Mit dem Güllefass gegen den Feldbrand
Mit dem Güllefass gegen den Feldbrand
Spielberger Feuerwehr testet bei Einsatzübung in Woppenrieth die Löschwasserversorgung
Für die praktische Übung stellte Landwirt und 2. Kommandant Andreas Schmid sein 11.000 Liter fassendes Güllefass zur Verfügung. Zunächst wurde versucht, das Wasser lediglich über das Ablassen aus dem Fass für die Brandbekämpfung einzusetzen. Dabei zeigte sich schnell, dass der dadurch entstehende Wasserdruck für einen wirkungsvollen Löschangriff nicht ausreicht.
Wichtige Erkenntnisse!
Kurzerhand wurde das System umgebaut und die Zapfwelle zugeschaltet. Dadurch konnte am Pumpeneingang ein Druck von etwa vier bis fünf bar erreicht werden. Über zwei B-Leitungen war schließlich eine Spritzdauer von rund 25 Minuten möglich. Damit konnte eindrucksvoll gezeigt werden, welche Möglichkeiten ein Güllefass im Einsatzfall bieten kann. Die Übung brachte gleichzeitig einige wichtige Erkenntnisse für mögliche Feld- und Waldbrände. So könnte die Anschaffung eines passenden Saugschlauchs mit verschiedenen Adaptern sinnvoll sein, um im Ernstfall möglichst unabhängig von der jeweiligen Marke auf vorhandene Güllefässer zurückgreifen zu können.
Unter der Leitung des Kommandanten Franz-Josef Beimler
Auch eine feste Wasserentnahmestelle am Weiher wäre eine Überlegung wert. Bei größeren Flächenbränden könnte zudem ein Pool oder Löschwasserbehälter mit mehreren Güllefässern beschickt werden. Auf diese Weise ließe sich eine kontinuierliche Wasserversorgung auch über längere Zeit sicherstellen.
Durchdachte Löschwasserversorgung
Die gemeinsame Einsatzübung am Kannesfeuer war damit nicht nur eine willkommene Abwechslung zum normalen Übungsbetrieb, sondern brachte auch wertvolle praktische Erkenntnisse für den Fall der Fälle. Vor allem zeigte sich einmal mehr, dass bei einem größeren Flächenbrand neben guter Ausrüstung auch eine durchdachte und flexible Löschwasserversorgung von entscheidender Bedeutung sein kann.
Dank an „Prößl – Männer“
Mit Bratwürsten und Getränken sorgten die Woppenriether für leibliche Grundlagen der übenden Feuerwehrleute. Auch einen Pavillon und Biergarnituren waren aufgestellt.
Ein besonderer Dank galt dabei den Prößl-Männern, die tatkräftig mit anpackten und damit ebenfalls zum gelungenen Übungsabend beitrugen. Nach getaner Arbeit ließ man den Abend in geselliger Runde ausklingen.






