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Jagdversammlung berät Abschussplanung und Wegeausbau in Oberlenkenreuth

Oberlenkenreuth. Die Versammlung des Gemeinschaftsjagdreviers Heinersreuth meldete ein ruhiges Jagdjahr mit wenig Verbiss und Wegeplänen. Besprochen wurden die geplante Jagdgesetz-Änderung und Auszahlung von vier Euro je Hektar.

Oberlenkenreuth. Die Versammlung des Gemeinschaftsjagdreviers Heinersreuth meldete ein ruhiges Jagdjahr mit wenig Verbiss und Wegeplänen. Besprochen wurden die geplante Jagdgesetz-Änderung und Auszahlung von vier Euro je Hektar.
zweiter (von rechts) Jagdpächter Maximilian Wien, daneben Jagdvorstand Gerhard Weiß, hinten dritte Bürgermeisterin Silvia Schecklmann. Foto: Herbert Ziegler

Jagdversammlung berät Abschussplanung und Wegeausbau in Oberlenkenreuth

Gastbeitrag von: Herbert Ziegler

Der Willkommensgruß von Jagdvorstand Gerhard Weiß galt neben den erschienenen Jagdgenossen und deren Begleitung der dritten Bürgermeisterin Silvia Schecklmann sowie Revierpächter Maximilian Wien und dessen Jagdbegleiter. Entschuldigen ließen sich die Vertreter der Bayerischen Staatsforsten für den Kommunal- und Staatswald. Im Anschluss an das Jagdessen wurde im Bericht des Jagdvorstandes auf die Inhalte des forstlichen Gutachtens verwiesen; demnach halte sich bei uns der Verbiss in Grenzen.

Geplante Änderungen im Jagdgesetz und Wegebaumaßnahmen

Zudem wurde von einem Schreiben des Landratsamtes berichtet, worin eine Änderung des bayerischen Jagdgesetzes angekündigt worden war. Darin ist angedacht, dass die Jagdpächter und Jagdgenossen selbst über die Abschussplanung entscheiden sollen. Erfolgt war auch ein weiterer Abschnitt Wegebau, der wieder im Zusammenwirken mit der Gemeinde auf zwei Teilabschnitten umgesetzt werden konnte. Auch dieses Jahr sollen im Zuge dieser Maßnahmen begonnene Teilstrecken weiter ausgebessert werden. In diesem Zusammenhang galt auch ein Dank an die dritte Bürgermeisterin für deren Mitwirkung an der Aufstockung des Zuschussanteils der Gemeinde für diese Maßnahmen.

Ruhiges Jagdjahr: Wolf selten, Rehe vermehrt auf Lichtungen

Jagdpächter Maximilian Wien verwies in seinem Bericht auf ein eher „ruhiges“ Jagdjahr. Der Wolf war selten bemerkbar; die Rehe stünden wieder vermehrt draußen auf den Lichtungen – ein Zeichen dafür, dass vom Wolf nur geringe Anwesenheit zu vermelden sei. Beim Rehabschuss sei man fast genau im Abschussplan, dazu leider auch ein paar verunfallte Rehe. Erlegt wurden noch sechs Füchse, einige Hasen und ein Dachs. Ein Wildschweinabschuss war in diesem Jahr nicht erfolgt. Wildschweine seien nur kurzzeitig im Revier gewesen und verursachten in zwei Fällen geringe Schäden auf Wiesen und Äckern. Die geringe Präsenz der Wildschweine sei eventuell dem Wolf zu verdanken.

Den Änderungen des Jagdgesetzes zufolge können sich demnächst die Jagdzeiten beim Rehwild ändern; dies sei aber noch nicht endgültig beschlossen. Aufgetretene Verbissschäden sollten von den Jagdgenossen gemeldet werden, um die Bejagung örtlich anzupassen.

Finanzen und Beschlüsse der Jagdgenossenschaft

Kassenführerin Milena Schleicher präsentierte den Kassenbericht; im Anschluss daran schlugen die Kassenprüfer Josef Schleicher und Gerhard Schmidt der Versammlung die Entlastung vor, der per Handzeichen zugestimmt wurde. Zudem wurde auf Vorschlag der Vorstandschaft von den Jagdgenossen per Akklamation (per Handabstimmung) die Auszahlung mit vier Euro je Hektar beschlossen. Weiterhin wurde eine Aktualisierung des Jagdkatasters angeregt, die ebenfalls die Zustimmung der Jagdgenossen fand.

Wertschätzung der Gemeinde und Ausblick

Dritte Bürgermeisterin Silvia Schecklmann bedankte sich im Namen der Gemeinde für das Engagement der Jagdgenossenschaft und berichtete auch von der Wertschätzung der Gemeinde, die mit der Erhöhung des Zuschusses von 30 auf 50 Prozent für die Wegebaumaßnahmen zum Ausdruck gebracht worden war. Hingewiesen wurde auch auf die demnächst stattfindende Versammlung, zu der neben den drei Bürgermeistern die Vorstände der Flurbereinigungen sowie die Jagdvorstände eingeladen seien. Silvia Schecklmann informierte auch über die angestrebte Änderung des Jagdgesetzes, die noch durch den Landtag beschlossen werden müsse. Kernpunkt sei, dass zukünftig die Verantwortung für die Abschussplanung bei den Jagdgenossenschaften und den Jagdpächtern liegen solle. Man werde in Zukunft gemeinsam entscheiden, wie viel Wild gejagt werden soll. Ihr Schlussresümee: „Ihr seid verantwortlich für das Wild und für den Wald.“ Es könne aber die Laufzeit der momentan geltenden Abschusspläne abgewartet werden. Zu den Punkten Verschiedenes, Wünsche und Anträge lagen keine Wortmeldungen vor.

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