Starke Jugend sichert Zukunft der Feuerwehr Schlammersdorf

Starke Jugend sichert Zukunft der Feuerwehr Schlammersdorf
Ein besonders eindrucksvolles Bild bot sich bereits beim Gedenkgottesdienst für die verstorbenen Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Schlammersdorf: 45 uniformierte Feuerwehrfrauen und -männer standen gemeinsam für Kameradschaft, Respekt und Zusammenhalt. Diese Werte prägten auch die anschließende Jahreshauptversammlung im vollbesetzten Saal der Brauerei Püttner, an der rund 80 aktive und passive Mitglieder sowie Gäste teilnahmen. Auffällig – und erfreulich – war der hohe Anteil junger Aktiver.
Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Schlammersdorf
Vorsitzender Marcel Schmid blickte in seinem bewusst kurz gehaltenen Bericht auf ein solides Vereinsjahr zurück. Mit aktuell 248 Mitgliedern steht der Feuerwehrverein auf einem stabilen Fundament. Dank gut organisierter Veranstaltungen wie dem Maibaumfest, einem dreitägigen Feuerwehrfest sowie dem Christbaumverkauf ist auch die finanzielle Lage des Vereins gesund. Schmid dankte allen Helferinnen und Helfern, die mit großem Einsatz zum guten Miteinander und zum Gelingen der Feste beigetragen haben.
Engagierte Jugendfeuerwehr sichert die Zukunft
Deutlich wurde im weiteren Verlauf der Versammlung, dass die Zukunft der Feuerwehr Schlammersdorf vor allem in ihrer starken Jugend liegt. Jugendwart Daniel Kraus und sein engagiertes Betreuerteam berichteten von einem äußerst erfolgreichen Jahr. Mit zahlreichen praktischen und theoretischen Übungen, teils gemeinsam mit der aktiven Wehr, wurden die Jugendlichen gezielt an den Feuerwehrdienst herangeführt. Höhepunkte waren die erfolgreiche Teilnahme von 15 Jugendlichen am Wissenstest sowie eine Schnupperübung im Mai, die acht neue Mitglieder für die Jugendfeuerwehr begeistern konnte. Gleichzeitig wechselten sechs Jugendliche altersbedingt in den aktiven Dienst – ein deutliches Zeichen für nachhaltige und funktionierende Nachwuchsarbeit. Derzeit zählt die Jugendfeuerwehr 14 Mitglieder.
Einsätze und Ausbildung der aktiven Wehr
Kommandant Stefan Thaller unterstrich in seinem Bericht die Bedeutung dieser Nachwuchsarbeit für die Einsatzbereitschaft der Wehr. Die neu eingesetzten Jugendwarte Daniel Kraus, Simon Thaller, Luis Wiesnet und Fabian Biersack leisten sehr engagierte und wertvolle Arbeit. Die aktive Mannschaft umfasst aktuell 57 Feuerwehrdienstleistende. Im vergangenen Jahr mussten zwölf alarmierte Einsätze sowie mehrere freiwillige Hilfeleistungen bewältigt werden.
Besonders in Erinnerung blieb ein schwerer Wohnhausbrand in Schlammersdorf, der einen rund 24-stündigen Einsatz erforderte und allen Beteiligten körperlich wie emotional viel abverlangte. Thaller betonte, dass solche Einsätze nur mit gut ausgebildeten Kräften, funktionierender Zusammenarbeit und großem persönlichen Engagement zu bewältigen seien. Sein besonderer Dank galt dabei der motivierten Jugend, den jungen Aktiven sowie den Jugendwarten, die mit großem Einsatz die Zukunft der Feuerwehr sichern.
Wertschätzung und Grußworte
Sehr persönliche und nachdenkliche Worte fand Pater Hermann Josef Kugler in seinem Grußwort. Er griff ein Zitat des verstorbenen Papstes Franziskus auf, der von einer „Couch-Lähmung“ vieler junger Menschen sprach – der Schwierigkeit, aktiv Verantwortung zu übernehmen. Bei der Feuerwehr Schlammersdorf sei davon jedoch nichts zu spüren. Hier engagierten sich junge Menschen, bildeten sich weiter, übernähmen Verantwortung und stünden für ihre Mitmenschen ein. Im Namen der Pfarrgemeinde sprach er der Feuerwehr ein herzliches „Vergelt’s Gott“ aus und wünschte allen Einsatzkräften, dass sie stets gesund von ihren Einsätzen zurückkehren mögen.
Weitere Grußworte richteten KBI Wolfgang Schwarz sowie Bürgermeister Johannes Schmid an die Versammlung.
Die Jahreshauptversammlung zeigte eindrucksvoll: Die Freiwillige Feuerwehr Schlammersdorf ist weit mehr als eine Einsatzorganisation. Sie ist eine starke Gemeinschaft, die Zusammenhalt lebt, Verantwortung übernimmt – und mit einer engagierten Jugend bestens für die Zukunft gerüstet ist.

Großbrand in Schlammersdorf – Wohnhaus nicht mehr bewohnbar
Schlammersdorf. Über 130 Einsatzkräfte waren am Montagmittag in Schlammersdorf im Einsatz. Es waren Feuerwehren aus vier Landkreisen vor Ort. Letztlich konnten sie das Wohnhaus nicht mehr retten.




