Gemeinderat besucht Batteriespeicher für Etzenricht in Wunsiedel und Arzberg

Gemeinderat besucht Batteriespeicher für Etzenricht in Wunsiedel und Arzberg
Gemeinderat Etzenricht informiert sich über Batteriespeicher in Wunsiedel und Arzberg. Rund um das Umspannwerk in Etzenricht sind einige Batteriespeicherprojekte in Planung. Inzwischen stellten mehrere Betreiber im Rahmen von Gemeinderatssitzungen ihre Konzepte vor. Darüber hinaus informierte im Mai 2025 Professor Michael Sterner, Ingenieur und Professor für „Energiespeicher, Wasserstoff und erneuerbare Energiesysteme“ an der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg, über die Technologie.
Der Gemeinderat mit Bürgermeister Martin Schregelmann besuchte nun die Batteriespeicher in Wunsiedel und Arzberg, um vor Ort das theoretische Wissen mit eigenen Eindrücken zu ergänzen. Dabei nahm auch der Austausch mit Jacob Seiler von der ZukunftsEnergie Nordostbayern (ZENOB) sowie Vertretern der Stadt Arzberg breiten Raum ein.
Besuch in Wunsiedel: PV-Park Holenbrunn
Erste Station war der PV-Park Holenbrunn in Wunsiedel. Dort ging direkt neben der schon länger bestehenden 25 Hektar großen Photovoltaik-Freiflächenanlage Ende 2025 ein Batteriespeicher (7,9 MW Leistung, 18 MWh Kapazität) in Betrieb. Dieser sichert überschüssigen Solarstrom und speist diesen netzdienlich ein.
Seiler erläuterte im Detail, wie Speicheranlagen betrieben werden und nach welchen Kriterien ihre Fahrweise gesteuert wird. Im Mittelpunkt standen dabei sowohl technische Aspekte als auch Fragen der praktischen Umsetzung. Diese waren für die Etzenrichter Räte angesichts der eigenen Planungen von besonderem Interesse.
Großspeicher Arzberg: Technik und Kapazität
Nahe der oberfränkischen Stadt Arzberg steht ein Großspeicher. Dieser ist eine der größten derzeit in Deutschland im Betrieb befindlichen Anlagen. Neben einem Umspannwerk gehören zwei Groß-Trafos, 24 Klein-Trafos und 24 Batterie-Container zur Anlage. Bei einer Leistung von 100 Megawatt können 200 Megawattstunden gespeichert werden.
Für die Etzenrichter Gemeinderäte stand vor allem die Frage der Lärmentwicklung im laufenden Betrieb im Vordergrund – ein Aspekt, der bei der Standortplanung neuer Speicherprojekte regelmäßig eine wichtige Rolle spielt. Vor Ort sowie im nächstgelegenen Ortsteil konnten die Teilnehmer dazu persönliche Eindrücke gewinnen.
Betrieb und Sicherheit im Fokus
Das Wartungsteam, das gerade seinen Einsatz beendet hatte, beantwortete die Fragen der Teilnehmer bezüglich der technischen Sicherheit und der Überwachung des Betriebs.
Der Arzberger Bürgermeister Michael Fuchs berichtete von der Planungs- und Umsetzungsphase.
Austausch der Bürgermeister und Ausblick
Die Bürgermeister Schregelmann (Etzenricht) und Fuchs (Arzberg) stehen beim Thema Batteriespeicher bereits seit längerer Zeit im engen Kontakt. „Wir waren schon häufiger mit Arzberg im Austausch. Gespräche sind wichtig, und wenn man dann live vor Ort in der ZENOB-Region beispielhafte Projekte besichtigen kann, ist das umso besser. Das schätzen wir sehr“, lobte Schregelmann.
Der gemeinsame Termin bot den Gemeinderäten die Gelegenheit, praktische Erfahrungen aus dem laufenden Betrieb bestehender Anlagen einzuholen, um diese in die weiteren Planungen rund um das Umspannwerk Etzenricht einfließen zu lassen.
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