Weidener Hochzeitswochen
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Dürnaster KAB-Ortsverband ist Geschichte

Weiherhammer. Der Verein hatte schon länger mit Nachwuchs-Problemen zu kämpfen - jetzt hat er sich bei der letzten Adventsveranstaltung am Sonntag im Gemeinschaftshaus aufgelöst.

Dürnaster KAB-Ortsverband ist Geschichte

Letzte Zusammenkunft der KAB Dürnast im Gemeinschaftshaus. Foto: Siggi Bock

Die Auflösung des Ortsverbandes der Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) war bereits in der nicht-öffentlichen Versammlung am 3. September einstimmig beschlossen worden. „Unter den zuletzt nur noch 23 Mitgliedern war niemand mehr bereit, eine Aufgabe zu übernehmen“, berichtet Teamsprecherin Sieglinde Koppmann. Dazu habe es den letzten Neuzugang 1980 gegeben.

Im Mai 2017 war bereits der ebenso überalterte Ortsverband Kaltenbrunn wegen fehlendem Nachwuchs aufgelöst worden.

„Es ist sehr schade, dass der kirchliche Verband nicht mehr besteht“, bedauert der Präses und Pfarrer Varghese Puthenchira. Er finde es aber sehr schön, dass die Dorfgemeinschaft weiter gepflegt werde.

Die Teamsprecherin erinnerte an die schönen kirchlichen und weltlichen Feste:

Gemeinsam nahm man Teil an

  • Weinabenden mit Sketchen
  • Frühstücksbüfetts
  • Dorffesten
  • Fahrten zum Arbeitnehmertag
  • Wallfahrt auf den Annaberg in Sulzbach-Rosenberg
  • Steinfelser Ablassfest
  • Sternwanderungen
  • Vorträgen zu aktuellen Themen
  • Fastenessen
  • gemeinsamen Andachten
  • Gebeten durch die Nacht
  • Kirchenputz

Für Rat und Tat sowie für die Zuverlässigkeit dankte Sieglinde Koppmann im Namen des Teams. Mit Erleichterung wurde die Ankündigung der Teamsprecherin aufgenommen, dass das Dorffest und das Gartenfest auch künftig gefeiert werden. Ein Dank erging an dieser Stelle auch an die beiden Geistlichen, die zu diesem Anlass immer bereit gewesen seien, einen Gottesdienst im Garten zu halten.

Ebenfalls werde die vor 45 Jahren von der KAB ins Leben gerufene Gymnastikgruppe weiter das Gemeinschaftshaus benutzen. Zum Schluss verkündete sie, dass das Restguthaben des Ortsverbands der HvO-Gruppe Kaltenbrunn und dem Kirchenschmuck für die Dürnaster Marienkirche zugutekomme.

WITRON – Schnuppertage
WITRON – Schnuppertage

Geschichte des Ortsvereins

Zur Historie: Am 16. Januar 1910 gründete der Pfarrer Robert Lettl den Katholischen Männer- und Arbeiterverein. 57 Männer aus Kaltenbrunn und 13 aus Dürnast traten diesem bei. Bereits am 30. Januar stellte Dürnast 32 Mitglieder. Am 12. Mai 1918 fand das Requiem für die 30 Gefallenen statt. 1933 halfen die Mitglieder beim Bau der Martinskirche tatkräftig mit.

Zu den sozialen Aktivitäten gehörten eine Sterbegeld-Versicherung und die Förderung des Blinden-Unterstützungsvereins. Weitere Schwerpunkte waren die Bildungsarbeit, beispielsweise mit einem Stenografie-Kurs am Sonntag und der Gründung einer Vereinsbibliothek. Noch vor dem Ersten Weltkrieg wurden jährlich drei Theaterstücke, unter anderem „Die Junggesellensteuer“, im Wolf’n-Saal aufgeführt. In den 50er Jahren spielte man auch auswärts, zum Beispiel in Waldsassen. So sammelte man 2.000 Mark für die Anschaffung neuer Glocken. Ein weiterer fester Bestandteil waren die alljährlichen Christbaum-Verlosungen.

Aus dem „Werkvolk“ entstand 1966 die KAB-Ortsgruppe Dürnast unter dem Präses Ludwig Bock. 1977 bildete sich daraus durch starkes Bemühen von dem Präses Franz Winklmann der Ortsverband Kaltenbrunn. Ein Höhepunkt der auf 75 Mitglieder angewachsenen Dürnaster KAB bildeten die Bannerweihe am 15. Dezember 1968. Auch die Einweihung des Kinderspielplatzes am 30. August 1969 blieb in Erinerung. Der Pfarrer Ludwig Bock führte diese gemeinsam mit Eduard Wittmann und Dürnaster Bürgern in der „Frühmessstiftung“ durch.

Am 5. Juli 2014 folgte die Fahnenweihe. Mittlerweile hat Neunkirchen die Patenschaft übernommen. Seit 2010 gehören diese neun Mitglieder dem Dürnaster KAB-Leitungsteam an:

Leitung

  • Sprecherin: Sieglinde Koppmann
  • Schriftführerin: Gisela Sittl
  • Kassiererin: Christine Nachreiner
  • Kassenprüfer: Maria Rudolph, Elfriede Koppmann
  • Bannerträger: Roland und Hermann Miedl
  • Rosa Miedl, Pauline Schönberger