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MSR Bertelshofer
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Bilanz zeigt 476 Lehrgangsteilnahmen im Landkreis Schwandorf

Schwandorf. Die Kreisbrandinspektion zieht für das erste Halbjahr Bilanz: 208 Kurseinheiten und 476 Lehrgangsteilnahmen, mit Schwerpunkt Atemschutz. Am 11. August traf sich das ehrenamtliche Team zur Planung des Programms 2027.

Schwandorf. Die Kreisbrandinspektion zieht für das erste Halbjahr Bilanz: 208 Kurseinheiten und 476 Lehrgangsteilnahmen, mit Schwerpunkt Atemschutz. Am 11. August traf sich das ehrenamtliche Team zur Planung des Programms 2027.
Bilanz zeigt 476 Lehrgangsteilnahmen im Landkreis Schwandorf. Foto: Hans-Jürgen Schlosser

Bilanz zeigt 476 Lehrgangsteilnahmen im Landkreis Schwandorf

Die Ausbildung beginnt in den Freiwilligen Feuerwehren nicht erst mit dem Besuch eines Kreislehrgangs oder an einer Feuerwehrschule in Bayern. Die Grundlage wird in den Gerätehäusern vor Ort gelegt. Dort vermitteln Kommandanten, örtliche Ausbilderinnen und Ausbilder sowie erfahrene Einsatzkräfte das notwendige Grundwissen, organisieren regelmäßige Übungsabende und trainieren den sicheren Umgang mit Fahrzeugen, Geräten und Schutzausrüstung. Sie wählen geeignete Teilnehmerinnen und Teilnehmer für weiterführende Schulungen aus, prüfen die Voraussetzungen, koordinieren die Anmeldung und stellen die benötigte Ausrüstung bereit. Diese kontinuierliche Ausbildungsarbeit in den örtlichen Feuerwehren ist die Basis für eine verlässliche Einsatzbereitschaft im gesamten Landkreis.

Welcher persönliche Einsatz dahintersteht, zeigt bereits ein Blick auf die Lehrgangszeiten für einen Lehrgang auf Landkreisebene. Viele Schulungen finden nach einem regulären Arbeitstag an mehreren Abenden von 19 bis etwa 22 Uhr und zusätzlich samstags von acht oder neun Uhr bis 15 Uhr, genauer gesagt 16 Uhr, statt. Der Lehrgang für Atemschutzgeräteträger umfasst mindestens 26 Unterrichtsstunden über zwei Wochen, die Maschinistenausbildung 35 Stunden und die Ausbildung in der Technischen Hilfeleistung 30 Stunden. Hinzu kommen Anfahrt, Vorbereitung und Mitnahme der persönlichen Ausrüstung sowie deren Reinigung und Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft nach praktischen Übungen. All das leisten die Feuerwehrangehörigen ehrenamtlich neben Beruf, Familie und dem regulären Einsatz- und Übungsdienst.

Planung für 2027 und Rückblick auf das erste Halbjahr

Mit dem Beginn der Sommerferien wird es bei vielen etwas ruhiger. Für das Ausbildungsteam der Kreisbrandinspektion gilt das nur bedingt: Bereits jetzt werden die Weichen für das Fortbildungsprogramm 2027 gestellt. Am Dienstag, 11. August, kamen die ehrenamtlichen Ausbilderinnen und Ausbilder zu einer gemeinsamen Besprechung zusammen. Sie blickten auf das erste Halbjahr zurück, tauschten Erfahrungen aus den Lehrgängen aus und berieten, wie den Feuerwehren im Landkreis auch im kommenden Jahr ein breites und praxisnahes Angebot gemacht werden kann.

Die Aus- und Fortbildung gehört zu den zentralen Aufgaben innerhalb der Freiwilligen Feuerwehren. Die Gesamtverantwortung auf Landkreisebene trägt Kreisbrandrat Christian Demleitner. Bei der Planung und Koordination wird er von Kreisbrandinspektor Christoph Beier und Ausbildungs-Kreisbrandmeisterin Josefine Duscher unterstützt. Gemeinsam mit dem ehrenamtlichen Ausbildungsteam sorgen sie dafür, dass die Feuerwehrdienstleistenden ihr Wissen vertiefen, neue Verfahren kennenlernen und wichtige Handgriffe regelmäßig unter möglichst realistischen Bedingungen trainieren können.

Foto: Hans-Jürgen Schlosser

Bilanz: 208 Kurseinheiten und 476 Teilnahmen

Die Bilanz des ersten Halbjahres zeigt, wie intensiv dieses Angebot genutzt wird. Vom 1. Januar bis zum 30. Juni wurden 208 Kurseinheiten mit insgesamt 476 Lehrgangsteilnahmen erfasst. Einen deutlichen Schwerpunkt bildete die Atemschutzausbildung an der gasbefeuerten Brandübungsanlage: Allein dort fanden 116 Truppausbildungen sowie 28 Ausbildungen für Staffeln und Gruppen statt. Hinzu kamen 22 Fortbildungen am VR-Strahlrohr und 14 Prüfungsfahrten für den Feuerwehrführerschein.

Das weitere Programm reichte von der Ausbildung für Atemschutzgeräteträger und Träger von Chemikalienschutzanzügen über Funk-, Maschinisten- und Motorsägenausbildungen bis zu Türöffnung, Erster Hilfe und Führungsthemen. Auch die Wald- und Vegetationsbrandbekämpfung, die Arbeit mit digitalen Einsatzsystemen sowie Öffentlichkeitsarbeit und Medienkompetenz waren Bestandteil des Angebots. Viele Lehrgänge fanden dezentral bei Feuerwehren und Gemeinden im Landkreis statt. Das verkürzt Wege und bringt die Ausbildung dorthin, wo das Gelernte später angewendet wird.

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Fortbildung sichert Einsatzqualität und Sicherheit

Fortbildung ist im Feuerwehrdienst weit mehr als eine formale Voraussetzung. Einsatzlagen verändern sich, Technik entwickelt sich weiter und auch vertraute Aufgaben verlangen regelmäßige Übung. Im Ernstfall müssen Abläufe sicher sitzen – zum Schutz der Bevölkerung, aber ebenso zum Schutz der eigenen Mannschaft. Wer sich fortbildet, gewinnt Handlungssicherheit und kann auch unter Zeitdruck fundierte Entscheidungen treffen.

Hinter jedem Lehrgang stehen Menschen, die ihre Erfahrung weitergeben. Die Ausbilderinnen und Ausbilder bereiten Unterricht und Übungsstationen vor, kümmern sich um Material und Technik, begleiten die Teilnehmenden und arbeiten die Veranstaltungen nach. All das geschieht ehrenamtlich, meist nach Feierabend oder an Wochenenden und zusätzlich zum eigenen Feuerwehrdienst. Dieses Engagement ist die Grundlage dafür, dass im Landkreis ein so vielfältiges Ausbildungsangebot bestehen kann.

Dank an ehrenamtliche Ausbilderinnen und Ausbilder

Die Kreisbrandinspektion dankt deshalb nicht nur allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern, die Zeit in ihre persönliche und fachliche Weiterentwicklung investiert haben. Ein besonderer Dank gilt den ehrenamtlichen Ausbilderinnen und Ausbildern für ihre Verlässlichkeit, ihre Geduld und ihre Bereitschaft, Wissen und Erfahrung an andere weiterzugeben. Mit der Besprechung am 11. August ist zugleich der nächste Schritt getan: Die Vorbereitungen laufen, damit die Freiwilligen Feuerwehren im Landkreis Schwandorf auch 2027 aus einem breit gefächerten und am Einsatzalltag orientierten Fortbildungsangebot wählen können.

Kontakt

Hans-Jürgen Schlosser,
Kreisbrandmeister für Bevölkerungsinformation und Medienarbeit
E-Mail: kbm5.1@kreisbrandinspektion-sad.de

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