Weidener Hochzeitswochen
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Amberger loben Weidener Stadtpolitik

Weiden. Eine SPD-Abordnung aus der Vilsstadt informierte sich über den sozialen Wohnungsbau am Stockerhut. Dort hatte die Stadtbau Weiden ein ganz besonderes Mietshaus mit zwölf Wohneinheiten errichtet.

Amberger loben Weidener Stadtpolitik

Roland Richter (Zweiter von links) und SGW-Geschäftsführer Günther Kamm (rechts) begrüßen die Gäste aus Amberg. Foto: Theo Kurtz

Auf Facebook hatten die Amberger Genossinnen und Genossen von dem jüngsten Projekt der Stadtbau Weiden (SGW) am Stockerhut erfahren. Das Unternehmen hatte in der Marienbader Straße für 2,7 Millionen Euro ein Mietshaus in Holzbauweise mit zwölf Wohneinheiten und einer Gesamtwohnfläche von 800 Quadratmetern errichtet. “Das müssen wir uns unbedingt anschauen”, hatte die SPD-Stadtverbandsvorsitzende Birgit Fruth angekündigt und Kontakt mit ihrem Weidener Parteifreund Roland Richter aufgenommen.

Neumieter sperrte seine Wohnung auf 

Und der hatte den Besuch jetzt eingefädelt. Vor Ort hatte SGW-Geschäftsführer Günther Kamm die Besucher aus der Vilsstadt das Objekt gezeigt. “Leider können wir es nur von außen besichtigen, da zwischenzeitlich alle Wohnungen belegt sind”, bedauerte er. Doch gerade in dem Augenblick kam ein Neumieter mit seinem Rollator daher, outete sich als SPD-Mitglied und sperrte den Ambergern bereitwillig seine Wohnungstür im zweiten Stock auf.

Und die staunten nicht schlecht:  über die hochwertige Ausstattung, das tolle Bad, den herrlichen Ausblick und auch über den Mietpreis. Ja nach Einkommen müsse man ab fünf Euro pro Quadratmeter an Kaltmiete bezahlen, erläuterte Kamm. “In Amberg müsste auch viel mehr für den sozialen Wohnungsbau getan werden”, betonte Fruth.

In Amberg schießen die Mieten durch die Decke

Zwar würde in der Vilsstadt gebaut, doch es seien in erster Linie Bauträger, die teuere Eigentumswohnungen für Kapitalanleger hochziehen würden. “Wir brauchen bei uns unbedingt bezahlbaren Wohnbraum für die sozial Schwächeren”, forderte die Stadtverbandsvorsitzende. Denn mittlerweile schießen auch in Amberg die Mieten durch die Decke.

“Wir hatten angeregt, die jetzt leerstehende Leoopldkaserne zu verwenden”, erzählte sie. Doch getan habe sich bislang nichts. Angesichts der ansgespannten Wohnungssituation in den Städten steht für sie außer Frage: “Der soziale Wohnungsbau muss zur Pflichtaufgabe für die Kommunen werden.”

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