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Ein Dorf hat angepackt: Feuer frei für den neuen Bergmannsspielplatz

Hagendorf. Bürgermeister Markus Bauriedl brachte es auf den Punkt: „Ein lang ersehnter Kinderwunsch nach einem Spielplatz in Hagendorf ist Wirklichkeit geworden.“

Ein Dorf hat angepackt: Feuer frei für den neuen Bergmannsspielplatz

“Der Bergmannsspielplatz ist eröffnet.” Bürgermeister Markus Bauriedl strahlt mit Julia Selch, Vera Stahl, Marina Schmalnauer und Corinna Neuber (von links) fast um die Wette. Foto: Josef Pilfusek

Für Bürgermeister Markus Bauriedl bedeutet der Bergmannsspielplatz eine Bereicherung für die Ortschaft. „Mit ihrer Unterstützung ist es gelungen, den Platz zu einem tollen Erlebnis für die Kinder und für alle Besucher zu machen und dabei auch die Geschichte aufleben zu lassen“, bedankte er sich bei allen Beteiligten. Ohne Corinna Neuber, Julia Selch, Marina Schmalnauer und Vera Stahl wäre das Projekt wohl nicht verwirklicht worden. Dazu kam laut Bauriedl die gesamte Dorfgemeinschaft, die den Bau ebenfalls mit Rat und Tat unterstützt hat.

Gut investiertes Geld

Die Gesamtkosten für den Spielplatz bezifferte der Bürgermeister auf 26.505 Euro, während für den Pavillon 15.781 Euro angefallen sind. In seinen Dank schloss er neben allen Gönnern und Sponsoren auch das Amt für Ländliche Entwicklung Oberpfalz und die Bürgermeister der Integrierten Ländlichen Entwicklung (ILE) für die Förderung im Rahmen des Regionalbudgets über knapp 8000 Euro ein.

Die Kinder nutzen die vielen Spielgeräte und gehen mit Begeisterung ans Werk. Foto: Josef Pilfusek
Foto: Josef Pilfusek

„2019 ist Marina auf mich zugekommen und hat gemeint, ob ich nicht auch finde, dass man unseren Spielplatz aus den 1970ern etwas auffrischen könnte“, blickte Vera Stahl zurück. Dabei erinnerte das Marktgemeinderatsmitglied an die Besuche von vielen Spielplätzen durch Selch und Schmalnauer sowie an die intensiven Vorbereitungen, darunter die Fragebogenaktion in der Ortschaft oder die Präsentation des Vorhabens im Rathaus.

„Am Ende stand die Idee, den Spielplatz mit der Bergbaugeschichte unseres Ortes zu verbinden“, sagte Stahl. „Weil es ungewöhnlich ist, dass ein Dorf in der Oberpfalz einen Bezug zum Bergbau hat, wollten wir, dass dieses Alleinstellungsmerkmal und Kapitel in der Geschichte unseres Ortes nicht verloren geht.“ Deshalb habe der Spielplatz einen Berg bekommen. „Und jedes Spielgerät hat eine doppelte Bedeutung“, wies sie etwa auf die Seilbahn hin. „Sie erinnert an jene, die einst den Feldspat von Hagendorf zum Bahnhof Waidhaus transportiert haben.“

Hand in Hand zusammengearbeitet

In Stahls Dank eingeschlossen waren auch die Kolleginnen und Kollegen des Marktgemeinderats. „Durch die Finanzierungszusage haben sie gezeigt, dass auch sie hinter dem Projekt stehen.“ Zusammenfassend stellte sie fest: „Bei der Umsetzung hatten wir sehr viele Helfer, Gönner und Unterstützer. Jeder hat sich mit dem eingebracht, was er am besten kann. Jeder Beitrag war wichtig für das Gelingen.“ Schließlich sprach sie von einem „gelungenen Beispiel, wie die Zusammenarbeit zwischen Gemeinde und Dorfbevölkerung Hand in Hand funktionieren kann“.

Der Spielplatz werde bereits hervorragend angenommen. „Und weil er auch im Internet zu finden ist, kommen auch immer wieder Gäste aus der Ferne zu uns“, freute sie sich und sprach von vielen schönen Begegnungen. „Auch das war unsere Intention, einen Ort zu schaffen, an dem sich das Dorf trifft, wo Alt und Jung zusammenkommen.“ Mit dem Spruch „Bringe jeden Anfang zum guten Ende“ leitete die Rednerin schließlich auf die von Pfarrer Adam Karolczak vorgenommene Segnung über.

WITRON – Nachmittag der Ausbildung
WITRON – Nachmittag der Ausbildung

Hagendorfer Bergbaugeschichte

Von 1894 bis 1983 wurden in Hagendorf Süd Feldspat und Pegmatit für die Porzellan- und Keramikindustrie unter Tage abgebaut. Am bekanntesten dazu ist die Grube „Cornelia“. Nach der Einstellung des Förderbetriebs wurde diese geflutet.

Zu weltweiter Berühmtheit haben es die Mineralien wie der „Hagendorfit“ gebracht. Eine kleine Ausstellung von Hagendorfer Mineralien kann im Waidhauser Rathaus während der Öffnungszeiten besichtigt werden. Dazu kommt im Stadtmuseum in Pleystein die Ausstellung „Die Welt schaut auf Hagendorf“.