Feuerwehr beantragt Mehrzweckfahrzeug in Waidhaus

Feuerwehr beantragt Mehrzweckfahrzeug in Waidhaus
Die Gemeinden stehen im Allgemeinen vor finanziellen Hürden. In Waidhaus ist das nicht anders. Die Zeiten gefüllter Kassen sind vorbei, sodass hinter jeder Investition die Frage gestellt werden muss: Können wir uns das leisten? Das gilt auch für den Antrag der Feuerwehr Waidhaus auf Ersatzbeschaffung eines Mehrzweckfahrzeugs.
Kosten, Förderung und Einschätzung der Landkreisführung
Bürgermeister Markus Bauriedl zitierte in der Sitzung des Marktgemeinderats am Montag, 12. Oktober, aus dem Antrag der Feuerwehr, dass der derzeitige Mannschaftstransportwagen mit Baujahr 1999 nicht mehr den heutigen Anforderungen entspreche und eine Instandsetzung nicht wirtschaftlich sei. Die Neuanschaffung eines Mehrzweckfahrzeugs (MZF) befürworte auch die Landkreisführung mit Kreisbrandrat Marco Saller. Als Kosten für ein entsprechendes Allradfahrzeug nannte der Rathauschef 140.000 bis 180.000 Euro. Die Festbetragsförderung bezifferte er auf 23.400 Euro.
Nach Ansicht von Josef Schmucker (UWG) sollte das Thema in die Haushaltsberatungen verschoben werden. „Wir müssen auch auf die Finanzen schauen“, sagte der Dritte Bürgermeister, als er auf die Erfüllung der Aufgaben in den Grenzen der Leistungsfähigkeit der jeweiligen Gemeinde hinwies. Außerdem brachte er mögliche Einsparungen ins Gespräch. Laut Vera Stahl sollte die Feuerwehr strategisch für die Zukunft ausgerichtet werden.
Die Sprecherin der SPD-Fraktion, selbst ein Aktivposten der Wehr, betonte die vielseitigen Aufgaben: neben dem Brandschutz unter anderem die Verkehrsabsicherung, darunter auf der A6, und war von der Notwendigkeit eines Fahrzeugs mit entsprechender Ausstattung – „wir wissen, dass diese teuer ist“ – überzeugt. Auch Stahl war sich der Leistungsfähigkeit der Gemeinde bewusst und schlug vor, sich in einer Runde zusammenzusetzen und Fahrzeuge anderer Feuerwehren anzuschauen. Eine Besprechung mit dem Kreisbrandrat hielt auch Ewald Zetzl (CSU) für sinnvoll.
Mögliche Alternativen und weiterer Fahrplan
Ein eventuell gebrauchtes Fahrzeug brachte Zweite Bürgermeisterin Nicole Hoch (CSU) ins Gespräch, während Daniel Grötsch (UWG) auf den schlechten Zustand des derzeitigen Mannschaftstransportwagens hinwies. Am Ende stand das einstimmige Votum, den Antrag in die Haushaltsberatungen aufzunehmen.
Schnell einig war sich der Marktgemeinderat, bei der Teilfortschreibung des Regionalplans für Windkraftanlagen keine weiteren Flächen zu melden. Laut Bauriedl habe der Regionale Planungsverband Oberpfalz-Nord darauf hingewiesen, dass die Aufnahme neuer Gebiete auf freiwilliger Basis erfolge.
Ortseingangsschilder: Kosten und Finanzierung
„Für alle Mitgliedsgemeinden sollen einheitliche Ortseingangsschilder angeschafft werden“, zitierte der Bürgermeister die Bitte der Integrierten Ländlichen Entwicklung Oberpfälzer Wald. Die Kosten für die vier Schilder für Waidhaus mit dem ILE-Logo bezifferte er auf 3.504,64 Euro. „Die Deckung ist mit Restmitteln aus dem Haushalt gewährleistet“, wies er darauf hin.
„Wir haben so viele Schilder an den Ortseingängen“, sagte Vera Stahl. „Ich bin nicht dafür.“ Auch Josef Schmucker hielt sie nicht für unbedingt notwendig. Dagegen sprach Maria Reichenberger-Hösl (CSU) von einem Zusammengehörigkeitsgefühl und befürwortete deshalb die Anschaffung. Mit Stahls Veto stimmte das Kommunalgremium schließlich zu.
Verkehr: Tempolimit und Überwachung im Blick
Laut Schmucker wird vor allem in der Früh in Waidhaus viel zu schnell gefahren. Der Dritte Bürgermeister – „ich bin von mehreren Leuten angesprochen worden“ – konnte sich daher ein Tempolimit von 30 km/h im Ort vorstellen. Auch Dr. Johannes Kaiser (WLP) sprach von Geschwindigkeitsüberschreitungen in Pfrentsch. „Wir nehmen es für die neue Verkehrsüberwachung auf“, versicherte Bauriedl.
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