Eine Kultur der Wertschätzung: AELF zeichnet zwei Grund- und Mittelschulen aus dem Landkreis Schwandorf aus
Eine Kultur der Wertschätzung: AELF zeichnet zwei Grund- und Mittelschulen aus dem Landkreis Schwandorf aus
Wenn sie ausgewogen und nachhaltig verpflegt werden, entwickeln sich Kinder und Jugendliche besser und fühlen sich wohler. Um das Beste aus ihrem Verpflegungsangebot herausholen zu können, haben deshalb insgesamt zehn Kindertageseinrichtungen und Schulen aus der Oberpfalz am Coaching des Sachgebiets Gemeinschaftsverpflegung am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Regensburg-Schwandorf teilgenommen. Im Rahmen eines Festaktes im Rathaussaal von Vohenstrauß überreichten Christina Apel und Dr. Katharina Goerg vom AELF nun den teilnehmenden Einrichtungen ihre Urkunden mit der Unterschrift von Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber – darunter auch die Grund- und Mittelschule Nittenau sowie die Telemann Grund- und Mittelschule Teublitz.
Wichtige Impulse gesetzt
Annette Dodel, Bereichsleiterin am AELF Regensburg-Schwandorf, würdigte das Engagement der Anwesenden. „Mit Ihrer Teilnahme am Coaching Kita- und Schulverpflegung haben Sie wichtige Impulse für gesundheitsförderliche und nachhaltige Mahlzeiten gesetzt. Dabei haben Sie gezeigt, dass sich Verpflegungsqualität und pädagogische Arbeit erfolgreich verbinden lassen“, so Dodel.
Essen und mehr
In der würdigen Kulisse des Rathauses ließen Apel und Dr. Goerg vom AELF das Coachingjahr 2025/26 noch einmal Revue passieren. Dem Zuhörer wurde schnell bewusst: Zu einer guten Schulverpflegung gehören handwerklich gut gemachtes, gesundes und abwechslungsreiches Essen zu einem verträglichen Preis. Doch es geht eben auch darum, der Mahlzeit einen angemessenen Rahmen zu geben, damit die Kinder und Jugendlichen verstehen: Essen ist mehr als Nahrungsaufnahme. Es verdient Wertschätzung. „Essen in Gemeinschaft ist Verpflegung plus Ernährungsbildung“, hob Dr. Goerg hervor. So kann eine richtige „Esskultur“ entstehen.
Achtet man auf Kinderwünsche, steigt die Akzeptanz für das Essen
Esskultur, das heißt, es geht um Rituale und Abläufe, aber auch den Respekt gegenüber den angebotenen Speisen. In einer Einrichtung musste zum Beispiel der Speisesaal anders strukturiert werden, damit er einladender und kindgerechter wurde, wie Schulcoach Johanna Baumann berichtete. Bei der Essensausgabe, so erzählt Christina Apel von der Vernetzungsstelle Kita- und Schulverpflegung am AELF, spiele es auch eine wichtige Rolle, dass die Kinder und Jugendlichen ihre Portion selbst dosieren können. „Die Kinder nehmen dann auch neue Gerichte viel lieber an, weil sie ihnen nicht aufgedrückt werden.“ So etablierten einige Einrichtungen im Rahmen des Coachings extra „Probierstationen“.
AELF bot individuelle Beratung
Keine Einrichtung gleicht der anderen, und so erhielten alle eine individuelle, auf sie zugeschnittene Beratung. „Jede Einrichtung hat zu Beginn ganz eigene Ziele, um die Verpflegung vor Ort zu verbessern“, betonte Dr. Goerg. Dabei komme es auch wesentlich auf den Zusammenhalt in der Schulgemeinschaft, in der Kita und im Verpflegungsteam an. „Das Coaching ist eine gemeinschaftliche Leistung. Am Ende profitiert das ganze Team – von neuen Impulsen, effizienteren Abläufen und gesundheitsförderlichem Essen, das schmeckt“, unterstrich ihre Kollegin Apel.
Kostproben überzeugten
Gemeinschaft, das bedeutet immer auch Kommunikation. Und damit die weiterhin reibungslos zwischen allen Beteiligten funktioniert, führte Bereichsleiterin Annette Dodel in ihrem Impulsvortrag „Positive Psychologie“ Anregungen aus, wie Kinder, Eltern und Mitarbeiter gelungen miteinander kommunizieren können. Bürgermeister Uli Münchmeier begrüßte die Gäste zur feierlichen Urkundenübergabe. Drei mutige und talentierte Schülerinnen der Grundschule Vohenstrauß gaben mit ihren musikalischen Einlagen dem Nachmittag einen würdigen Rahmen. Und wenn so viel von Essen gesprochen wird, sollte es auch etwas zum Essen geben: Bei einem aromatischen Couscous-Salat, Tomate-Mozzarella- und Spinat-Quiche sowie Joghurt-Crumble von Coachingkoch Gerd Reinhardt überzeugten sich alle noch einmal, wie schmackhaft gesundes und abwechslungsreiches Essen sein kann.
Diese Einrichtungen wurden ausgezeichnet
Die Urkunde für eine gelungene Mittagsverpflegung erhielten die Kita Kunterbunt in Pyrbaum, das Kinderhaus am Regenbogen in Loibling, das Haus der kleinen Füße in Neustadt am Kulm, die Grundschule Vohenstrauß, das Sonderpädagogische Förderzentrum Amberg, die Theobald-Schrems-Grundschule Mitterteich sowie der Städtische Kinderhort an der Grundschule Burgweinting.
Die Grund- und Mittelschule Nittenau, die Telemann Grund- und Mittelschule Teublitz sowie die Staatliche Realschule Vohenstrauß wurden für die optimierte Zwischenverpflegung ausgezeichnet.
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