Katalysatorenraub in Weiden trifft fünf US-Fahrzeuge
Katalysatorenraub in Weiden trifft fünf US-Fahrzeuge
Die Täter richteten nach ersten Schätzungen einen Gesamtschaden von 20.000 bis 25.000 Euro an. Die betroffenen Autos stammen aus US-Importen mit großvolumigen V8-Motoren, deren Abgasanlagen als besonders wertig gelten. Die Polizei sicherte Spuren auf dem Gelände und leitete Ermittlungen wegen schweren Diebstahls ein.
Der Tatzeitraum erstreckt sich auf die Nachtstunden, in denen die Täter ungestört arbeiten konnten. Sie trennten die Bauteile wahrscheinlich mit einer elektrischen Säge und benötigten pro Fahrzeug schätzungsweise 20 bis 30 Minuten.
Zeugen gesucht
Zeugen, die zwischen 19. und 20. Januar rund um die Conrad-Röntgen-Straße verdächtige Personen oder Fahrzeuge bemerkten, wenden sich bitte an die Polizeiinspektion Weiden.
Auffällige Beute und mögliche Absatzwege
Die gestohlenen Katalysatoren fallen auf, weil sie aus US-Fahrzeugen stammen und in der Regel höhere Anteile an Platin, Palladium oder Rhodium enthalten. Auf dem illegalen Markt erzielen solche Bauteile häufig 150 bis 450 Euro pro Stück, während die Wiederbeschaffung samt Einbau je Fahrzeug mit etwa 4.000 bis 5.000 Euro zu Buche schlägt.
Recyclingbetriebe in der Region kaufen nach Branchenangaben in der Regel nicht von Privatpersonen und schon gar nicht in größeren Stückzahlen an. Ermittler prüfen routinemäßig regionale und überregionale Absatzwege, darunter Online-Plattformen und Hinterhof-Ankäufe.
Einordnung für die Nordoberpfalz
Katalysatoren-Diebstähle beschäftigen Polizei und Werkstätten in der Nordoberpfalz seit Jahren wiederkehrend. Tätergruppen suchen bevorzugt Firmenhöfe, schlecht einsehbare Stellflächen und gewerbliche Parkplätze auf. Sie greifen Modelle mit frei zugänglichen Abgasanlagen an, darunter SUVs, Transporter und US-Fahrzeuge. In verschiedenen Fällen in Bayern nutzten Täter akkubetriebene Sägen und agierten arbeitsteilig mit Abdeckfahrzeugen.








