Kolpingkreis bindet trotz Trockenheit Kräuterbuschen für Orgelsanierung
Kolpingkreis bindet trotz Trockenheit Kräuterbuschen für Orgelsanierung

Es duftete nach Lavendel, Rosmarin, Thymian, Oregano, Melisse und Minze, wenn die Frauen des Kolpingkreises, unterstützt durch Mitglieder der anderen Familienkreise, am Donnerstagvormittag im Jugendheim wieder Kräuterbuschen banden.
Kräuterbuschen für die Orgelsanierung
Wegen der anhaltenden Trockenheit war es schwierig, blühende Kräuter und Blumen zu finden. Trotzdem wurden über 100 farbenfrohe Buschen angefertigt, die zugunsten der Orgelsanierung vor dem Patroziniumsgottesdienst verkauft und dann im Gottesdienst geweiht wurden.
Tradition und Heilwirkung der Kräuterbuschen
Der Kräuterbuschen soll Heilkräfte besitzen, die sich die Landbevölkerung in Urzeiten zunutze machte: Unter dem Dachboden aufgehängt, soll er vor Blitzschlag schützen, unter dem Kopfkissen das Eheglück, im Viehfutter die Gesundheit der Tiere und im Kochtopf die des Menschen fördern. Er ist eine Art traditionelle Winterapotheke.
Der Buschen sollte an einem dunklen und kühlen Platz aufgehängt werden, damit die Farben und Heilwirkungen erhalten bleiben. Der Kolpingkreis der Kolpingsfamilie ließ den Brauch des Kräuterbuschenbindens erstmals vor über 25 Jahren wieder aufleben und bietet seitdem Kräuterbuschen an.
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