Gemeinderat beschließt TSF-W für Feuerwehr Schlammersdorf

Gemeinderat beschließt TSF-W für Feuerwehr Schlammersdorf
Neues Tragkraftspritzenfahrzeug für die Freiwillige Feuerwehr Schlammersdorf.
Grundsatzbeschluss für TSF-W stärkt Einsatzfähigkeit
Für Schlammersdorfs Brandschützer kam der Osterhase schon einige Wochen vor dem großen Fest. Bürgermeister und Gemeinderat legten den Rothelmen ein „rotes Ei“ ins Osternest.
Voraussichtlich ab 2028 steigt Schlammersdorfs ehrenamtliche Vorzeigetruppe in eine höhere Feuerwehrliga auf. Mit dem einstimmigen Grundsatzbeschluss des Gemeinderats zur Anschaffung eines Tragkraftspritzenfahrzeugs mit eingebautem Wassertank (TSF-W) wird die Wehr bei Brandeinsätzen noch flexibler. Für Bürgermeister Johannes Schmid ist es mit Blick auf die Gefahrenpotenziale vor Ort ein wichtiger Schritt. „Wir müssen haftungsrechtlich auf der sicheren Seite sein“, betonte der Sitzungsleiter in der Ratssitzung mit zahlreichen Aktiven der Wehr im Zuhörerbereich. Aus den Reihen der Brandschützer soll sich künftig auch eine starke Mannschaft mit Atemschutzgeräteträgern herausbilden. Im Rahmen der Beschaffung eines TSF-W sei die Wehr auch gefordert, ein Team mit Atemschutzausbildung auf die Beine zu stellen, hieß es.
Fahrzeug mit Wassertank
Eine Herausforderung, die die Schlammersdorfer Feuerwehr-Truppe meistern könne, zeigte sich Kommandant Stefan Thaller optimistisch. Dem Aktivenchef war es dann auch vorbehalten, die bisherigen Planungsschritte im Rahmen einer Präsentation zu erläutern. Mit Blick auf die Fahrzeughistorie und den Bestand (TSF, Baujahr 1997) empfahl Thaller der Ratsversammlung nach einer Einsatzmittelanalyse der Kreisbrandinspektion die Bestellung eines kompakten Löschfahrzeugs mit eingebautem Wassertank für eine Besatzung mit sechs Einsatzkräften und mit einer feuerwehrtechnischen Beladung für eine vollständige Einsatzgruppe. Der eingebaute Wassertank mit 500 Litern Inhalt ermögliche einen sofortigen Löscheinsatz schon vor dem Aufbau einer externen Löschwasserversorgung, erläuterte der Kommandant.
Künftig mit Atemschutzgeräteträgern
Allerdings sei mit der feuerwehrtechnischen Aufrüstung auch die Verpflichtung zum Aufbau einer Truppe mit Atemschutzgeräteträgern verbunden. „Die Kameraden sind dazu bereit“, versicherte Thaller, um anschließend auf weitere Einzelheiten der Anschaffung einzugehen. Der Kommandant thematisierte unter anderem die künftige Abgasabsaugung in der Fahrzeughalle, Einzelheiten der Beladung, die Notwendigkeit geeigneter Führerscheine und die Ausbildung der künftigen Atemschutzgeräteträger.
400.000 Euro Gesamtkosten
Thaller präsentierte zudem eine erste Kostenermittlung in Höhe von zirka 400.000 Euro bei einem staatlichen Pauschalzuschuss von 70.000 Euro. Bei einer Bestellung noch im Jahr 2026 rechnet der Kommandant mit einer Auslieferung des neuen TSF-W bis Ende 2028. Nach Rückfragen aus dem Gremium über eine Sammelbestellung mit anderen Wehren und wohlwollenden Bekundungen war der Weg für einen Grundsatzbeschluss frei. Einstimmig votierten Bürgermeister und Rat für das vom Kommandanten vorgestellte TSF-W. Zur Ausschreibung soll ein Fachbüro beauftragt werden.
Gemütlicher Info-Point im Bürgerhaus
Mehr Bürgerservice soll ein erweiterter Info-Point im Eingangsbereich des Bürgerhauses bieten. Der Bürgermeister kündigte einen „BürgerhausPunkt“ im Foyer an. Gedacht ist an eine Kommunikationsecke mit Bücherschrank, PC-Technik, Stehtischen und Sitzbänken. Gefördert wird das Kleinprojekt aus Mitteln des Regional-Budgets des Vierstädtedreiecks. Bei Gesamtkosten von zirka 18.400 Euro sei bereits eine Zuwendung von 10.000 Euro genehmigt, verkündete der Sitzungsleiter. In den Gesamtkosten ist auch eine Überdachung zum Vereinsstüberl im Kellergeschoss des Bürgerhauses beinhaltet.
Obstbäume für alle
An wunderbare Paradiese denkt der Bürgermeister, wenn er von der Förderung der Streuobstbestände spricht. Johannes Schmid erinnerte an das bayerische Programm „Obst für alle“ mit dem ehrgeizigen Ziel, den stark dezimierten Streuobstbestand bis 2035 mit einer Million zusätzlicher Obstbäumchen aufzuwerten. Für eine Sammelbestellung von Hochstämmen stehe die Gemeinde hilfreich zur Seite. Die staatliche Förderung je Bäumchen beträgt 45 Euro und deckt in der Regel die Erwerbskosten. Um sich noch an der Frühjahrsaktion zu beteiligen, empfahl der Bürgermeister den Hobbygärtnern eine rasche Antragstellung.
Straßensanierung und Breitbandanschlüsse
In Beantwortung einer Wortmeldung aus der Bürgerversammlung informierte Johannes Schmid über den Planungsstand zur Sanierung der Gemeindeverbindungsstraße Moos-Oberbibrach. Derzeit stehe die Prüfung von Fördermöglichkeiten im Vordergrund. In Zusammenhang mit der Verlegung von Glasfaseranschlüssen empfahl der Bürgermeister den Grundstückseigentümern eine umgehende Buchung der Breitbandanschlüsse. Einverstanden war das Gremium mit dem Abriss eines Wohngebäudes und dem folgenden Neubau in der Schulstraße. Voraussetzung ist die Einhaltung eines Mindestgrenzabstands zur Gemeindestraße von einem Meter. „Ein bisschen Luft hin zum Straßenbereich muss bleiben“, hieß es in der Begründung.
Einsparungen beim Mitteilungsblatt
Die CSU-Fraktion wünscht sich eine Reduzierung des Kostendefizits beim monatlichen Mitteilungsblatt der Gemeinde, das gemeinsam mit der Nachbargemeinde Vorbach herausgegeben wird. Zweite Bürgermeisterin Tanja Renner forderte in der Sitzung, bezugnehmend auf einen schriftlichen Antrag, Einsparmöglichkeiten. An Vorschlägen mangelte es nicht. Denkbar hielten Bürgermeister und Rat unter anderem nur noch eine Ausgabe alle zwei Monate, Verbesserungen bei der Pflege der Gemeinde-Website und einen Versand des Mitteilungsblattes nur noch an die Altersgruppe über 75 Jahre. Zu einem formellen Beschluss kam es nicht. Abzuwarten bleiben die Gesprächsergebnisse mit dem Vorbacher Gemeinderat.




