Jetzt Tickets für die kommenden Jahn-Spiele sichern!
Garten Punzmann – Großbäume
Garten Punzmann – Großbäume

Regionalförderung in Ostbayern sichern mit Blick auf Grafenwöhr

Brand. Europaabgeordneter Christian Doleschal (CSU) drängt auf sichere Regionalförderung für Ostbayern ab 2027 und richtet dazu einen Appell an Ministerpräsident Markus Söder. Im Fokus stehen Grenzräume und der Raum Grafenwöhr.

Brand. Europaabgeordneter Christian Doleschal (CSU) drängt auf sichere Regionalförderung für Ostbayern ab 2027 und richtet dazu einen Appell an Ministerpräsident Markus Söder. Im Fokus stehen Grenzräume und der Raum Grafenwöhr.
Foto: Martin Lahousse

Regionalförderung in Ostbayern sichern mit Blick auf Grafenwöhr

In einem Schreiben an Ministerpräsident Dr. Markus Söder bittet der Europaabgeordnete Christian Doleschal (CSU) die Bayerische Staatsregierung, die Interessen Ostbayerns im derzeit laufenden europäischen Verfahren sowohl gegenüber der Bundesregierung als auch gegenüber der Europäischen Kommission einzubringen. Das gab Doleschal in einer Pressemitteilung bekannt.

Wie stark die Regionalförderung wirkt, zeigen die Zahlen aus der Oberpfalz: In den vergangenen zehn Jahren wurden 1.086 Vorhaben mit rund 304 Millionen Euro unterstützt. Dadurch wurden Investitionen von rund 2,12 Milliarden Euro ermöglicht, 5.294 neue Arbeitsplätze geschaffen und mehr als 29.000 Arbeitsplätze gesichert.

„Aus einem Euro Förderung entstehen bei uns rund sieben Euro Investitionen. Dahinter stehen neue Maschinen, Betriebserweiterungen und vor allem Arbeitsplätze, die bei uns in der Region entstehen oder erhalten bleiben. Genau deshalb ist Regionalförderung für Ostbayern so wichtig“, erklärt Doleschal.

Die Zahlen beziehen sich auf die bayerische Regionalförderung insgesamt, die sich aus Landes-, Bundes- und EU-Mitteln speist. Ein wichtiger Baustein ist die Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW). Sie kommt in Bayern insbesondere geeigneten Fördervorhaben entlang der Grenze zur Tschechischen Republik zugute.

Warum die europäischen Leitlinien wichtig sind

Welche Regionen besonders unterstützt werden können und wie hoch die Förderung von Unternehmensinvestitionen ausfallen darf, wird wesentlich durch die europäischen Regionalbeihilfeleitlinien bestimmt. Diese Regeln werden derzeit für die Zeit ab 2028 überarbeitet.

Den Vorschlag der Europäischen Kommission sieht Doleschal als einen guten Schritt. Gleichzeitig bittet er die Bayerische Staatsregierung, sich im weiteren Verfahren für ausreichend Spielraum für deutsche Förderregionen, die besondere Berücksichtigung der Grenzräume und flexiblere Kriterien einzusetzen.

SSV Jahn
SSV Jahn

„Europa hat einen guten ersten Vorschlag gemacht und zeigt damit, dass es Investitionen und Wettbewerbsfähigkeit in den Regionen stärken will. Jetzt sollten wir gemeinsam schauen, wie wir diesen Rahmen gerade für unsere Grenzregionen weiter verbessern können“, so Doleschal.

Fördergefälle zu Tschechien begrenzen

Für Ostbayern ist die Situation an der tschechischen Grenze besonders wichtig. Die europäischen Regeln ermöglichen es bereits heute, die Förderung in angrenzenden deutschen C-Fördergebieten anzuheben, damit der Abstand zu stärker geförderten A-Gebieten auf tschechischer Seite nicht mehr als 15 Prozentpunkte beträgt.

„Wir arbeiten hervorragend mit unseren tschechischen Nachbarn zusammen und wollen keinen Förderwettbewerb. Gleichzeitig müssen unsere Unternehmen faire Bedingungen haben. Wenn wenige Kilometer hinter der Grenze deutlich höhere Zuschüsse möglich sind, darf daraus kein Standortnachteil für Ostbayern entstehen“, betont Doleschal.

Deshalb sollte die besondere Situation der Grenzregionen auch nach 2027 berücksichtigt werden. Bund und Länder haben hierzu bereits gemeinsame Vorschläge vorgelegt.

Grafenwöhr stärker in den Blick nehmen

Eine besondere Chance sieht Doleschal zudem für den Raum Grafenwöhr. Der Truppenübungsplatz ist für die Sicherheit Deutschlands und Europas von großer Bedeutung. Gleichzeitig sind die umliegenden Kommunen seit Jahrzehnten mit besonderen Herausforderungen bei Flächen, Verkehr, Infrastruktur und ihrer weiteren Entwicklung konfrontiert.

Doleschal regt deshalb an, dass die Bayerische Staatsregierung diese besondere Situation auch gegenüber der Europäischen Kommission einbringt und prüft, wie die Region künftig stärker als zusammenhängender Raum betrachtet werden kann.

„Grafenwöhr leistet einen wichtigen Beitrag für unsere gemeinsame Sicherheit. Deshalb sollten wir Sicherheit, Resilienz und regionale Entwicklung stärker zusammendenken. Wenn wir hier Fördermöglichkeiten von Europa, Bund und Freistaat besser miteinander verbinden können, wäre das eine echte Chance für die gesamte Region“, so Doleschal.

„Die Oberpfalz zeigt, was Regionalförderung bewirken kann: Sie stößt ein Vielfaches an Investitionen an, schafft und sichert Arbeitsplätze und stärkt unsere Unternehmen. Diese Möglichkeiten wollen wir auch nach 2027 erhalten und gemeinsam weiterentwickeln.“

Tipp: Wenn Du etwas googelst, bekommst Du neben den normalen Ergebnissen auch eine Box mit aktuellen News angezeigt.
Wenn Du OberpfalzECHO als bevorzugte Quelle hinterlegst, tauchen unsere Inhalte dort häufiger für Dich auf.
Füge jetzt OberpfalzECHO Deinen Quellen hinzu!