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MSR Bertelshofer
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Dialektpreis Bayern 2026 – Dialekt ist Ausdruck kultureller Vielfalt

München. Bayern hat den Dialektpreis 2026 verliehen. Aus der Oberpfalz geehrt wurde Dieter Radl,

Dialektpreis Bayern 2026 – Dialekt ist Ausdruck kultureller Vielfalt

Foto: Florian Graser / StMFH

„Dialekt ist weit mehr als eine Art zu sprechen: Er ist Ausdruck unserer Heimat und unserer kulturellen Vielfalt. Gleichzeitig schafft er Nähe, vermittelt Zugehörigkeit und verbindet Generationen. Mit unserem Dialektpreis würdigen wir besondere Botschafterinnen und Botschafter bayerischer Mundarten. Mit ihrem Engagement halten sie die sprachliche Vielfalt lebendig. Sie setzen sich mit Leidenschaft und Kreativität dafür ein, dass Dialekte gesprochen, gehört und geschätzt werden. Der vielfältige Empfängerkreis des Dialektpreises 2026 – beispielsweise aus Musik, Literatur, Theater oder Medien – beweist: Wie verschieden die Tätigkeitsfelder auch sind – allen acht Preisträgerinnen und Preisträgern gemeinsam ist ihr außergewöhnliches Engagement für bayerische Mundarten. Daneben zeigt die beeindruckende und vielfältige Resonanz beim dritten Dialektpreis Jugend unter dem Thema ‚Dialekt ist Heimat‘, dass Dialekt modern ist und die junge Generation begeistert“, freute sich Finanz- und Heimatminister Albert Füracker bei der Preisverleihung am Dienstag (28. Juli) in der Allerheiligen-Hofkirche in München.

Alle unsere heutigen Preisträgerinnen und Preisträger bringen Dialekt mitten ins Leben. Sie zeigen, dass Mundart und Moderne hervorragend zusammenpassen und schlagen Brücken zwischen den Generationen. Dialekt ist lebendig, kreativ und voller Zukunft. Vielen Dank für dieses Engagement!

Albert Füracker

Dieter Radl – Multitalent und Reisender in Sachen Oberpfälzer Mundart

Dieter Radl aus Sulzbach-Rosenberg bringt Heimat zum Sprechen, zum Lachen und zum Singen. Der pensionierte Sonderschullehrer ist Mundartdichter, Autor, Erzähler, Theatermacher und Musiker – ein Multitalent und Reisender in Sachen Oberpfälzer Mundart. Seit Jahrzehnten begeistern seine Mundartabende unter dem Motto „Gredd wai da Schnowl gwaggsn is“ mit Anekdoten, Gedichten, Liedern oder kleinen Theaterstücken. Für Dieter Radl ist Dialekt die sprachliche Sichtbarkeit der Heimat, schon ein „daham“, „dahoim“ oder „dahoam“ kann verraten, woher jemand kommt. Er ist nicht nur Unterhalter, sondern auch genauer Beobachter und Kenner regionaler Sprachräume und holt fast vergessene Wörter und Figuren des Dialekts zurück ins Gedächtnis wie etwa Bissgurn, Springginkerl oder Husadirl.

Dialektpreis Bayern 2026

Der vom Bayerischen Staatsministerium der Finanzen und für Heimat seit 2017 verliehene und mit je 1.000 Euro dotierte „Dialektpreis Bayern“ würdigt besondere Verdienste um die Mundarten in Bayern. Pro Regierungsbezirk ist jährlich eine Auszeichnung vorgesehen, zusätzlich gibt es einen Preis für die sudetendeutsche Mundartpflege. Die Vorschläge für die Preisträgerinnen und Preisträger werden grundsätzlich im Vorfeld von den bayerischen Bezirksheimatpflegerinnen und Bezirksheimatpflegern eingereicht.

Zum dritten Mal wird 2026 zusätzlich der mit je 1.000 Euro dotierte „Dialektpreis Jugend“ verliehen. Dafür konnten sich junge Menschen im Alter von zehn bis 27 Jahren beim Heimatministerium bewerben, in diesem Jahr mit Beiträgen zum Thema „Dialekt ist Heimat“. Aus allen eingereichten Beiträgen hat eine Jury aus Vertreterinnen und Vertretern des Bayerischen Landesvereins für Heimatpflege, des Bayerischen Jugendrings, des Wertebündnisses Bayern, der bisherigen Preisträgerinnen und Preisträger des Dialektpreises Jugend sowie des Staatsministeriums der Finanzen und für Heimat zwei Jugendgruppen und eine Schulklasse ausgewählt.

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