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Kirchweih, Kirwa oder Kerwa – in Speichersdorf gehts rund

Speichersdorf. Neun Kirchweihen im Jahresablauf – welche Gemeinde in Bayern kann das schon von sich behaupten. Die Großgemeinde Speichersdorf mit ihren 6000 Einwohnern und 31 Ortsteilen dürfte damit im Freistaat Spitzenreiter sein.

Kirchweih, Kirwa oder Kerwa – in Speichersdorf gehts rund

Foto: Wolfgang Hübner
Foto: Wolfgang Hübner
Foto: Wolfgang Hübner

In einer Team-Arbeit mit über 50 Helfern vom Zeltaufbau bis zur Küche eröffnet das 204-Einwohner zählende Zeulenreuth den Kirwa-Marathon im Herbst. Allein aufgrund seines gemütlichen Flairs wie der guten Küche ist die Zeulenreuther Kerwa schon lang ein regionaler Geheimtipp. Hausgemachte Speisen und Brotzeiten dominieren die Speisekarte. Über 200 Portionen Krenfleisch, über 300 Portionen Fränkischer Sauerbraten über 200 Haxen werden wohl wieder über den Tresen gehen.

Eine der Ursachen für die große Zahl der Kirchweihen liegt in den Gebietsreformen der Nachkriegszeit. Im Jahr 1946 war bereits die Gemeinde Zeulenreuth eingegliedert worden. Im Zuge der Gebietsreform in Bayern kamen 1972 Guttenthau, Haidenaab mit der 1946 eingegliederten Gemeinde Göppmannsbühl am Berg, Plössen, Ramlesreuth und Wirbenz hinzu. Im selben Jahr folgten Kirchenlaibach und Windischenlaibach mit der bereits im Vorjahr eingegliederten Gemeinde Nairitz und Roslas von der aufgelösten Gemeinde Mockersdorf. 1978 kamen Brüderes und Weißenreuth von der Nachbargemeinde Seybothenreuth und Frankenberg aus der Gemeinde Prebitz hinzu.

Bis heute hat sich deren ortsteilbezogenes reges Vereinsleben erhalten. Dazu gehören auch die Kirchweihen. Doch nur einige haben eine ungebrochene Tradition und können auf über 100-jähriges Bestehen zurückblicken. Die meisten endeten mit dem Ende der Wirtshaustradition – entweder für immer oder wurden später von Vereinen, der Dorfjugend oder von der Dorfgemeinschaft neu belebt und sind so an die Stelle früherer Wirtshauskirchweihen getreten.

Vorfreude auf den Kirwa-Marathon

So hat jede ihre Eigenheiten und Alleinstellungsmerkmale. Keine gleicht der anderen. Nach der Frankenberger und Windischenlaibacher Kirwa im Mai und Juli steht der Großgemeinde im September und Oktober ein regelrechter Kirwa-Marathon ins Haus. Dann sind nicht nur die Kirwamadla und Kirwaburschen sowie die Meisterköchinnen der Vereine gefragt. Bei sieben Ortsteil- beziehungsweise Vereins-Kirchweihfesten wird es neben einem Rahmenprogramm und einer vielfältigen Palette an kulinarischen Leckerbissen auch einen Mix aus fetziger Party- und Rock-Musik geben. Da werden sich von boarisch-böhmisch über rhythmisch-melodisch bis poppig-rockig-trashig Lokalmatadoren wie die Lederhosen Lackl, der Horrido-Express und das Gipfeltrio sowie fränkische Bands wie Flashback und Audio Gun ein weiteres Mal ein Stelldichein geben.

Den Auftakt machen am ersten Septemberwochenende die Zeulenreuther Zeltkerwa (1. bis 4. September) und die Tauritzmühler Schmankerl-Kirwa (13. bis 17. September). Ein Mix aus spannenden Fußballspielen der TSV-Mannschaften einerseits und kulinarischen Leckerbissen andererseits wartet am 29. und 30. September bei der Sportheim-Kirchweih des TSV Kirchenlaibach an der Jahnstrasse auf die Besucher.

Vom 27. September bis 1. Oktober lädt die Wirbenzer Dorfjugend zur Wirbenzer Kirwa auf dem Festplatz beim Feuerwehrgerätehaus und vom 4. bis 10. Oktober die Kirwamadla und Kirwabuam der Alt-Speichersdorfer Kirwagesellschaft zur Speichersdorfer Kirwa im “Kreutzer-Stodl” ein.

Stadtwerke Amberg
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Die Allerweltskirchweih am Wochenende vom 12. bis 16. Oktober ist dem Ortsteil Haidenaab mit ihren Traditionsgaststätten Scherm und Veigl mit Fischvariationen, bürgerlicher Küche und Schmalzküchla vom Feinsten vorbehalten. Den krönenden Abschluss des Kirwa-Reigen setzt die Herbst-Kirchweih in Windischenlaibach.