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Hitze und Trockenheit sorgen für Einsatzflut im Landkreis Schwandorf

Schwandorf. Hitze und Trockenheit sorgten am Wochenende für ein außergewöhnlich hohes Einsatzaufkommen. 19 Brände, davon 13 Wald- und Vegetationsbrände, sowie 24 Hilfeleistungen forderten über Stunden viele Kräfte.

Schwandorf. Hitze und Trockenheit sorgten am Wochenende für ein außergewöhnlich hohes Einsatzaufkommen. 19 Brände, davon 13 Wald- und Vegetationsbrände, sowie 24 Hilfeleistungen forderten über Stunden viele Kräfte.
Foto: OberpfalzECHO/David Trott

Hitze und Trockenheit sorgen für Einsatzflut im Landkreis Schwandorf

Außergewöhnliches Einsatzwochenende fordert Feuerwehren im gesamten Landkreis Schwandorf. Die anhaltende Hitze und die extreme Trockenheit haben den Feuerwehren im Landkreis Schwandorf am vergangenen Wochenende ein außergewöhnlich hohes Einsatzaufkommen beschert. Innerhalb von nur drei Tagen mussten die Einsatzkräfte 19 Brandeinsätze, darunter 13 Wald- und Vegetationsbrände, sowie 24 Technische Hilfeleistungen bewältigen. Mehrere größere Einsatzlagen ereigneten sich zeitgleich, wodurch zahlreiche Einsatzkräfte über Stunden hinweg gebunden waren und vorsorglich drei Wachbesetzungen eingerichtet werden mussten, um den Brandschutz jederzeit sicherzustellen. Das Wochenende hat eindrucksvoll gezeigt, wie unverzichtbar jede einzelne Feuerwehr und das ehrenamtliche Engagement der Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Schwandorf sind.

Einsatzbilanz im Überblick

  • Brandeinsätze: 19
  • Davon Wald- und Vegetationsbrände: 13
  • Technische Hilfeleistungen: 24
  • Vorsorgliche Wachbesetzungen: 3
  • Eingesetzte Feuerwehren: über 40
  • Weitere Organisationen: Polizei, Polizeihubschrauber, Luftbeobachtung, Rettungsdienst, Bergwacht
  • Besondere Unterstützung: Landwirte mit Güllefässern und Wassertransport

Parallele Einsätze im Landkreis

Bereits am Freitagabend wurden die Feuerwehren im Inspektionsbereich Süd zu einem größeren Wald- und Flächenbrand im Gemeindebereich Wackersdorf alarmiert. Noch während dieser Einsatz lief, mussten weitere Kräfte zu einem Vegetationsbrand im Stadtgebiet Schwandorf ausrücken.

Am Samstag setzte sich die angespannte Lage fort. Im Stadtgebiet Pfreimd wurden die Feuerwehren zunächst zu einem Waldbrand alarmiert. Während dieses Einsatzes ging die Meldung über einen weiteren Waldbrand im Bereich Stulln ein. Zeitgleich kam es ebenfalls im Stadtgebiet Pfreimd zu einem Dachstuhlbrand. Aufgrund dieser außergewöhnlichen Einsatzlage und der Vielzahl gebundener Einsatzkräfte wurden vorsorglich drei Wachbesetzungen eingerichtet, um den abwehrenden Brandschutz im Landkreis jederzeit sicherzustellen.

Waldbrand bei Haag fordert Kräfte

Am Sonntag waren die Feuerwehren erneut bei einem größeren Waldbrand im Bereich Haag bei Schwarzhofen im Inspektionsbereich Ost gefordert. Die aufwendigen Löscharbeiten zogen sich über mehrere Stunden hin und machten erneut einen hohen Personal- und Materialeinsatz erforderlich.

Herausforderungen bei Wald- und Vegetationsbränden

Gerade Wald- und Vegetationsbrände stellen die Einsatzkräfte vor besondere Herausforderungen. Neben der eigentlichen Brandbekämpfung müssen oftmals großflächig Waldböden geöffnet und Glutnester abgelöscht werden, um ein Wiederaufflammen der Brände zuverlässig zu verhindern. Diese Arbeiten sind körperlich äußerst belastend und erfordern über viele Stunden hinweg eine große Anzahl an Einsatzkräften. Die hochsommerlichen Temperaturen erschwerten die Löscharbeiten zusätzlich und verlangten den Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmännern am gesamten Wochenende Höchstleistungen ab.

Unterstützung aus der Luft und von Hilfsorganisationen

Zur Unterstützung der Einsatzkräfte waren sowohl am Samstag als auch am Sonntag Polizeihubschrauber in die Löschmaßnahmen eingebunden. Darüber hinaus unterstützte die Luftbeobachtung Bayern vom Stützpunkt Schmidgaden die Einsatzleitung bei der Lageerkundung aus der Luft. Ebenso waren der Rettungsdienst, die Bergwacht sowie die Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung (UG-ÖEL) bei den größeren Einsatzlagen beteiligt.

Grammer Solar
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Einordnung durch die Kreisbrandinspektion

Der Pressesprecher der Kreisbrandinspektion Schwandorf ordnet das Einsatzwochenende ein: „Die vergangenen Tage haben eindrucksvoll gezeigt, wie schnell sich die anhaltende Trockenheit zu einer erheblichen Gefahr entwickeln kann. Innerhalb kürzester Zeit waren unsere Feuerwehren an zahlreichen Einsatzstellen gleichzeitig gefordert. Gerade Wald- und Vegetationsbrände binden über viele Stunden enorme personelle Ressourcen. Besonders beeindruckend war dabei die hohe Einsatzbereitschaft und der kameradschaftliche Zusammenhalt unserer Feuerwehren. Jede einzelne Feuerwehr im Landkreis hat ihren Beitrag geleistet – genau das macht unser leistungsfähiges Feuerwehrwesen aus“.

Zusammenhalt und Dank

Neben der professionellen Zusammenarbeit aller Hilfsorganisationen zeigte sich an diesem Wochenende auch der außergewöhnliche Zusammenhalt innerhalb der Feuerwehren im Landkreis Schwandorf. Trotz des hohen Einsatzaufkommens unterstützten zahlreiche Feuerwehren die Feuerwehr Iffelsdorf bei ihrem Jubiläum. Dieses Miteinander unterstreicht einmal mehr die Kameradschaft und Solidarität innerhalb der Feuerwehren, wie auch Kreisbrandrat Christian Demleitner unterstreicht.

Die Kreisbrandinspektion Schwandorf bedankt sich ausdrücklich bei allen Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmännern für ihren unermüdlichen Einsatz. Ein besonderer Dank gilt den Landwirten, die mit Güllefässern und Wassertransporten die Löschmaßnahmen unterstützten, ebenso der Polizei, den Besatzungen der Polizeihubschrauber, der Luftbeobachtung Bayern, dem Rettungsdienst, der Bergwacht sowie allen weiteren beteiligten Organisationen für die hervorragende Zusammenarbeit.

Bilanz der Kreisbrandinspektion

Kreisbrandrat Christian Demleitner zieht eine beeindruckende Bilanz: „Das vergangene Wochenende war für unsere Feuerwehren außergewöhnlich. Unsere Einsatzkräfte haben unter schwierigsten Bedingungen mit großem Engagement, hoher Professionalität und enormer Einsatzbereitschaft gearbeitet. Dieses Wochenende hat eindrucksvoll gezeigt, welchen Stellenwert jede einzelne Feuerwehr im Landkreis für die Sicherheit unserer Bevölkerung hat. Mein herzlicher Dank gilt allen Einsatzkräften sowie allen Unterstützern.“

Dank des Landrats

Landrat Thomas Ebenling spricht ebenfalls allen Beteiligten seinen Dank aus: „Die Bürgerinnen und Bürger unseres Landkreises können sich jederzeit auf ihre Feuerwehren und Hilfsorganisationen verlassen. Die vergangenen Tage haben eindrucksvoll bewiesen, wie leistungsfähig das Ehrenamt im Landkreis Schwandorf ist. Allen Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmännern sowie allen beteiligten Organisationen danke ich für ihren unermüdlichen Einsatz und ihre außergewöhnliche Einsatzbereitschaft.“

Kontakt

Hans-Jürgen Schlosser, Kreisbrandmeister
Bevölkerungsinformation & Medienarbeit | Pressesprecher
E-Mail: kbm5.1@kreisbrandinspektion-sad.de

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