Crowdfunding-Aktion bringt 5440 Euro
Crowdfunding-Aktion bringt 5440 Euro
Rasenplatz mit Vorzeigecharakter – Neue Bewässerungsanlage für den FSV Waldthurn. 50.000-Liter-Wassertank bereits im Boden
Seit vielen Jahren kümmert sich Gollwitzer täglich um das Sportgelände, mäht den Rasen und sorgt mit viel Engagement für die richtige Bewässerung. Dabei wird eine bereits vorhandene Wasserzuleitung genutzt, deren Wasser nicht als Trinkwasser geeignet ist. Gerade im Sommer muss Gollwitzer die Bewässerungsanlage mehrmals am Tag und auch nachts in Betrieb nehmen. Das Ergebnis ist ein bestens bespielbarer Rasen, auf dem sogar höherklassige Mannschaften ihre Trainingsspiele austragen. Mit der automatischen Bewässerungsanlage erwartet den FSV insgesamt eine große Arbeitserleichterung.
Ein erster wichtiger Schritt ist bereits geschafft. Oberhalb des Sportplatzes wurde ein Wassertank mit einem Fassungsvermögen von 50.000 Litern im Erdreich versenkt. Die geplante Gesamtanlage mit Tank und automatischer Versenkberegnung für den A-Platz und den Trainingsplatz soll voraussichtlich rund 65.000 Euro kosten.
Crowdfunding bringt 5440 Euro
Eine wichtige Unterstützung bot die Crowdfunding-Aktion der Volksbank Raiffeisenbank (VR) Nordoberpfalz, der „Bank vor Ort“. Innerhalb weniger Stunden brachten Josef Götz vom FSV und der Waldthurner VR-Geschäftsstellenleiter Michael Haubner das Projekt online auf den Weg. Die Aktion lief über zwei Monate. Mitglieder und Förderer des FSV konnten für die neue Bewässerungsanlage spenden, wobei die Bank die eingehenden Spenden bis zu einer Höchstsumme von 2500 Euro verdoppelte.
So kamen von Vereinsmitgliedern und Unterstützern 2940 Euro zusammen. Die VR-Bank legte weitere 2500 Euro dazu. Insgesamt stehen damit 5440 Euro aus der Crowdfunding-Aktion zur Verfügung. Das entspricht bereits einem wichtigen Beitrag zur Finanzierung des Projekts – vorerst der Installation des riesigen Wassertanks.
FSV-Vorsitzender Peter Sollfrank hatte zum Pressetermin am FSV – Sportgelände eine Schautafel mit verschiedenen Bildern vom Baufortschritt mitgebracht. Direkt an der Stelle, an der der große Tank vergraben wurde, erläuterte er die einzelnen Arbeitsschritte und bedankte sich im Namen des Vereins bei allen Spendern sowie bei der VR-Bank.
Auf Initiative von Hubert Pühler und Josef Gollwitzer – ehemaliger Marktkämmerer organisiert
Die Initiative für die Crowdfunding-Aktion der VR – Bank ging von Hubert Pühler und Platzmanager Josef Gollwitzer aus. Die organisatorischen und finanziellen Vorbereitungen übernahm maßgeblich der ehemalige Waldthurner Marktkämmerer Josef Götz, der mit Förderanträgen und Verwaltungsabläufen bestens vertraut ist.
Auch FSV – Kassenchef Thomas Graf wirkt bei der Abwicklung mit.
Bank unterstützt Vereine vor Ort
VR-Geschäftsstellenleiter Michael Haubner ermunterte weitere Vereine, diese Möglichkeit der Finanzierung zu nutzen. „Nutzt das, liebe Waldthurner Vereine“, lautete sein Appell. Anfangs sei das Crowdfunding für manche Vereine noch gewöhnungsbedürftig gewesen. Inzwischen habe sich aber gezeigt, welches Potenzial in dieser Form der Unterstützung stecke. Als Beispiele nannte er den Kapellenverein Albersrieth, der damit den Kauf einer elektronischen Orgel finanzierte, sowie den Schützenverein Waldthurn.
„Es dauert nur einige Stunden, das Projekt zu beantragen. Wenn am Ende des Tages 2500 Euro von der Bank dazukommen, ist das eine gute Sache“, erklärte Haubner.
FSV mit Weitsicht
Auch Bürgermeister Georg Bocka lobte die Aktion und die Zusammenarbeit vor Ort. „Wir unterstützen den aktiven Sport in der Gemeinde gerne“, sagte er. Die Marktgemeinde habe bei den Arbeiten mit Gerätschaften geholfen, ohne dem Verein dafür Kosten in Rechnung zu stellen. Er hob hervor, dass der FSV mit viel Weitsicht an die Zukunft denke. Bocka sieht in der Crowdfunding-Aktion auch einen Gewinn für andere Vereine: „Nun wissen alle, wie es funktioniert“ Besonders erfreulich sei, dass der FSV derzeit sportlich erfolgreich sei und in der A-Klasse an erster Stelle stehe.
Große Erdarbeiten und viel ehrenamtlicher Einsatz – „kleiner Dienstweg funktioniert“
Der Einbau des Wassertanks war mit erheblichem Aufwand verbunden. Für die Baugrube musste eine Fläche von etwa 17 Metern Länge und sechs Metern Breite ausgehoben werden. Sie ist rund 3,30 Meter tief. Insgesamt mussten etwa 70 bis 80 Kubikmeter Erdreich abtransportiert werden. Ein Bauzaun sicherte den Bereich.
Der Tank selbst ist rund 14 Meter lang, drei Meter hoch und hat einen Durchmesser von etwa 2,50 Metern. Sein Einbau erforderte eine sorgfältige Vorbereitung und geeignete Hebetechnik. Metalltechniker Florian Stubenrauch unterstützte kostenneutral mit einer Traverse, während Michael Riedl von der Firma Holzbau Riedl den Tank ebenfalls kostenfrei per Kran einhob
„Der kleine Dienstweg funktioniert in Waldthurn perfekt“, war beim Pressetermin zu hören. Die Arbeiten zeigen, wie stark das Projekt von der Zusammenarbeit zwischen Verein, Gemeinde, örtlichen Unternehmen und ehrenamtlichen Helfern getragen wird.
Die Kosten für den Tank allein belaufen sich auf rund 15.000 Euro. Hinzu kommen die weiteren Arbeiten und die technische Ausstattung der Beregnungsanlage. Zusammen mit dem Tank und weiteren Aufwendungen wird die Gesamtinvestition auf etwa 65.000 Euro geschätzt. Der Bayerische Landes-Sportverband (BLSV) fördert das Vorhaben mit 25 Prozent – auch die anrechenbaren ehrenamtlichen Eigenleistungen spielen laut Götz bei der Förderung eine Rolle.
Wassersparend in der Nacht bewässern
Die neue Anlage soll künftig eine gezielte und sparsame Bewässerung ermöglichen. Das Wasser wird zunächst im großen Tank gesammelt. Nach den bisherigen Planungen kann der Tank innerhalb einer Nacht gefüllt werden. Anschließend lässt sich das Wasser bedarfsgerecht und vor allem nachts über die Versenkregner auf den Plätzen verteilen.
Für den Wasserschutz ist dabei auch die Herkunft des Wassers von Bedeutung. Die bisher genutzte Quelle am Fahrenberg liefert Wasser, das nitratbelastet ist und von dort in Richtung Waldthurn abfließt. Mit dem neuen Tank und der modernen Steuerung soll die Bewässerung besser organisiert und der Wasserverbrauch effizienter gestaltet werden.
Bei der technischen Planung wurde außerdem ein etwa 200 Meter langes Kabel verlegt. Die Steuerungskabel könnten später auch für weitere Einrichtungen genutzt werden, etwa für zusätzliche Flutlichtanlagen oder eine Anzeigentafel. Damit eröffnet das Projekt zugleich Möglichkeiten für künftige Investitionen am Sportgelände.
Fertigstellung für April 2027 geplant
Die weiteren Arbeiten an der Beregnungsanlage sollen nach derzeitiger Planung im April 2027 über die Bühne gehen. Vorgesehen ist, die beiden Plätze mit Regnern auszustatten, die durch Wasserdruck aus dem Boden herausfahren und den Rasen automatisch bewässern.
FSV-Vorsitzender Peter Sollfrank bedankte sich nochmals bei den Spendern, der Volksbank Raiffeisenbank Nordoberpfalz und der Marktgemeinde Waldthurn. Die Crowdfunding-Aktion habe gezeigt, was möglich ist, wenn viele Menschen zusammenhelfen.




