Besondere Ehre: Bayerische Honigkönigin trägt sich ins Goldene Buch des Marktes Eslarn ein

Besondere Ehre: Bayerische Honigkönigin trägt sich ins Goldene Buch des Marktes Eslarn ein
Eine besondere Ehre wurde der Bayerischen Honigkönigin Ramona Spitzner zuteil: Anlässlich ihrer Krönung lud Bürgermeister Thomas Kleber am 7. Oktober 2026 zu einem Empfang in das historische Kommunbrauhaus „Biererlebnis“ ein. Im Mittelpunkt des festlichen Treffens stand die Würdigung der neuen Honigkönigin und ihr Eintrag in das Goldene Buch des Marktes Eslarn. Bei einem gemeinsamen Umtrunk mit dem naturtrüben, untergärigen Bio-Spezialbier „Rebhuhnzoiogl“, gebraut aus biologischen Urgetreidesorten, sowie kleinen Häppchen begrüßte Bürgermeister Thomas Kleber die Honigkönigin, ihre Familie, zahlreiche Vertreter des Imkervereins Eslarn und die Ehrengäste. „Heute haben wir hier im Kommunbrauhaus einen königlichen Gast – und diese königliche Hoheit ist uns in Eslarn bestens bekannt“, sagte Kleber zur Begrüßung. Als Bayerische Honigkönigin vertritt Ramona I. in den kommenden zwei Jahren die bayerische Imkerei und wirbt für heimischen Honig, stellt die Bedeutung der Bienen und die Leistungen der Imkerinnen und Imker heraus.
Krönungsempfang und Eintrag ins Goldene Buch
Bürgermeister Kleber erinnerte in seiner Ansprache an die Krönung am 13. September 2026 in Mindelheim, bei der auch er persönlich dabei war. „Wir sind stolz auf dich“, betonte er und würdigte zugleich den außergewöhnlichen Weg, den Ramona Spitzner bis zur Bayerischen Honigkönigin gegangen ist. Ihre Begeisterung für die Imkerei wurde durch die Lektüre des Buches „Die Geschichte der Bienen“ von Maja Lunde geweckt. Aus dieser ersten Faszination entwickelte sich eine Leidenschaft, die sie auch während mehrerer Jahre in Dubai nicht losließ. Nach ihrer Rückkehr in die Oberpfalz im Mai 2025 fanden schließlich die ersten Bienenvölker im Garten in Weiden ihren Platz.
„Dein Weg von Dubai zurück in die Oberpfalz, über die Begeisterung für das Bienenvolk bis hin zur Bayerischen Honigkönigin, ist eine bemerkenswerte Geschichte“, sagte Kleber. Dieser außergewöhnliche Werdegang zeige Neugier, Entschlossenheit und die Bereitschaft, aus einer Überzeugung etwas zu machen. Besondere Anerkennung fand auch ihr ehrenamtliches Engagement im Imkerverein Eslarn. Seit Februar 2026 ist Ramona Spitzner dort als Kassiererin tätig und damit fest im örtlichen Vereinsleben verwurzelt.
Botschafterin der bayerischen Imkerei
Als Bayerische Honigkönigin gibt Ramona Spitzner der bayerischen Imkerei ein Gesicht. In den kommenden zwei Jahren wird sie bei zahlreichen Veranstaltungen unterwegs sein, Menschen treffen und für die Bedeutung der Bienen und der heimischen Imkerei werben. Kleber hob hervor, dass sie mit ihrem Engagement auch Menschen erreichen könne, die sich bislang vielleicht weniger mit Bienen und Imkerei beschäftigt hätten. „Du kannst Begeisterung wecken, Wissen vermitteln und dafür werben, heimische Produkte und die Arbeit unserer Imkerinnen und Imker wertzuschätzen.“
Bienen leisteten weit mehr, als lediglich Honig zu produzieren. Durch ihre Bestäubungsleistung seien sie von entscheidender Bedeutung für den Ertrag vieler Obst-, Gemüse- und Nutzpflanzen, womit sie zugleich zum Erhalt der Artenvielfalt und der bayerischen Kulturlandschaft beitragen. „Ein Glas bayerischer Honig steht damit nicht nur für ein hochwertiges Lebensmittel. Es steht auch für Qualität, Nachhaltigkeit und ein Stück bayerische Heimat“, so Kleber. Sein Dank galt ausdrücklich auch dem Imkerverein Eslarn und allen ehrenamtlich Engagierten. Hinter der Arbeit eines Vereins stünden viele Stunden, Geduld, Verantwortung und persönlicher Einsatz.
Das Goldene Buch als Zeichen der Anerkennung
Mit dem Eintrag in das Goldene Buch werde ein besonderer Moment in der Geschichte des Marktes Eslarn festgehalten, erklärte Bürgermeister Kleber. Gleichzeitig sei der Eintrag eine Würdigung der Bereitschaft von Ramona Spitzner, Verantwortung zu übernehmen – sowohl im örtlichen Vereinsleben als auch in ihrer neuen Funktion als Botschafterin der bayerischen Imkerei. „Für deine Amtszeit wünsche ich dir viele gute Begegnungen, Freude an deinen Aufgaben und viele Menschen, die sich von deiner Begeisterung anstecken lassen“, gab Kleber der Honigkönigin mit auf den Weg und bat sie anschließend um ihren Eintrag in das Goldene Buch.
Ramona Spitzner bezeichnete den Eintrag als „besondere Ehre“ und dankte dem Markt Eslarn für die Würdigung. In ihrer Ansprache machte sie deutlich, mit wie viel Herzblut sie ihre neue Aufgabe wahrnimmt. Rund 38.000 Imkerinnen und Imker gebe es in Bayern. Als Bayerische Honigkönigin dürfe sie diese große Gemeinschaft in den kommenden zwei Jahren bei zahlreichen Veranstaltungen vertreten.
Bereits erste Termine hätten sie zu politischen Veranstaltungen wie zur Bayerischen Staatsministerin Michaela Kaniber geführt. Sie leitet seit 2018 das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus. Zudem warten Fachveranstaltungen, eine Gartenschau und der Sommerempfang des Bayerischen Landtags auf die königliche Hoheit. Dabei nehme sie auch viele Kilometer und zahlreiche Stunden ihrer Freizeit gerne in Kauf.
„Es ist meine Leidenschaft und eine Herzensangelegenheit“, machte Ramona Spitzner deutlich. Sie wolle vermitteln, dass Bienen nicht nur hochwertigen heimischen Honig liefern, sondern als Nutztiere eine wesentlich größere Bedeutung besitzen. Ihre Bestäubungsleistung sei für zahlreiche Pflanzen unverzichtbar und trage zum Erhalt der Artenvielfalt und der Kulturlandschaft bei.
Stolz im Imkerverein Eslarn
Besonders groß ist die Freude auch beim Imkerverein Eslarn. Vorsitzende Manuela Forster gratulierte Ramona Spitzner im Namen des Vereins zur Wahl und überreichte einen Blumenstrauß sowie einen Gutschein für ein Schlemmerfrühstück. Gemeinsam mit dem 2. Vorsitzenden Johann Seibert und einer starken Abordnung aus Vorstandschaft und Mitgliedern unterstrich Forster die Verbundenheit des Vereins mit seiner Honigkönigin. „Wir sind sehr stolz auf Ramona und freuen uns, dass sie unseren Imkerverein und damit auch Eslarn in die Welt hinausträgt“, machte Forster die Freude über die besondere Auszeichnung deutlich.
Glückwünsche aus der Region
Auch Katharina Haas, Regionalmanagerin der Öko-Modellregion Naturparkland Oberpfälzer Wald e.V. mit Sitz in Tännesberg und Bürgermeisterin von Guteneck, gratulierte der neuen Honigkönigin. Sie zeigte sich besonders erfreut darüber, dass die Bayerische Honigkönigin aus dem Naturparkland stammt. Gerade Ramonas ungewöhnlicher Weg zur Imkerei sei beeindruckend: Aus der Lektüre eines Buches sei zunächst Faszination entstanden, aus der Faszination eine Leidenschaft und schließlich mit der Wahl zur Bayerischen Honigkönigin eine Aufgabe, der nun buchstäblich die Krone aufgesetzt worden sei.
Auch der Waidhauser Bürgermeister Markus Bauriedl war der Einladung seines Amtskollegen Thomas Kleber gerne gefolgt. Zugleich unterstrich er die freundschaftliche Verbindung zwischen den Nachbargemeinden und den befreundeten Imkervereinen aus Waidhaus und Eslarn. Er freue sich besonders darüber, dass eine Imkerin aus der Region dieses wichtige Ehrenamt übernommen habe.
Ein königlicher Moment für Eslarn
Zum Abschluss des Empfangs wurde der besondere Moment im Goldenen Buch des Marktes Eslarn festgehalten. Neben der Bayerischen Honigkönigin Ramona Spitzner trugen sich auch die anwesenden Ehrengäste und Vertreter der beteiligten Institutionen ein. Der festliche Empfang im Kommunbrauhaus „Biererlebnis“ verband damit auf besondere Weise Tradition, Ehrenamt und regionales Engagement. Wie bei der Imkerei und beim traditionellen Brauhandwerk stehen auch hier Erfahrung, handwerkliches Können, Geduld und Leidenschaft im Mittelpunkt. Mit Ramona Spitzner trägt nun eine engagierte junge Frau den Namen der Region weit über die Grenzen der Oberpfalz hinaus. Für Ramona Spitzner ist ihre zweijährige Amtszeit damit nicht nur eine persönliche Auszeichnung, sondern sie trägt als Botschafterin der bayerischen Imkerei und ihrer Heimat Oberpfalz auch eine besondere Verantwortung.
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