Kaltenbrunner Kirwa: gelungene Wiederbelebung der Martini-Kirwa

Kaltenbrunner Kirwa: gelungene Wiederbelebung der Martini-Kirwa
Das Engagement der Kirwaleit wurde voll honoriert, zwölf Paare trotzen bei ihrer Tanzpremiere um den Baum in Dirndl und kurzen Hosen dem Wetter. Ein schöner Auftakt: Seit Samstag grüßt zum ersten Mal der Kirwabaum. Dieser war von Moritz Krauß gespendet und bereits am Freitag gefällt worden. Bei strahlend blauem Himmel hievten um 10 Uhr rund 30 Burschen die 20 Meter lange, schwere Fichte unter den Hau-Ruck-Rufen von Alexander Kummer mit Scherstangen binnen einer Stunde in die Höhe. Erfreulich: Etwa 200 Leute, meist Familien, verfolgten die Zeremonie und verspeisten dabei ebenso viele Bratwurstsemmeln.
Feierlichkeiten im Kurzsaal und Engagement der Gemeinde
Im restlos gefüllten Kurzsaal war am Abend die Hölle los. DJ Christian heizte Jung und Alt ein. Es herrschte beste Kirwastimmung bis weit nach Mitternacht. Auch im Außenbereich verweilten viele an wärmenden Feuertonnen vor Glühwein- und Bratwurstbude, darunter auch Kirwaleit aus Thansüß und Freihung.
Den Kirwapaaren war am Sonntag die Teilnahme an den Gottesdiensten wichtiger als ein Frühschoppen. „Wir haben Gott sei Dank noch viele Menschen in unserer Pfarrgemeinde, die sich einbringen für die Gemeinschaft nach dem Beispiel unseres Kirchenpatrons Heiliger Martin, die ihr Geld, ihre Zeit und Kraft teilen, ohne sich zu fragen, was habe ich davon“, unterstrich Pfarrer Varghese Puthenchira.
Gemeinschaft und Festlichkeiten fördern
„Halten wir zusammen, vernachlässigen wir die Sonntags-Gemeinschaft nicht, machen wir Feste schön“, das tat denn auch der Männerdreigesang unter Hans Liedl mit der „Bauernmesse“ von Annette Thoma. Anhand des 84. Psalms betonte Pfarrer Matthias Weih im vom Posaunenchor musikalisch gestalteten Festgottesdienst in der Martinskirche, es sei gut, ein Ziel vor Augen zu haben: Das Gefühl, bei Gott zuhause zu sein. „Auf der Lebenswallfahrt sind wir nicht allein. Selbst im dürren Tal dürfen wir auf die Begleitung Gottes zählen. Unsere Kirchen laden ein, davon gegenseitig im Gespräch Zeugnis zu geben.“
Abschluss und Resonanz der Veranstaltung
Der Feuerwehrkommandant saß auf dem Bulldog, die Kirwaleit auf dem Anhänger, bei der Runde durch den Markt, ehe die Paare mit Kirwasprüchen auf das Podium marschierten. Umringt von rund 700 Zuschauern, für die zu diesem Zeitpunkt noch leichten Regen acht wärmende Feuertonnen bereitstanden, meisterten die zwöf Paare ihre mit Alexandra Luber eingeübten Tänze bravourös.
Für Sternpolka, Boarisch Medley und den Schlamperer mit Gesang gab es viel Applaus. Beim Schneewalzer wurden mit wechselndem Blumenstrauß die Sportschützen Melissa Feuerer und Ben Luca Weidner zum ersten Oberkirwapaar gekürt.
Im Nu füllte sich der Kurzsaal, wo die Gäste das Angebot an selbstgebackenen Kuchen, Torten und Kücheln zu schätzen wussten. Auch Bratwurst- und Glühweinstand wurden erneut frequentiert.
Beim Ausklang zogen die Kirwaleit das übereinstimmende Fazit: „Wir sind überwältigt von der Resonanz und wettermäßig nochmal gut davon gekommen. Unser Engagement, Brauchtum wiederzubeleben, wurde voll honoriert. Auch Vereine, Eltern und der Weizenstammtisch haben mitgeholfen bei der Vorbereitung und beim friedlich verlaufenen Festbetrieb.“




