Bürgermeisterkandidat Preisinger fordert klare Führung in Plößberg

Bürgermeisterkandidat Preisinger fordert klare Führung in Plößberg
Sehr gut besucht waren die Wahlveranstaltungen von Markus Preisinger in Wildenau, Liebenstein und Plößberg. Der Kandidat für das Amt des Ersten Bürgermeisters der Marktgemeinde Plößberg stellte dabei seine Ziele, Ideen und politischen Schwerpunkte vor und erläuterte seine Motivation für die Kandidatur. Die Bürgerinnen und Bürger nutzten die Veranstaltungen rege zum persönlichen Austausch.
Persönlichkeitswahl – Kompetenz und Vertrauen
Markus Preisinger betonte, dass eine Bürgermeisterwahl in erster Linie eine Persönlichkeitswahl sei. Es gehe um Verantwortung, Vertrauen und darum, Menschen mitzunehmen. Er kandidiere nicht gegen Personen, sondern für die Marktgemeinde Plößberg und wolle Bürgermeister für alle Bürgerinnen und Bürger sein. Aus diesem Grund trete er bewusst nicht mit einer eigenen Liste an.
Große Zustimmung aus der Bevölkerung
Die positive Resonanz aus der Bevölkerung bestätige ihn in seiner Entscheidung, für das Bürgermeisteramt zu kandidieren. Für diese Aufgabe brauche es Erfahrung und Kompetenz, vollen Einsatz sowie Entscheidungsfreude. Zugleich machte Preisinger deutlich, dass es unterschiedliche Auffassungen darüber gebe, wo politische Arbeit stattfinde und wie Verantwortung – etwa für den 30-Millionen-Haushalt – wahrgenommen werde.
Die inhaltliche Arbeit werde maßgeblich in den Fraktionen geleistet. In seiner Rolle als Zweiter Bürgermeister habe er stets loyal hinter dem Ersten Bürgermeister gestanden und Entscheidungen mitgetragen – auch dann, wenn diese nicht seiner persönlichen Auffassung entsprochen hätten. Dieses Verständnis von Verantwortung und Zusammenarbeit sei für ihn Grundlage kommunalpolitischen Handelns.
Kritik an der Gegenkandidatin
Mit Blick auf seine Gegenkandidatin Tina Zeitler, die zugleich Fraktionsvorsitzende und Mitglied des Kreistags ist, äußerte Preisinger deutliche Kritik. Trotz dieser Funktionen vermisse er bislang eigenständige politische Impulse, konkrete Initiativen und eine klar erkennbare inhaltliche Handschrift. Wer Verantwortung in Fraktion und Kreistag trage, müsse mehr sein als ein reines Sprachrohr und stärker aktiv gestaltend wirken. Eine „Wohlfühlgemeinde“, so Preisinger, zeige sich nicht in einem Slogan, sondern darin, ob Probleme offen angesprochen werden dürften – auch wenn diese unbequem seien.
Kritisch äußerte er sich zudem zur Darstellung gemeinschaftlicher Projekte. Veranstaltungen wie das gemeinsame Bürgerfest seien das Ergebnis des Engagements vieler Vereine, Ehrenamtlicher und Beteiligter und dürften nicht als persönliche Einzelleistung dargestellt werden.
Eigene und neue Wege statt „Weiter so“
Markus Preisinger machte deutlich, dass er nicht für ein „Weiter so“ stehe. Er sei weder eine Kopie des amtierenden Bürgermeisters noch ein „Lothar Müller 2.0“. Statt festgefahrener Denkmuster setze er auf frische Ideen, neue Wege und den Mut, Dinge auch anders zu machen. Politik nach dem Motto „Das war immer schon so“ bringe eine Gemeinde nicht voran. Sinnbildlich stehe dafür das jahrelange Hin und Her bei der Bepflanzung des Kreisverkehrs in Plößberg.
Gleichzeitig verwies Preisinger auf zahlreiche Projekte, die nur dank der soliden finanziellen Aufstellung der Gemeinde umgesetzt werden konnten, darunter das Kooperatorenhaus in Beidl, der Neubau der Kläranlage sowie Maßnahmen im Rahmen der Städtebauförderung.
Viele Ideen – starke Partner an der Seite
Preisinger erläuterte, wie er die heimische Wirtschaft stärken und damit Arbeitsplätze sowie Steuereinnahmen sichern wolle. Neben Themen wie Kinderbetreuung, Senioren- und Jugendarbeit, Bauplatzbereitstellung, Ehrenamt, Feuerwehr und Nahversorgung ging er auch auf Ideen zur zukünftigen ärztlichen Versorgung ein.
Engagierte Verwaltung – klare Führung
Ein zentrales Thema seiner Rede war die Rolle der Verwaltung. Plößberg verfüge über engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Rathaus sowie einen leistungsfähigen Bauhof, die täglich zuverlässig ihre Arbeit leisteten.
Gleichzeitig brauche es im Rathaus mehr als reine Verwaltung: Führung. „Im Rathaus braucht es keinen Verwalter. Es braucht einen Chef“, betonte Preisinger. Die Verwaltung könne vorbereiten, umsetzen und ausführen – führen müsse der Bürgermeister. „Genau dafür trete ich an.“
In diesem Zusammenhang forderte Preisinger mehr Entscheidungsfreude. Nicht jedes Vorhaben brauche jahrelange Studien und Prüfungen. Entscheidend sei, Entscheidungen zu treffen und Projekte konsequent, hartnäckig und zielgerichtet umzusetzen. Ein Beispiel sei sein Einsatz für die Ansiedlung eines Supermarktes in Plößberg. Der Top-Standort am Kreisverkehr dürfe nicht ungenutzt bleiben.
Die Zusammenarbeit der vergangenen Jahre beschrieb er sinnbildlich als den Versuch, ein Auto anzuschieben, während gleichzeitig auf der Bremse gestanden werde. Dieses Spannungsfeld habe Entscheidungen verzögert und Entwicklungen gebremst – das müsse sich ändern.
Klare Handschrift im Rathaus
Preisinger kandidiere nicht, um Probleme auszusitzen, sondern um Verantwortung zu übernehmen und auch unbequeme Themen anzupacken. Die Marktgemeinde brauche wieder eine klare Handschrift im Rathaus, eindeutige Zuständigkeiten und nachvollziehbare Entscheidungen – sowie einen Bürgermeister, der dafür geradesteht.
Unter dem Leitmotiv „Jetzt bereit für eigene und neue Wege“ warb Preisinger für Mut zur Veränderung und eine aktive Gestaltung der Zukunft. Ein bloßes Weiter so bringe Plößberg nicht voran; entscheidend seien Verlässlichkeit, Transparenz und sichtbare Ergebnisse.
Erfahrung, Kompetenz und 100 Prozent Einsatz
Der 52-Jährige ist seit 2008 Mitglied des Marktgemeinderats, seit 2014 Zweiter Bürgermeister und seit 2023 auch als Standesbeamter tätig. Durch diese langjährige Erfahrung kenne er das Rathaus, die Abläufe und die Herausforderungen der Marktgemeinde genau. Sollte er gewählt werden, wolle er sich vollständig auf das Bürgermeisteramt konzentrieren. „100 Prozent Einsatz für Plößberg“, so Preisinger. Zudem verstehe er sich als Bürgermeister, der ansprechbar ist und offen für Probleme und Anregungen der Bürgerinnen und Bürger bleibt.
Gemeinsam Plößberg zukunftsfähig machen
Zum Abschluss warb Preisinger um Vertrauen mit Blick auf die Bürgermeisterwahl am 8. März 2026. „Unsere Gemeinde verdient Offenheit statt Taktik, Verantwortung statt Absprachen. Ich stehe für einen klaren, transparenten Politikstil – und genau dafür trete ich ein.“ Ziel sei es, Plößberg gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern zukunftsfähig, lebendig und lebenswert weiterzuentwickeln.
Weitere Veranstaltungen
Weitere Gelegenheiten zum persönlichen Austausch bieten sich am Dienstag, 10. Februar 2026, in Schönkirch (Gasthof „Zur Sonne“) sowie am Mittwoch, 11. Februar 2026, in Beidl (Kooperatorenhaus), jeweils im Rahmen eines öffentlichen Stammtischs.
Hintergrund zur CSU-Kandidatenfrage
In der Fragerunde nahm Markus Preisinger erneut Stellung zu den Auswahlverfahren innerhalb der CSU. Eine Kampfabstimmung zwischen ihm und der Bürgermeisterkandidatin Tina Zeitler hat es nicht gegeben. Da keine legitimierte Abstimmung durch die gewählten Delegierten der CSU-Dachorganisation im Rahmen einer Wahlveranstaltung stattgefunden hat, kann es folglich auch keinen klaren Sieger geben.
Bereits im März 2025 fanden erste Sondierungsgespräche mit drei potenziellen Bürgermeisterkandidaten statt: Adalbert Zölch, Markus Preisinger und Tina Zeitler. Adalbert Zölch und Markus Preisinger erklärten gegenüber Lothar Müller und den Verantwortlichen der CSU, dass sie für eine Kandidatur als CSU-Bürgermeisterkandidaten nicht zur Verfügung stehen. In der Folge wurde im September eine Kandidatin nominiert.




