildung bislang viel zu kurz. Genau diese Lücke wollen wir schließen“, so Johannes Lindenberger und Johannes Wurster von POI.

Breite Einladung – starke Resonanz

Eingeladen waren alle Bürgermeisterinnen und Bürgermeister aus dem Landkreis Amberg-Sulzbach und der Stadt Amberg sowie die Kreisbrand- und Stadtbrandinspektion. Die Resonanz war erfreulich: Zahlreiche Mandatsträger folgten der Einladung und nutzten den Tag für den direkten Austausch mit den Einsatzkräften vor Ort. Einige Bürgermeister begleiteten ihre Kommandanten beziehungsweise Maschinisten – ein Zeichen für das große Interesse und die enge Verbundenheit zwischen Kommunalpolitik und dem Feuerwehrwesen in der Region.

Mit Kreisbrandrat Christof Strobl und Stadtbrandrat Heinrich Scharf war die fachliche Führungsebene des Feuerwehrwesens prominent vertreten. Strobl bedankte sich ausdrücklich für die Einladung: „Eine sehr interessante und informative Veranstaltung für unsere Einsatzkräfte“, so der Kreisbrandrat. Solche Begegnungen abseits von Sitzungssälen schaffen Sicherheit – und das zahlt sich im Ernstfall aus.

„Ich war wirklich begeistert – nicht nur von der Veranstaltung selbst, sondern auch davon, was man dabei über unsere Fahrzeuge lernt. Man sieht erst vor Ort, was diese Fahrzeuge wirklich leisten können, was bereits eingebaut und vorhanden ist – aber auch, wo noch kleine Details fehlen, die man vorher schlicht nicht auf dem Schirm hatte. Als Bürgermeister vor Ort kennt man den Tagebau natürlich, aber für viele Kollegen aus anderen Gemeinden war allein die Location ein zusätzliches absolutes Highlight. Und ich habe gestaunt, wie viele gar nicht wussten, welche Bodenschätze wir hier bei uns in der Region haben und täglich nutzen. Das war ein toller Nebeneffekt dieses Tages“, so Bürgermeister Marcus Eichenmüller aus Schnaittenbach.

Industrie als verlässlicher Partner

Dr. Matthias Kick zeigte sich nach der Veranstaltung sichtlich erfreut über die rege Teilnahme und zog ein rundum positives Fazit: „Die Veranstaltung war ein voller Erfolg.“ Er betonte: „Die Amberger Kaolinwerke leisten gerne einen Beitrag zur Sicherheit der Einsatzkräfte und damit auch zum Schutz der Allgemeinheit. Die Veranstaltung hat einmal mehr gezeigt, wie wichtig realitätsnahe Übungen und die gute Zusammenarbeit aller Beteiligten für die Einsatzbereitschaft im Ernstfall sind.“

Vernetzung als Schlüssel – von der Theorie zur Praxis

Hinter der Veranstaltung steckt mehr als ein einmaliges Training: Das erklärte Ziel ist es, Einsatzkräfte, kommunale Verantwortungsträger und Fachleute dauerhaft zu vernetzen und das Thema Offroad-Fahrsicherheit in der Öffentlichkeit und in den Kommunen zu verankern. Denn während Fahrtrainings auf Asphalt längst zum Standard gehören, fehlt es bislang an praxisnahen Angeboten für das Fahren abseits befestigter Flächen – obwohl genau dort die Herausforderungen im Einsatzalltag zunehmen. Gleichzeitig sollen die Bürgermeister für die realen Anforderungen ihrer Feuerwehren sensibilisiert werden – und gemeinsame Synergieeffekte etwa bei der Planung und Finanzierung von Trainingsmaßnahmen gezielt genutzt werden.

Ehrenamt verdient Unterstützung

„Was viele nicht sehen: Hinter jedem Einsatz stecken unzählige Stunden der Vorbereitung, des Trainings und der Weiterbildung – alles in der Freizeit, alles ehrenamtlich und alles aus echter Überzeugung. Diese Menschen verdienen unseren größten Respekt und unsere volle Unterstützung. Es ist mir eine Herzensangelegenheit, dafür für unsere Heimat aktiv zu werden und solche Formate zu ermöglichen“, so Dr. Harald Schwartz.

Das strahlende Wetter an diesem Septembertag tat sein Übriges: Bei schönstem Sonnenschein und hervorragender Stimmung endete das Training mit dem einhelligen Wunsch aller Beteiligten, dieses Format weiterzuführen und gemeinsam das Offroad-Training für Einsatzkräfte in der Region fest zu etablieren.

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