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Gewässerkundliche Führung zum Weltwassertag

Tännesberg.Eindrucksvoll erklärte Diplombiologe Lothar Kroll die Bedeutung und den Kreislauf des Wasser in Verbindung mit der Geologie. Auch teilweise schwieriges Gelände war kein Hindernis.

Gewässerkundliche Führung zum Weltwassertag

Gelände- und witterungsbedingt gekleidet startet die Gruppe die Exkursion.Foto.Josef Glas
Aufmerksam und gespannt verfolgen die Teilnehmer den Ausführungen von Diplombiologe Lothar Kroll.Foto.Josef Glas
Kleinere Nebenarme verstärken den Wasserlauf des Mühlbaches. Foto.Josef Glas

Ziel des von der UNESCO ins Leben gerufenen Weltwassertages ist es, auf die Bedeutung des Wassers als Lebensgrundlage für die Menschheit aufmerksam zu machen. Das diesjährige Motto „Wasser und Geschlecht“ soll besonders darauf aufmerksam machen, wie eng der Zugang zu sauberem Wasser mit Gleichberechtigung und sozialer Gerechtigkeit verbunden ist. In vielen Regionen verbringen Frauen täglich mehrere Stunden damit, Wasser aus oft weit entfernten Quellen zu holen. Obwohl sie eine zentrale Rolle im Wassermanagement spielen, sind sie in Entscheidungsprozessen unterrepräsentiert.

Mühlbach, ein funktionierendes Fließgewässer mit Hindernissen

Zum Aktionstag am 22.03. organisierte Diplombiologe Lothar Kroll ein gewässerkindliche Führung, die zum Mühlbach -charakterisiert als grobmaterialreicher, silikater Mittelgebirgsbach- in Tännesberg führte. Über „Stock und Stein“ ging es für die 25köpfige Gruppe entlang des Gewässers, wo Kroll eindrucksvoll die Schwachstellen und vor allem die natürlich erhaltenen Abschnitte mit seinem Strukturreichtum im und am Wasser eindrucksvoll erklärte. Der Mühlbach mit einem Einzugsgebiet von 6 Quadratkilometern entspringt zwischen Vogelherd und Bürschling und mündet nach ca. 4,5 km bei Lampenricht in die Gleiritsch. Als sommerkalter Bach der Forellenregion bietet er Lebensraum u.a. für Bachforelle, Koppe und Schmerle. Neben den stofflichen Belastungen durch die Teichwirtschaft, die zwar im weiteren Verlauf ziemlich abgebaut werden, bilden Verrohungen und Durchlässe für die Tiere unüberwindliche Hindernisse. Auch Begradigungen des Bachbettes oder sogar die Verlegung aus der Talmitte zerstören vielfach die Lebensgrundlage der Wasserbewohner.

Nachbesprechung bei einer Brotzeit

Nach der ca. dreistündigen Exkursion ließ man sich bei der „Binnerschreiner-Maria“ eine deftige Brotzeit mit ein halben Bier schmecken. Viele Eindrücke wurden ausgetauscht und an frühere Zeiten erinnert, von denen die älteren Teilnehmer zu erzählen hatten.

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