Bronzezeit-Schätze am Tag des offenen Denkmals in Schwandorf
Bronzezeit-Schätze am Tag des offenen Denkmals in Schwandorf

Das Stadtmuseum Schwandorf wird sich heuer traditionell wieder an den Veranstaltungen des Tags des offenen Denkmals 2026 beteiligen, den die Stadt Schwandorf über das Tourismusbüro organisiert, und hat sich dieses Mal ein sehr spannendes Programm überlegt, das perfekt zum Thema „Bodendenkmal“ und dem diesjährigen Motto des Denkmaltags „NetzWerke: Denkmale & Infrastruktur“ passt. Zu einer außergewöhnlichen Infrastrukturmaßnahme zählt derzeit auch der sogenannte SuedOstLink, der in Bayern über TenneT realisiert wird. Dabei werden immer wieder Bodendenkmäler beziehungsweise archäologische Fundstellen freigelegt, auch im Landkreis- und Stadtgebiet von Schwandorf. Das Stadtmuseum darf nun am Tag des offenen Denkmals drei bronzezeitliche Fundstücke der Öffentlichkeit beziehungsweise der hiesigen Bevölkerung zeigen, die erst jüngst von Archäologen, die die Baumaßnahmen begleiten, gemacht wurden.
Spannendes Programm zum Tag des offenen Denkmals im Stadtmuseum Schwandorf
Zum Tag des offenen Denkmals, der heuer am 13. September stattfindet, bietet auch die Stadt Schwandorf im Jahr 2026 ein vielseitiges Programm, das größtenteils vom Tourismusbüro der Stadt organisiert wird.
Traditionell ist hier aber auch immer das Stadtmuseum mit eingebunden, das sich für diesen Tag heuer etwas ganz Besonderes überlegt hat. Denn neben der an diesem Nachmittag das letzte Mal geöffneten Sonderausstellung „Alles für die Katz – Jäger auf leisen Pfoten“ wird in der Abteilung zur Stadtgeschichte die Vor- und Frühgeschichte der Region einen außergewöhnlichen Platz einnehmen.
Archäologische Funde aus der Bronzezeit im Fokus
Dafür sorgt ein extra Programmpunkt: Die Kreisheimatpfleger für Archäologie Eduard Süß und Thomas Wagner werden unter dem Motto „Ist das was?“ Funde begutachten und bestimmen, welche die Museumsbesucher mitbringen. Wer also zu Hause etwas Gefundenes aufgehoben hat, das aus der Vor- und Frühgeschichte stammen könnte, kann dies zu diesem Anlass mit ins Stadtmuseum bringen und seinen „Schatz“ den beiden Experten zeigen.
Welche Schätze sich tatsächlich auch in der Schwandorfer Umgebung im Boden finden, das haben vor- und frühgeschichtliche Funde erst jüngst belegt: Im Zuge der archäologischen Grabungen und Sondierungen, die aktuell aufgrund des SuedOstLink-Bauvorhabens in Bayern gemacht werden, sind beispielsweise sehr interessante Werkzeuge aus der Bronzezeit zutage getreten. In der Nähe von Schwarzenfeld, Landkreis Schwandorf, konnten Archäologen ein bronzezeitliches Lappenbeil entdecken. In der Nähe von Bubach an der Naab, also auf Schwandorfer Stadtgebiet, fanden sich sogar ein Randleistenbeil und eine Dolchklinge, ebenfalls aus der Bronzezeit. Dies sind natürlich längst nicht alle Funde, die während dieser enormen Erdarbeiten, welche die Stromtrasse fordert, ans Tageslicht kamen und nun wichtige Beiträge zur Erforschung und Dokumentation der regionalen Vorzeit liefern.
Präsentation der Fundstücke am 13. September 2026
Das Stadtmuseum Schwandorf kann nun am Tag des offenen Denkmals, 13. September 2026, mit einem echten Highlight aufwarten, denn es darf die genannten bronzezeitlichen Fundstücke an diesem Nachmittag der Öffentlichkeit präsentieren, wobei es auch interessante Informationen zu den archäologischen Grabungsarbeiten entlang der TenneT-Stromtrassen-Erstellung gibt.
Und wie passt dies nun zu der an diesem Nachmittag zu Ende gehenden Sonderausstellung „Alles für die Katz“? Bereits im Eingangsbereich erwartet die Museumsbesucher die Nachbildung einer urzeitlichen Dolchzahnkatze, die bereits vor 12.000 Jahren ausgestorben ist, als noch Steinzeitmenschen als Jäger und Sammler durch die hiesigen Landschaften zogen.
Regionale archäologische Schätze treffen auf die Welt der Katzen, die bis in die Vorzeit zurückreicht
Und auch im weiteren Verlauf der Ausstellung bildet die Vorzeit wichtige historische Grundlagen für die Katzenwelt von heute: Schließlich ist es den Ägyptern schon vor Tausenden von Jahren gelungen, die nordafrikanische Falbkatze zu zähmen, von der sämtliche heute lebenden Hauskatzen abstammen. Und ausgestellte, originalgetreu nachgebildete Knochenfunde und Katzentier-Abbildungen, welche unsere Vorfahren bereits in der Vorzeit angefertigt haben, belegen das Zusammenleben von Menschen und diesen oftmals imposanten Raubtieren. Davon können sich die Museumsbesucher – ob groß oder klein – an diesem letzten Ausstellungsnachmittag nochmals beeindrucken lassen und das zum Tag des offenen Denkmals im Stadtmuseum Schwandorf zudem bei freiem Eintritt.
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