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Feuerwehren retten neun Vermisste bei Übung in Oberwildenau

Luhe-Wildenau. Am Mittwoch fand in Oberwildenau eine großangelegte Einsatzübung der Feuerwehr statt. Einsatzobjekt war die Kunststofffertigung der Firma Höhbauer im Industriegebiet Oberwildenau an der Kohlberger Straße, weshalb das Einsatzstichwort „B4 Brand Industrie“ lautete.

Feuerwehren retten neun Vermisste bei Übung in Oberwildenau

Foto: Alexander Kleber, Kreisbrandmeister für Gefahrgut und Öffentlichkeitsarbeit
Foto: Alexander Kleber, Kreisbrandmeister für Gefahrgut und Öffentlichkeitsarbeit
Foto: Alexander Kleber, Kreisbrandmeister für Gefahrgut und Öffentlichkeitsarbeit
Foto: Alexander Kleber, Kreisbrandmeister für Gefahrgut und Öffentlichkeitsarbeit
Foto: Alexander Kleber, Kreisbrandmeister für Gefahrgut und Öffentlichkeitsarbeit
Foto: Alexander Kleber, Kreisbrandmeister für Gefahrgut und Öffentlichkeitsarbeit
Foto: Alexander Kleber, Kreisbrandmeister für Gefahrgut und Öffentlichkeitsarbeit
Foto: Alexander Kleber, Kreisbrandmeister für Gefahrgut und Öffentlichkeitsarbeit
Foto: Alexander Kleber, Kreisbrandmeister für Gefahrgut und Öffentlichkeitsarbeit
Foto: Alexander Kleber, Kreisbrandmeister für Gefahrgut und Öffentlichkeitsarbeit
Foto: Alexander Kleber, Kreisbrandmeister für Gefahrgut und Öffentlichkeitsarbeit
Foto: Alexander Kleber, Kreisbrandmeister für Gefahrgut und Öffentlichkeitsarbeit
Foto: Alexander Kleber, Kreisbrandmeister für Gefahrgut und Öffentlichkeitsarbeit
Foto: Alexander Kleber, Kreisbrandmeister für Gefahrgut und Öffentlichkeitsarbeit
Foto: Alexander Kleber, Kreisbrandmeister für Gefahrgut und Öffentlichkeitsarbeit
Foto: Alexander Kleber, Kreisbrandmeister für Gefahrgut und Öffentlichkeitsarbeit

Alarmiert wurde gegen 18.30 Uhr durch die Integrierte Leitstelle Oberpfalz-Nord (ILS O-N), Betriebsstätte Weiden, ein Großaufgebot an Feuerwehren aus der Umgebung von Oberwildenau. Parallel dazu ging der Alarm auch über die ILS O-N, Betriebsstätte Amberg, an die Feuerwehren aus den Landkreisen Schwandorf und Amberg-Sulzbach. Somit machten sich Feuerwehren aus drei Landkreisen und der Stadt Weiden umgehend auf den Weg zum Einsatzort.

Erste Lageerkundung

Als Erstes traf der Kommandant der FF Oberwildenau, Johannes Kres, mit seinem Führungsfahrzeug an der Einsatzstelle ein und begann mit einer umfassenden Lageerkundung. Es stellte sich heraus, dass es in der Kunststofffertigung der Firma zu einem Brandereignis gekommen war, bei dem es zu einer starken Rauchentwicklung in den Fertigungshallen kam und insgesamt neun Personen als vermisst galten. Kres ließ eine Einsatzleitung aufbauen und teilte die anfahrenden Feuerwehren auf insgesamt vier Einsatzabschnitte (EA) auf.

Menschenrettung hat Vorrang

Durch den Einsatzleiter wurde mit den Erkenntnissen aus der Lageerkundung umgehend eine Lagebeurteilung durchgeführt. Dadurch, dass nach Angaben der Geschäftsführung, die immer am Standort der Einsatzleitung als Ansprechpartner zur Verfügung stand, neun Personen als vermisst galten, war schnell klar, dass die Menschenrettung oberste Priorität hatte. So gingen aus den Einsatzabschnitten eins und zwei mehrere Trupps unter umluftunabhängigem Atemschutz ins Gebäude, um mit der Absuche nach den Vermissten zu starten. Eine der vermissten Personen machte sich unterdessen schon auf dem Turm der Kunststofffertigung bemerkbar. Hier kam die Drehleiter der Feuerwehr Weiden zum Einsatz, mit deren Hilfe die Person schnell vom Turm gerettet werden konnte.

Die anderen Vermissten konnten auch sehr zügig in den stark verrauchten Produktionshallen gefunden und ins Freie verbracht werden. Für die Atemschutztrupps war dies eine anstrengende und schweißtreibende Angelegenheit. Im Anschluss an die erfolgreiche Rettung aller Vermissten wurde in beiden Einsatzabschnitten die Brandbekämpfung im Innenangriff fortgesetzt, der Außenangriff war bereits im Gange.

Aufbau Wasserversorgung und Atemschutzsammelstelle

Parallel zu den Löscharbeiten wurden zwei voneinander unabhängige Löschwasserentnahmen (Einsatzabschnitt drei) eingerichtet: Die erste Stelle war ein Hydrant im Industriegebiet, von dem aus eine Schlauchleitung ins Werksgelände verlegt werden musste. Die zweite Stelle war ein Löschwasserbehälter auf dem Werksgelände. Die Atemschutzsammelstelle wurde mit Hilfe des landkreiseigenen und von der Feuerwehr Altenstadt/WN betriebenen Gerätewagens in der Nähe der Einsatzleitung eingerichtet (Einsatzabschnitt vier).

Übungsende und zusammenfassende Aussprache

Durch die wirksamen Löschversuche und die hervorragende Zusammenarbeit aller Beteiligten konnte ein baldiges Übungsende und das Kommando zum Abbau durch den Einsatzleiter gegeben werden. Nach Beendigung der Aufräumarbeiten traf man sich in einer Ausstellungshalle der Firma Höhbauer zur Aussprache. Kommandant Kres gab den vier Einsatzabschnittsleitern Sebastian Hartl (EA1, FF Oberwildenau), Florian Wittmann (EA2, FF Luhe-Markt), Thomas Schwarz (EA3, FF Oberköblitz) und KBM Michael Roith (EA4) die Gelegenheit, ihre Arbeit in den jeweiligen Abschnitten darzustellen.

Grammer Solar
Grammer Solar

Es folgten Grußworte von stv. Bürgermeisterin Sigrid Ziegler und Geschäftsführer Christoph Höhbauer im Beisein seines Vaters Hans-Günther Höhbauer, die den Feuerwehren für ihren enormen ehrenamtlichen Einsatz besonders dankten, sowie die Einladung zur Verpflegung nach der Übung. Doch bevor es zum gemütlichen Erfahrungsaustausch der Beteiligten ging, hielt Vertriebsleiter Helmut Artmann noch eine besondere Überraschung für die eingesetzten Kräfte bereit: Er konnte im Namen der Firma Höhbauer jeder Einsatzkraft persönlich einen Wertgutschein für Produkte der Firma überreichen. Hier ein herzlicher Dank für die hohe Wertschätzung gegenüber den ehrenamtlichen Einsatzkräften. Ebenfalls gilt ein großes Dankeschön für die Bereitschaft zur Freistellung von Mitarbeitern, um im Einsatzfall schnelle Hilfe zu leisten. Die zuständige Kreisbrandmeisterin Carola Adam sprach zum Abschluss und dankte den insgesamt 138 Einsatzkräften für ihre Mitwirkung sowie den Verantwortlichen der Firma Höhbauer für die Gelegenheit, am Werksgelände zu üben.

Beteiligte Feuerwehren

  • FF Oberwildenau
  • FF Luhe-Markt
  • FF Neudorf b. Luhe
  • FF Altenstadt/WN
  • FF Engleshof
  • FF Etzenricht
  • FF Hannersgrün
  • FF Kohlberg
  • FF Pirk
  • FF Weiden
  • FF Neuersdorf (LK A-S)
  • FF Oberköblitz (LK SAD)