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ARV Oberpfalz
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Erdbeben an der tschechischen Grenze bis Weiden spürbar

Weiden/Eslarn. Ein Erdbeben hat in der Nacht auf Freitag Teile der Oberpfalz erschüttert. Das Zentrum lag nahe der tschechischen Grenze. Vorläufig wird eine Magnitude von 3,3 angegeben.

Weiden/Eslarn. Ein Erdbeben hat in der Nacht auf Freitag Teile der Oberpfalz erschüttert. Das Zentrum lag nahe der tschechischen Grenze. Vorläufig wird eine Magnitude von 3,3 angegeben.
Erdbeben zwischen Böhmen und der Nordoberpfalz. Symbolbild: Christian Göbel - KI-unterstützt

Erdbeben an der tschechischen Grenze bis Weiden spürbar

Kurz nach Mitternacht bebte am Freitag im deutsch-tschechischen Grenzgebiet die Erde. Nach Angaben des Fachportals Erdbebennews ereignete sich das Beben gegen 0.34 Uhr nahe Bělá nad Radbuzou in der Region Pilsen. Bei der vorläufigen Magnitude von 3,3 beruft sich das Portal auf Angaben des GFZ Potsdam.

Die Erschütterungen waren auch auf bayerischer Seite wahrnehmbar. Bei Erdbebennews gingen Meldungen unter anderem aus Eslarn, Waldhaus, Oberviechtach und Weiden ein. Menschen berichteten neben den Erschütterungen auch von einem kurzen, dumpfen Grollen.

Meldungen aus mehreren Orten der Oberpfalz

Die Wahrnehmungen beschränkten sich offenbar nicht auf die unmittelbar benachbarten Grenzorte. Radio Arabella berichtet von eigenen Hörermeldungen aus Furth im Wald, Cham, Waldmünchen und Weiden. Geschildert wurden unter anderem vibrierende Betten und klapperndes Geschirr.

Auch in Westböhmen bemerkten Einwohner das nächtliche Beben. Das tschechische Nachrichtenportal Plzeň.cz verortet das Epizentrum etwa sechs Kilometer südlich von Přimda im Raum Tachov. Nach dessen Bericht zeichnete auch die nahe gelegene Erdbebenstation Přimda die Erschütterung auf.

Herdtiefe zunächst mit zehn Kilometern angesetzt

Erdbebennews nennt zunächst eine Herdtiefe von zehn Kilometern. Das Portal weist allerdings darauf hin, dass es sich dabei um einen vorläufig angesetzten Fixwert handelt. Eine genaue Bestimmung der tatsächlichen Tiefe stand demnach noch aus.

Die Herdtiefe beschreibt, wie weit unter der Erdoberfläche ein Beben entsteht. Das Epizentrum bezeichnet dagegen den Punkt an der Oberfläche direkt darüber.

SSV Jahn – 3. Slot
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Warum ein Beben nicht überall gleich zu spüren ist

Die Magnitude allein sagt noch nicht aus, wie stark Menschen ein Erdbeben an einem bestimmten Ort wahrnehmen. Wie der Erdbebendienst Bayern zur Stärke von Erdbeben erläutert, beschreibt sie die freigesetzte seismische Energie. Die örtlich spürbaren Auswirkungen werden dagegen als Intensität bezeichnet.

Diese nimmt in der Regel mit wachsender Entfernung vom Erdbebenherd ab. Auch der Untergrund spielt eine Rolle. Deshalb können die Wahrnehmungen selbst bei demselben Beben von Ort zu Ort unterschiedlich ausfallen. erdbeben-in-bayern.de

Beobachtungen können dem Erdbebendienst gemeldet werden

Wer die nächtlichen Erschütterungen bemerkt hat, kann seine Beobachtungen über den öffentlichen Fragebogen „Erdbeben gefühlt?“ des Erdbebendienstes Bayern mitteilen. Erfasst werden unter anderem Ort und Zeitpunkt sowie Wahrnehmungen wie klappernde Fenster, Geschirr oder schwingende Lampen.

Auch die Rückmeldung, ein Beben an einem bestimmten Ort nicht gespürt zu haben, ist nach Angaben des Erdbebendienstes eine wichtige Information. Das Ausfüllen des Fragebogens ist freiwillig und dauert etwa vier Minuten.