Entdeckungen zum Tag des offenen Denkmals in Amberg-Sulzbach und Amberg

Entdeckungen zum Tag des offenen Denkmals in Amberg-Sulzbach und Amberg
Jedes Jahr öffnen zum Tag des offenen Denkmals in ganz Deutschland Tausende Denkmäler Tür und Tor und lassen Besucher hinter die Kulissen blicken. Am Sonntag, 13. September 2026, laden auch der Landkreis Amberg-Sulzbach und die Stadt Amberg mit 16 Veranstaltungen dazu ein, Geschichte, Architektur und Denkmalpflege neu zu entdecken. Das diesjährige Motto lautet: „NetzWERKE: Denkmale & Infrastruktur“.
Denkmale als Netzwerke: Einblicke in Geschichte und Infrastruktur
Denkmale sind mehr als historische Gebäude. Sie erzählen von Menschen, Arbeit, Handel und Mobilität und damit von den Verbindungen, die eine Region geprägt haben. Genau darum geht es beim diesjährigen Tag des offenen Denkmals am Sonntag, 13. September 2026. In der Stadt Amberg und im Amberg-Sulzbacher Land richtet sich der Blick auf Orte, an denen Geschichte und Infrastruktur unmittelbar miteinander verbunden sind. Sechs Angebote gibt es in der Stadt Amberg, zehn im Landkreis Amberg-Sulzbach. Führungen, Vorträge und Besichtigungen ermöglichen an diesem Tag Einblicke in historische Orte, die teilweise sonst nicht oder nur eingeschränkt zugänglich sind.
Vielfalt von Mittelalter bis Industriegeschichte im Landkreis
Im Landkreis Amberg-Sulzbach reicht die Bandbreite vom Mittelalter bis zur Industriegeschichte. Die Klosterburg Kastl und das Kloster Ensdorf geben Einblicke in jahrhundertealte religiöse und gesellschaftliche Strukturen, das Hammerschloss in Hirschbach und der St.-Anna-Schacht in Sulzbach-Rosenberg erinnern an die industrielle Vergangenheit der Region, und in Auerbach führen die Angebote unter anderem in einen historischen Gewölbekeller, auf den Kirchturm von St. Johannes und durch die historische Innenstadt. Historische technische Anlagen wie der Kalkbrennofen oder das ungewöhnliche Trafohäuschen bei Vilseck zeigen zudem, wie sich die Formen von Versorgung und Infrastruktur im Laufe der Zeit verändert haben.
„Der Tag des offenen Denkmals bietet die schöne Gelegenheit, vertraute Orte einmal aus einer neuen Perspektive zu betrachten und dabei vielleicht auch bisher unbekannte Geschichten zu entdecken“, sagt Landrat Richard Reisinger und dankt allen Eigentümern, Kommunen, Vereinen und ehrenamtlich Engagierten, die ihre Türen öffnen und ihr Wissen weitergeben.
„Das Besondere am Tag des offenen Denkmals ist die unmittelbare Begegnung mit Geschichte“, erklärt Kulturreferent Hubert Zaremba. „Ob im Gewölbekeller, auf einem Kirchturm, in einem ehemaligen Industrieareal oder hinter den Mauern eines Klosters, überall lassen sich Geschichten entdecken, die unsere Region bis heute prägen.“
Amberger Denkmale und Verbindungen im Fokus
In Amberg werden am Tag des offenen Denkmals insgesamt sechs Veranstaltungen angeboten. „Denkmale zeigen uns, wie unsere Stadt gewachsen ist und welche Verbindungen das Leben der Menschen über Jahrhunderte geprägt haben“, sagt Oberbürgermeister Michael Fritz.
Wie vielfältig diese Verbindungen sein können, zeigt das Amberger Programm. Der Bahnhof steht für Mobilität und wirtschaftlichen Austausch, die Vils für Transport, Energie und Versorgung. Das ehemalige Bahnbetriebswerk erinnert an die Bedeutung der Eisenbahn für die industrielle Entwicklung, während die historische Infrastruktur der Altstadt vom Alltag und den Versorgungswegen früherer Generationen erzählt.
„Das diesjährige Motto passt hervorragend zu unserem Programm“, betont Reiner Volkert, der Leiter des Kulturamtes und der Volkshochschule Amberg. „Ob Bahnhof, Eisenbahn, Vils oder Stadttheater, unsere Denkmale erzählen von Verbindungen und Begegnungen. Sie machen sichtbar, welche Bedeutung Infrastruktur für die Entwicklung der Stadt Amberg und für das Leben ihrer Menschen hatte und bis heute hat.“
Koordination und Informationen
Der Tag des offenen Denkmals wird seit 1993 von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz bundesweit koordiniert. Er ist Deutschlands größte Kulturveranstaltung und der deutsche Beitrag zu den European Heritage Days. Vor Ort wird der Aktionstag von zahlreichen Denkmaleigentümern, Vereinen, Initiativen und Denkmalpflegern gestaltet.
Das gemeinsame Programm für Amberg und den Landkreis Amberg-Sulzbach ist in einem Flyer zusammengefasst. Dieser liegt in den Rathäusern, Tourist-Informationen und weiteren öffentlichen Informationsstellen aus und kann auch online heruntergeladen werden.
Das bundesweite Programm ist außerdem online abrufbar.
Stadt Amberg
- 10 Uhr: Führung durch die Sammlung von Industrielokomotiven im Lokschuppen und Demonstration der Drehscheibe, Oberpfälzer Industrie- und Lokalbahn-Museum, Galgenbergweg 3.
- 10 und 13.30 Uhr: Vortrag „Der Bahnhof von Amberg – Wissenswertes zur Geschichte, Architektur und zu Planungen“, ACC, Säle im ersten Stock.
- 14.30 Uhr: Führung „Quer durchs Museum“ durch die historischen Dauerausstellungen des Stadtmuseums Amberg. Anmeldung erbeten.
- 15 Uhr: Führung „Vilsabwärts Eisen, Vilsaufwärts Salz“, Treffpunkt ist vor dem Vilstor.
- 15.30 Uhr: „Parktheater und Stadttheater im Ringtheater“ – historische Filme und Kurzvorträge, Ringtheater.
- 16 Uhr: Führung „Von Tabaksdosen, Seelhäusern und Lebzeltern“ durch die historische Infrastruktur Ambergs, Treffpunkt Marktplatz am Hochzeitsbrunnen.
Landkreis Amberg-Sulzbach
- Auerbach, 13 Uhr: Stadtführung durch die historische Innenstadt, Anmeldung erforderlich.
- Auerbach, 13 und 15 Uhr: Führungen durch den Kirchturm der Pfarrkirche St. Johannes der Täufer, Anmeldung erforderlich.
- Auerbach, 14 Uhr: Besichtigung eines historischen Gewölbekellers, maximal 25 Personen; Anmeldung erforderlich.
- Ensdorf, 14 Uhr: Führung „Ein Blick hinter die Kulissen – Führung im Kloster Ensdorf“, Anmeldung erforderlich.
- Hirschbach, 11, 13 und 15 Uhr: Besichtigung des Hammerschlosses, jeweils rund 60 Minuten; Anmeldung erforderlich.
- Kastl, 10.30 bis 14 Uhr: Führungen durch die Klosterburg zu mehreren Terminen, jeweils rund 60 Minuten, maximal 20 Personen.
- Kastl, Pfaffenhofen, 15 und 16 Uhr: Besuch der Kirche und des Karners, maximal zehn Personen pro Führung; Anmeldung erforderlich.
- Sulzbach-Rosenberg, 14 Uhr: Führung am alten Schachtgelände St.-Anna-Schacht.
- Vilseck, 10 Uhr: Führung am historischen Kalkbrennofen bei Reisach.
- Vilseck, 15 Uhr: Führung zum Trafo „Goldene Straße“ bei Axtheid-Berg.
Für einzelne Veranstaltungen gelten begrenzte Teilnehmerzahlen und eine vorherige Anmeldung.
Die jeweiligen Hinweise, Kontaktdaten und Treffpunkte sind im Flyer aufgeführt.
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