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Feuerwehr Kemnath übt virtuell

Kemnath. Die Feuerwehr Kemnath legt in Bezug auf Gefahrstoffausrüstung nach. Aber wie funktioniert die jetzt eigentlich? Die Einweisung für den neuen Gasmesskoffer und das Zubehör der Mehrgasmessgeräte läuft bei der Feuerwehr Kemnath virtuell. 

Feuerwehr Kemnath übt virtuell

Die Feuerwehr Kemnath stellt ihre neue Messausrüstung des Landkreises Tirschenreuth in den Dienst – und übt die Handhabe mit der Technik einfach virtuell. Bild: Michael Denz.

Über eine Web-Meeting-Plattform finden die Übungen der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Kemnath derzeit in virtueller Form statt. Wegen der Entwicklungen im Bezug auf das Coronavirus ist der Übungs- und Ausbildungsbetrieb seit mehreren Monaten eingestellt. Lediglich Fahrzeug- und Geräteüberprüfungen und Tätigkeiten, die im direkten Zusammenhang mit der Aufrechterhaltung der Einsatzbereitschaft der Wehr zu tun haben, finden praktisch statt.

Das hält die Kameraden nicht ab, sich weiterzubilden: Im März hat Marcel Schraml Leiter des Fachbereichs Gefahrstoff und Fachberater ABC der Feuerwehr Kemnath, zwei virtuelle Übungsabende zum Thema “Gasmesstechnik und Umbau KLF” geleitet. Dabei ging es um die vom Landkreis Tirschenreuth neu angeschaffte Messausrüstung und wie Einsatzkräfte der Kemnather Feuerwehr diese verwenden.

Bei der virtuellen Übung der Aktiven der Feuerwehr Kemnath wurde auch die neu angeschaffte “externe Pumpe” für die bereits vorhandenen Mehrgasmessgeräte vorgestellt und die Mannschaft auf deren Verwendung ein- und hingewiesen. Bild: Michael Denz.
Die Handhabung und der sichere und effektive Einsatz der Mehrgasmessgeräte erläutert Marcel Schraml, der Fachberater ABC und Fachbereichsleiter Gefahrstoff der Feuerwehr Kemnath, den Aktiven “live” über eine Kamera. Bild: Michael Denz.

Wie wird die Ausrüstung sicher verwendet?

Ein neuer Messkoffer mit Prüfröhrchen von der Firma Gastec ersetzt ab sofort das kreiseigene Chipmesssystem (CMS) der Firma Dräger, das ebenfalls bisher bei der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Kemnath stationiert war. Wie wird die Ausrüstung richtig und sicher verwendet? Das Fazit der Kameraden: Die Verwendung im Hinblick auf die Bedienung unter Vollschutzausrüstung mit Chemiekalienschutzanzügen sei deutlich einfacher als die des Vorgängermodells.

Für die beiden Mehrgasmessgeräte (Dräger x-am 2500) wurden außerdem eine externe Pumpe angeschafft, die für entsprechende „besondere Einsatzlagen“ Verwendung findet. So können die Einsatzkräfte Messungen in Schächten, Behältnissen, Räumen oder Kanälen durchführen, ohne dass der ausführende und vorgehende Messtrupp sie betreten muss.

Die Zusatzausrüstung mit Verlängerungsschlauch und Schwimmsonde für die Mehrgasmessgeräte wurden – wie der neue Gastec-Messkoffer ab jetzt auch – im Aufbau des Klein- und Sonderlöschfahrzeugs gelagert. Je ein Mehrgasmessgerät ist im Hilfeleistungslöschfahrzeug und dem Kleinlöschfahrzeug gelagert.

Virtuelle Fahrzeugkunde

Bei einer kleinen „virtuellen Fahrzeugkunde“ hat Leiter Marcel Schraml auch die Neuerungen bei der Beladung des Kleinlöschfahrzeuges erklärt. Ebenfalls wurde bei der Gerätekunde die Verwendung der Mehrgasmessgeräten bei den verschiedenen Einsätzen, die Bedienung und dessen Funktionen, sowie der sichere und gerätespezifische Einsatz vertieft.

Grammer Solar
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Nach rund einer halben Stunde war die jeweilige Übungseinheit abgeschlossen, das Wissen der Feuerwehrleute ist damit – zumindest theoretisch – wieder “auf Vordermann”.