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ARV Oberpfalz
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Himmelsshow über der Oberpfalz: Erst Sonnenfinsternis, dann Sternschnuppenregen

Oberpfalz. Heute lohnt sich der Blick nach oben gleich doppelt: Am Mittwochabend schiebt sich der Mond vor die Sonne, wenige Stunden später erreichen die Perseiden ihren Höhepunkt. Und ausgerechnet in diesem Jahr könnte die Oberpfalz besonders gute Sichtbedingungen erwischen.

Oberpfalz. Heute lohnt sich der Blick nach oben gleich doppelt: Am Mittwochabend schiebt sich der Mond vor die Sonne, wenige Stunden später erreichen die Perseiden ihren Höhepunkt. Und ausgerechnet in diesem Jahr könnte die Oberpfalz besonders gute Sichtbedingungen erwischen.
Symbolbild: Pixabay

Himmelsshow über der Oberpfalz: Erst Sonnenfinsternis, dann Sternschnuppenregen

Wer für heute abend noch nichts vorhat, bekommt das Programm frei Haus geliefert – zumindest bei freiem Blick zum Himmel. Am 12. August stehen gleich zwei der spektakulärsten Himmelsereignisse des Sommers an: Erst wird die Sonne kurz vor ihrem Untergang zu einer schmalen Sichel, später übernimmt der Sternschnuppenregen der Perseiden. Und das Beste: Nach den aktuellen Wetterprognosen könnte der Himmel über der Oberpfalz vielerorts tatsächlich mitspielen.

Gegen 19.20 Uhr geht es los

In der Oberpfalz beginnt die partielle Sonnenfinsternis gegen 19.20 Uhr. Rund 50 Minuten später wird es richtig interessant: Das Maximum ist gegen 20.13 Uhr erreicht. Dann ist nur noch eine vergleichsweise schmale Sonnensichel zu sehen. In Bayern werden laut BR beim Höhepunkt fast 88 Prozent der Sonnenscheibe vom Mond verdeckt. Eine totale Sonnenfinsternis gibt es bei uns allerdings nicht: Dafür müsste man sich unter anderem in Teilen Islands oder Nordspaniens befinden.

Das Schauspiel noch einen besonderen Reiz: Die Sonnenfinsternis findet unmittelbar vor Sonnenuntergang statt. Die Sonne verschwindet gegen 20.34 Uhr unter dem Horizont – noch immer deutlich vom Mond bedeckt.

Also: raus aus dem Tal und Blick nach Westen

Wer möglichst viel sehen möchte, sollte sich einen Platz mit freiem Blick Richtung Westen suchen. Bäume, Häuser oder ein Hügel am Horizont können diesmal schnell zum Spielverderber werden, weil die Sonne zum Maximum bereits sehr tief steht. Ein etwas höher gelegener Standort ist deshalb klar im Vorteil.

Aufpassen, Sonnenbrille reicht nicht!

Bei aller Begeisterung gilt allerdings: Niemals ungeschützt direkt in die Sonne schauen. Eine normale Sonnenbrille reicht dafür nicht aus. Zum Beobachten ist eine geeignete Sonnenfinsternis-Brille nötig. Auch Ferngläser oder Teleskope dürfen nur mit dafür vorgesehenen Sonnenfiltern verwendet werden.

Wer keine SoFi-Brille mehr bekommen hat, sollte nicht mit irgendwelchen Folien experimentieren. Das Bundesamt für Strahlenschutz empfiehlt als sichere Alternative die indirekte Beobachtung beispielsweise mit einer einfachen Lochkamera.

SSV Jahn
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Nach der SoFi ist vor dem Sternschnuppenregen

Und danach? Bloß nicht gleich ins Bett gehen. Denn wenige Stunden nach der Sonnenfinsternis folgt Teil zwei der Himmelsshow. In der Nacht vom 12. auf den 13. August erreichen die Perseiden ihren Höhepunkt. Unter idealen Bedingungen sind bis zu 100 Sternschnuppen pro Stunde möglich. Die tatsächlich sichtbare Zahl fällt meist niedriger aus – trotzdem zählen die Perseiden zu den ergiebigsten Meteorströmen des Jahres.

In diesem Jahr sind die Bedingungen besonders gut: Es ist Neumond. Genau jener Mond, der am Abend vor der Sonne vorbeizieht, stört wenige Stunden später also nicht mit seinem Licht. Der Himmel bleibt schön dunkel.

Ab etwa 23 Uhr wird es richtig interessant

Die ersten helleren Sternschnuppen können schon früher auftauchen. Richtig lohnenswert wird die Beobachtung aber ab etwa 22.40 bis 23 Uhr, wenn es ausreichend dunkel ist. Danach steigen die Chancen Stunde für Stunde. Das vorhergesagte Maximum liegt gegen 4 Uhr am Donnerstagmorgen – ausgerechnet dann setzt allerdings bereits langsam die Morgendämmerung ein.

Am Abend lohnt sich zunächst ein Blick Richtung Nordosten. Später wandert der scheinbare Ausgangspunkt der Perseiden höher über den Himmel. Ein Fernglas braucht es übrigens nicht: Im Gegenteil – ein möglichst großer freier Himmelsausschnitt ist deutlich besser.

Also: Decke einpacken, raus aus der Stadt, Handy weg und nach oben schauen. Sonnenfinsternis zum Feierabend und Sternschnuppen bis tief in die Nacht – viel mehr kann ein Mittwoch im August eigentlich nicht liefern.