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Gstanzl und Partynacht begeistern Kirwa-Publikum in Speinshart

Speinshart. Mit spitzer Zunge und Musik startete die „Spoinsater Kirwa“. Beim urigen Derblecken bekam das Dorf satirisch den Spiegel vorgehalten, bevor die Coverband highline am Abend die Partynacht entfachte.

Speinshart. Mit spitzer Zunge und Musik startete die „Spoinsater Kirwa“. Beim urigen Derblecken bekam das Dorf satirisch den Spiegel vorgehalten, bevor die Coverband highline am Abend die Partynacht entfachte.
Das junge Kirwa-Publikum ließ sich von den Hits der Coverband highline verzücken. Foto: Robert Dotzauer

Gstanzl und Partynacht begeistern Kirwa-Publikum in Speinshart

Längst ist die Speinsharter Kirchweih ein Magnet für Jung und Alt. In den ersten Kirwa-Tag eingebunden ist stets das vom Kirwa-Volk sehnlichst erwartete „Derblecken“. Ein urbayerisches Schauspiel mit viel Humor.

Wer beleidigt reagierte, hatte schon verloren. Das traditionelle Gstanzl-Singen gehört zum Auftakt der „Spoinsater Kirwa“. Dem Volke satirisch mitzuteilen, was so alles im Jahresverlauf in der Gmoi jenseits nüchterner Betrachtung passierte, ist für feierlaunige Kirwas-Leut stets theaterreif. Dem Gegenüber die Marotten und vermeintliche Fehlentscheidungen direkt ins Gesicht zu sagen: ein Privileg, das die jungen Leute des Kirwa-Vereins und der Katholischen Landjugend wieder ausgiebig nutzten.

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Das Gstanzl-Duo Helena Braun (li) und Paula Ring nahm hintergründig das Dorfleben aufs Korn. Foto: Robert Dotzauer

Dorfpolitik und Jubiläen im Gstanzl aufs Korn genommen

In kabarettistischer Hochform nahmen zwischen den Tanzeinlagen der Kirwa-Paare Helena Braun und Paula Ring mit hintergründigen Mitteilungen das Dorfleben aufs Korn. „In da Gmoi ist a haffa passiert, dou drüber homma gründlich recheriert“, teilte das fesche Duo mit, um dann gleich die Entscheidungen des Gemeinderates ins Visier zu nehmen. „Schaut’s euch um, wos steht denn da? A neier Backofen, des ist wunderbar. An Kita-Bus hoits braucht, doch da Albert houds Geld fürn Backofen raus ghaut.“ Und weiter: „San 50.000 Euro net a bissl vüll? Oder hätt’s a getan der alte Grül?“

In Anwesenheit vieler Tremmersdorfer stand auch das Jubiläum der Tremmersdorfer beim „Creißn Fire“ im Fokus einer Nachbetrachtung. „As Fest ist goud gloffen, die junge Vorstandschaft hout gschwitzt, es war ober a A Affen Hitz.“ Insiderwissen offenbarten einige Gschichtla über die Kicker des FC Tremmersdorf und ihre Ausflugserlebnisse.

Trinkwassernot und Bürgermeister im Fokus der Satire

An der Reihe war dann die gemeindeübergreifende „Trinkwassernot“ mit Happy End. „Wasser gab’s keines in sämtlichen Bädern. Von früh am Morgen bis spät in die Nacht. An Feierabend hat niemand gedacht. Pünktlich zur Kirwa as Wasser lief wieder. Für solch einen Einsatz ist Applaus nicht zwider.“

Auch die Dauerreden des Bürgermeisters waren eine Bemerkung wert. „Der Chef vor Ort, redt immerfort.“ Auf die Kommunalwahl blickend fassten die Gstanzl-Sängerinnen das Ergebnis vor Ort zusammen: „Albert Nickl ist wieder Burchermoister worn, doch ganz so ruhig, is doi Wahl ned wor’n.“ Auch den „Dipsi for Gmeinderat“ thematisierte das Gesangsduo, das schließlich beifallsumrauscht zum feucht-fröhlichen Feiern im Festzelt aufforderte.

Grammer Solar
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Partynacht mit highline und Kirwa-Begräbnis

Eine Kirwa-Gaudi, die sich am Samstagabend mit einer Partynacht fortsetzte. War es am Freitagabend der Horrido-Express, der stimmungsvolle musikalische Unterhaltung garantierte, trumpfte am Samstagabend die Gruppe „highline“ auf. Eine sechsköpfige Coverband, die die Partygänger im Paket mit aktuellen Charthits, Bühnenperformance und einem beeindruckenden Lichtspektakel begeisterte.

Fruchtige Cocktails warteten in der Bar auf die jungen und alten Kirwa-Leut. Ermüdungserscheinungen bei so viel Feierstress? Nix da. Am Kirwa-Sonntag war ein „Trauerzug“ angesagt. Es galt, die Spoinsater Kirwa unter die Erde zu bringen. Kirwa eigrom hieß die Zeremonie. Fortan schlummert die Kirwa symbolisch bis 2027 an einem geheimen Ort in sicherer Tiefe.

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