Immer eine saubere Faschingsgaudi beim Zoigl
Immer eine saubere Faschingsgaudi beim Zoigl
Exakt 20 Jahre ist es nun schon her, als damals am Biertisch beschlossen wurde, dass ein Faschingsorden als Auszeichnung verdienter Waldhauser-Gäste hermuss. Am Tisch saß auch Alfons Kistenpfennig, der sich spontan bereit erklärte, vier Zoigl-Orden in Handarbeit zu schnitzen und für die erste Verleihung kostenlos zur Verfügung zu stellen.
Orden in allen Facetten
Mittlerweile sind es pro Jahr an die 50 Stück und auch sein Sohn Michael Kistenpfennig, der das Schnitzer-Gen vom Papa geerbt hat, ist mit der Produktion fest eingebunden. Die Nachfrage ist groß geworden und neben den jährlich variierenden Waldhauser-Zoigl-Orden gibt es natürlich auch viele andere begeisterte Abnehmer, die so ein unverwechselbares Unikat ihr Eigen nennen möchten.
Zum 800- jährigen Jubiläum der Stadt Neustadt WN kreierte der lustige Zoigl-Musikant beispielsweise einen Jubiläumsorden in Rot und Gold, der reißenden Absatz fand. Alle Orden, die der Hobby-Schnitzer bisher gefertigt hat, sind in einer Nische hinter Glas in der Schankstube beim Waldhauser zu sehen. Er selbst hat nicht einmal mehr von jedem Jahr ein Exemplar zu Hause. “Ich habe einfach zu viele verschenkt”, so Kistenpfennig.
Ein Hoch auf das Zoigl-Prinzenpaar
Zum 20. Jubiläum wurde natürlich in der gemütlichen Neustädter Zoiglstube groß gefeiert und neben der Verleihung der begehrten Zoigl-Orden mit Besuch von Bürgermeister Sebastian Dippold stand ein weiteres Highlight auf dem Programm. 2012 wurde festgelegt, dass es auch ein Zoigl-Prinzenpaar zur Verleihung der Orden geben soll. Prinz Bernhard I war von der ersten Stunde dabei und Evi Kelnhofer ist jetzt seine zweite Prinzessin.
Ihre Vorgängerin Karina Kos, die seit 2015 an der Seite von Bernhard Lang regierte, verabschiedete sich in Würden und erzählte, dass sie damals vom Zoiglprinz Bernhard förmlich eingefangen und überrumpelt wurde. Am Ende war es aber dann doch eine harmonische Regentschaft. Sie wurde mit einem Blumenstrauß von Hoheit Bernhard verabschiedet.
Der unumstrittene Prinz Lang, der auch immer als Zeremonienmeister, Organisator und Moderator in Erscheinung tritt, wunderte sich nicht wenig, als seine neue Zoigl-Prinzessin spontan zu seiner “Ex” entgegnete: “Da ist so viel Bernhard da, den können wir uns teilen, wir Zoiglprinzessinnen verstehen uns doch.” Die Lacher waren auf ihrer Seite und Wirt Gerald Wickel, der seit sieben Jahren mit seiner Frau Karin die Geschicke der gemütlichen Lokalität führt, brachte mit einer spontanen Freibier-Runde alle anwesenden Protagonisten wieder zum Strahlen.
Ein Abend mit viel Musik
Der gemütliche Abend wurde exzellent musikalisch umrahmt von Dieter Seidl, Heinz Deisinger und Theo Helgert. “Wenn der Herrgott mich aushält, bin ich in vier Jahren auch noch Prinz”, verkündete Prinz Bernhard Lang zum Abschluss und präsentiert stolz einen silbernen Orden, die zweithöchste Auszeichnung des BDK (Bund Deutscher Karneval) für 40 närrische Jahre.
Denn eigentlich seien 44 Jahre die Zahl für eine Faschingsauszeichnung. Der 67-Jährige ist sowohl beim Zoigl als auch beim großen Neustädter Faschingsverein ein Urgestein. Die Zoigl-Ordenswürdenträger 2023 waren Bürgermeister Sebastian Dippold, Wirt Gerald Wickel, die Zoigl Musikanten sowie Patrick Zeitler, aktueller Faschingsprinz vom Neustädter Faschingsverein.




