Jagdgenossen Mantel hatten viel zu besprechen
Jagdgenossen Mantel hatten viel zu besprechen
Ein besonderer Gruß galt den Jagdpächtern Martin Grill und Michael Kampe und dem Revierförster Robert Werner. Schriftführerin Christa Strobl verlas zu Beginn das Protokoll der Jahreshauptversammlung 2022. Der Kassenbericht von Erich Melchner war zufriedenstellend.
Im vergangenen Jagdjahr wurde der Rehwildabschuss erreicht. Wegen des Wolfs ist es derzeit schwierig, den Abschuss zu erreichen. Es wurden zwar Fährten vom Rotwild gefunden, aber keines geschossen. Das Rotwild ist nur selten im Revier unterwegs, dies lässt sich auch mit der Anwesenheit des Wolfs erklären. Außerdem werde das Wild auch von Spaziergängern gestört beziehungsweise vertrieben. Es konnten weiterhin auch fünf Wildschweine erlegt werden. Im vergangenen Jagdjahr gab es viele Wildschäden im Mais und auch in Wiesen – hauptsächlich in Rupprechtsreuth.
Die Wildschäden konnten wegen der nassen Witterung noch nicht vollständig ausgeglichen werden. Zudem wurden noch 36 Füchse, fünf Graugänse und sieben Krähen geschossen. Der Antrag zum Abschuss der Graugänse muss künftig früher gestellt werden. Der wird zwar zügig genehmigt, es muss aber verhindert werden, dass die Graugänse wieder weg sind, bevor der Abschuss genehmigt ist.
Martin Grill gab auch die Auskunft, dass Verkehrsunfälle hauptsächlich mit Rehwild und Richtung Weiherhammer passieren. Laut Grill müssen aktuell 24 Stück Rehwild pro Jagdjahr geschossen werden. Von Wildkameras werden auch immer wieder Wölfe fotografiert. Den Jägern fiel zudem auf, dass bei Wildschweinvorkommen im Revier kurz darauf auch Wölfe autauchen würden.
Einigung bei den Jagdschäden
Matthias Kohl bedankte sich bei den Jägern für die gute Zusammenarbeit. Er schlug im Namen des Vorstandsgremiums vor, 3.500 Euro der Gemeinde für den Wegebau zur Verfügung zu stellen. Bei zwei Wildschäden gab es keine gütliche Einigung, deshalb wurde durch die Gemeinde ein amtliches Verfahren eingeleitet. Von den Wildschäden waren Maisfelder betroffen. Es waren dann Schätzer vor Ort, dabei konnte man sich dann einigen. Die Rechnungen der Schätzer wurden an die Jagdgenossenschaft gestellt. Laut Gesetzestext müssen die Jagdpächter die Kosten übernehmen, wenn im Jagdvertrag nichts anderes geregelt ist. Laut Vertrag sind die Jagdpächter verpflichtet, Wildschäden bis in Höhe von 2.000 Euro zu übernehmen, die Kostenübernahme für Schätzer ist nicht geregelt.
In seinem abschließenden Grußwort bedankte sich der Erste Bürgermeister Richard Kammerer für die Auszahlung des Jagdschillings. Mit dem Geld können Wege instandgesetzt und Gräben ausgebaggert werden. Am Schwarzen Weiher wurde in den letzten Tagen der Damm wieder repariert, er wurde von Bibern beschädigt. Da die Naab vorbeifließt und ständig neue Biber nachkommen würden, wurde ein Abschuss durch die Behörden abgelehnt.
Infos zum Thema Wolf
Die Informationsveranstaltungen zum Wolf wurden immer wieder verschoben. Demnächst werden Schilder aufgestellt, informierte der Revierförster. Richard Kammerer bleibt am Thema Wolf dran. Auf der Homepage der Marktgemeinde gibt es auch Informationen.
Abschließend bedankte sich Richard Kammerer für die gute Zusammenarbeit und wies nochmals auf die gütliche Einigung beim Schätztermin der Wildschäden hin. Sein Dank galt auch den Jägern für die gute Zusammenarbeit. Matthias Kohl bedankte sich für das gute Einvernehmen mit dem Markt Mantel.




