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Frauenbund bastelt 300 Palmprodukte in Eslarn

Eslarn. Im Pfarrheim formte der katholische Frauenbund in zehn Stunden an drei Tagen rund 300 Palmprodukte aus Naturmaterialien. Nach der Segnung am Palmsonntag fanden die Palmbuschen, Taler und Kreuze den Weg in viele Häuser.

Eslarn. Im Pfarrheim formte der katholische Frauenbund in zehn Stunden an drei Tagen rund 300 Palmprodukte aus Naturmaterialien. Nach der Segnung am Palmsonntag fanden die Palmbuschen, Taler und Kreuze den Weg in viele Häuser.
Trotz der Kälte bot die Vorstandschaft am Pfarrhof verschiedene Palmprodukte an. Foto: Karl Ziegler

Frauenbund bastelt 300 Palmprodukte in Eslarn

Es duftete nach frischem Grün, geselliges Miteinander erfüllte den Raum, und überall waren geschickte Hände bei der Arbeit. Im Pfarrheim wurde in den letzten Tagen nicht nur gebastelt, sondern gelebte Gemeinschaft war spürbar. Die Vorstandschaft des katholischen Frauenbundes hatte gemeinsam mit engagierten Mitgliedern zu einer besonderen Bastelaktion eingeladen, und Frauen folgten diesem Ruf mit großer Begeisterung.

Gemeinschaftliches Basteln im Pfarrheim

In rund zehn Stunden, verteilt auf drei Tage, entstanden mit viel Liebe zum Detail etwa 300 kunstvolle Palmprodukte. „Es ist jedes Jahr aufs Neue schön zu sehen, mit wie viel Freude und Kreativität alle dabei sind“, berichtete die zweite Vorsitzende Gunda Hölzl. Aus einfachen Naturmaterialien wie Buchszweigen, Palmkätzchen und Wacholder wuchsen unter den fleißigen Händen wahre kleine Kunstwerke: traditionelle Palmbuschen, kunstvoll gebundene Palmtaler sowie filigrane kleine und große Palmkreuze.

Die Vorstandschaft des katholischenn Frauenbundes bereitete sich mit 300 Palmprodukten auf den Ansturm vor. Foto: Karl Ziegler

Palmprodukte mit Tradition und Symbolkraft

Die Buschen, geschmückt mit bunten Bändern, tragen eine tiefe Symbolik in sich. Die immergrünen Zweige stehen für Leben, Hoffnung und Fruchtbarkeit – Werte, die gerade in der österlichen Zeit eine besondere Bedeutung haben. Gleichzeitig erinnern die Palmkätzchen an eine jahrhundertealte Tradition: In Europa gelten sie als Ersatz für die Palmenzweige, mit denen laut biblischer Überlieferung Jesus bei seinem Einzug in Jerusalem begrüßt wurde.

Neben den Palmgebinden bot der Frauenbund auch zahlreiche liebevoll verzierte Kerzen an, die mit ihren warmen Farben und religiösen Motiven auf das Osterfest einstimmen. Am Palmsonntag schließlich fanden die Werke ihren Weg zu den Menschen: Vor und nach den Gottesdiensten wurden sie – nach der feierlichen Segnung durch Pfarrvikar Basil Bazir – zum Kauf angeboten.

Palmsonntag: Segnung und Verkauf

Rund um den Verkaufsstand entstand schnell ein reges Treiben. Viele Frauen und Männer suchten sich mit Bedacht ein Stück österlicher Tradition für ihr Zuhause aus. Dabei ging es nicht nur um Dekoration: Die Palmkätzchen gelten als Segenszeichen. Sie schmücken Kreuze, finden ihren Platz auf Tischen und Fensterbänken oder werden im sogenannten Herrgottswinkel aufgestellt. Seit Generationen schreibt man ihnen eine schützende Wirkung für Haus, Hof und Garten zu.

Was an diesen Tagen im Pfarrheim entstand, war daher weit mehr als nur Bastelarbeit. Es war ein Ausdruck von Gemeinschaft, von gelebtem Glauben und von der Freude, etwas Schönes für andere zu schaffen.

Grammer Solar
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Zum Abschluss richtete die Vorstandschaft einen herzlichen Dank an alle Beteiligten: an die Frauen, die mit unermüdlichem Einsatz gebastelt haben, an die Helferinnen und Helfer im Hintergrund sowie an alle, die Materialien bereitgestellt oder die Verkaufsaktion unterstützt haben. Ohne dieses Miteinander wäre eine solche Aktion nicht möglich gewesen.