Artillerie aus Weiden übt in Grafenwöhr scharf

Artillerie aus Weiden übt in Grafenwöhr scharf
Das 2023 neu aufgestellte Panzerartilleriebataillon 375 hat seit Anfang des Jahres als Teil der Panzergrenadierbrigade 37 den Auftrag als „Multinational Brigade Lithuania“. Als Teil der Division 2025 ist sie die Brigade der höchsten Verfügbarkeit und Einsatzbereitschaft des Deutschen Heeres. Im Falle eines Angriffs auf NATO-Gebiet verlegt die Brigade kaltstartfähig nach Litauen, um an der NATO-Ostflanke zu verteidigen. Die logistische Verlegung sowie der Einsatz in den vorgesehenen Räumen in Litauen werden regelmäßig geübt – unter anderem während der Großübung „Grand Eagle“ als Teil der Übungsserie „Quadriga 2025“ im September dieses Jahres.
Scharfschießen mit der Panzerhaubitze 2.000 in Grafenwöhr
Um die Einsatzbereitschaft auf hohem Niveau halten zu können, steht die bestmögliche Ausbildung und Beübung des „artilleristischen Handwerkszeugs“ an erster Stelle. Deshalb verlegte das Panzerartilleriebataillon 375 vom 24. bis zum 28. November 2025 auf den Truppenübungsplatz Grafenwöhr. Schwerpunkt der Übung war das scharfe Schießen mit dem Hauptwaffensystem – der Panzerhaubitze 2.000. Darüber hinaus trainierte der Verband aus Weiden diverse Standardverfahren wie etwa Fahrzeugmärsche sowie Grundlagen der infanteristischen Ausbildung. Dazu gehörten unter anderem Schießausbildungen mit Handwaffen und eine Durchschlageübung – hierbei ist es die Aufgabe der Soldatinnen und Soldaten, sich als hinter feindlichen Linien versprengte Gruppen zurück zu den eigenen Kräften durchzuschlagen und dabei Hindernisse wie Gewässer und Feindkontakte zu überwinden.
Discovery Days: Einblicke in den Soldatenberuf
Besuch erhielten die Weidener Artilleristen dabei von den rund 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmern der „Discovery Days“. Dabei handelt es sich um eine einwöchige interaktive Informationsveranstaltung der Bundeswehr für junge Menschen ab 16 Jahren, die vom Panzerartilleriebataillon 375 veranstaltet wurde. In einem intensiven Programm lernten die Teilnehmenden den Berufsalltag der Soldatinnen und Soldaten hautnah kennen. Auf dem Plan standen Hindernisbahn, Waffenschauen, das Erlernen von Survival-Skills im Gelände, jede Menge Sport, Kameradschaftsabende sowie die Möglichkeit, beim Artillerieschießen hautnah dabei zu sein. „Besonders der laute Abschussknall der Panzerhaubitze hat mich beeindruckt“, äußerte sich Teilnehmer Tobias (18). Ziel der „Discovery Days“ ist es, jungen Menschen einen realistischen und praktischen Einblick in den Beruf Soldatin beziehungsweise Soldat zu geben: Das heißt, auch frühes Aufstehen und militärischer Ton gehörten dazu.
Kommandeurin lobt die Truppe
„Das Bataillon hat ein weiteres Mal seine Leistungsfähigkeit unter Beweis gestellt“, bewertete Oberstleutnant Hekja Werner – Kommandeurin des Panzerartilleriebataillons 375 – die Übung und fügte hinzu: „Ich bin stolz auf die Leistung meiner Soldatinnen und Soldaten und auf das, was wir bisher gemeinsam erreicht haben.“




