Marktgemeinderat billigt Etat des katholischen Kindergartens in Floß

Marktgemeinderat billigt Etat des katholischen Kindergartens in Floß
Der katholische Kindergarten St. Johannes Maria Vianney steht finanziell auf gesunden Beinen. „Durch die Überschüsse beziehungsweise Rücklagen fließt aktuell kein Geld, das ist für die Haushaltsplanung 2026 ein positiver Aspekt“, hatte Bürgermeister Robert Lindner in der Sitzung des Marktgemeinderats im Oktober vergangenen Jahres festgestellt und einen Betriebskostenüberschuss von 56.944,09 Euro genannt.
Kindergarten-Haushalt in Floß stabil
Nach dem von der Kirchenverwaltung vorgelegten Haushaltsplan 2026 beträgt die Rücklage aktuell 141.484,36 Euro. „Der Haushaltsplan ist ausgeglichen“, sagte der Rathauschef in der jüngsten Marktgemeinderatssitzung zu den Einnahmen und Ausgaben in Höhe von 790.630 Euro. Dabei wies Lindner auf die vom Freistaat Bayern beschlossene Erhöhung der Kindergarten-Finanzierung durch eine deutliche Aufstockung des Qualitätsbonus – „für unseren Kindergarten sind das 30.000 Euro Mehreinnahmen“ – und ergänzte: „Diese tragen zur Förderung der Betriebskosten bei.“
Vonseiten des Kommunalgremiums gab es keine Einwände, sodass die Zustimmung zum Etat Formsache war. „Hoffen wir, dass die Zuschüsse des Freistaats weiterhin nachhaltig finanziert werden, da die Städte und Gemeinden diese zusätzlichen Gelder nicht aufbringen könnten“, ergänzte der Bürgermeister.
Photovoltaik-Projekt Ellenbach: Flächennutzungs- und Bebauungsplan
Länger in Anspruch genommen haben die Stellungnahmen zur 20. Änderung des Flächennutzungsplans mit der Errichtung einer Freiflächen-Photovoltaikanlage, verbunden mit dem vorhabenbezogenen Bebauungsplan für das Sondergebiet Ellenbach. Laut Matthias Rembold von der RF Ingenieurberatung GmbH in Nabburg haben sich zum Flächennutzungsplan elf Träger öffentlicher Belange beteiligt, sechs davon mit Anregungen.
Unter anderem ging es bei der Abwägung der Stellungnahmen um redaktionelle Änderungen. Nach den Hinweisen der Unteren Naturschutzbehörde des Landratsamtes Neustadt/WN wird das Landschaftsbild sowohl für den Flächennutzungsplan als auch für den Bebauungsplan als „mittel“ eingestuft. Erforderlich wird dabei die Überarbeitung des Umweltberichts mit der Aufnahme der artenschutzrechtlichen Auflagen.
Mit der Gegenstimme von Erika Löw (AfD) billigte der Marktgemeinderat nach eingehender Prüfung und Abwägung beide Pläne. Eingeschlossen darin sind die 20. Änderung des Flächennutzungsplans und der Satzungsbeschluss zum Bebauungsplan.
Plößberger Planungen ohne Einwände
„Belange des Marktes Floß sind nicht berührt“, sagte Lindner zur 21. Änderung des Flächennutzungsplans und Aufstellung des Bebauungsplans „GE Liebenstein-Bartellohe“ im Parallelverfahren. Somit hatten die Ratsmitglieder keine Einwände gegen die vom Markt Plößberg vorgelegten Unterlagen. Das galt auch für den Plößberger Bebauungsplan „Ortseingang Nord“ mit integriertem Grünordnungsplan und die 22. Änderung des Flächennutzungsplans.
Vereinsauflösung Liederkranz 1862 Floß
Der Liederkranz 1862 Floß hat sich zum 30. Juni 2025 aufgelöst. Nach der Satzung erhält das Vereinsvermögen der Markt Floß. „Bildet sich innerhalb von zehn Jahren ein neuer Verein, der die Satzung übernimmt, hat dieser Anspruch auf das Vermögen“, informierte der Bürgermeister und ergänzte: „Die Kämmerei wird den Betrag entsprechend für die nächsten zehn Jahre verbuchen.“
Zuschuss für Kulturwerkstatt Kalmreuth
„Im Jahr 2026 sind neue Herausforderungen zu meistern“, wies Lindner auf die Programmförderung des Freistaats Bayern im Rahmen des Qualifizierungsprozesses hin. Das Ergebnis: Die Kulturwerkstatt Kalmreuth erhält 500 Euro Zuschuss für die Programmgestaltung.
Erfrischungsgeld für Wahlvorstände
Als Erfrischungsgeld für die Kommunalwahlen am 8. März gibt es für jedes Mitglied in den Wahlvorständen 50 Euro. Im Falle einer Stichwahl legte der Marktgemeinderat 20 Euro fest.
Jahresbetriebsplan 2026 für den Körperschaftswald
Keine Einwände hatte es auch zum vorgelegten Jahresbetriebsplan 2026 für den Körperschaftswald. „Er weist einen Gewinn von 10.097,64 Euro aus“, zitierte Lindner. „Bei den Ausgaben sind 40.000 Euro für den Forstwegeneubau eingeplant, bei den Einnahmen 40.000 Euro Förderung.“
Bauanträge in Floß und Gösen
Das gemeindliche Einvernehmen gab es zur Aufstockung mit Anbau eines Einfamilienwohnhauses mit Einliegerwohnung in der Gemarkung Floß. Das galt auch für den Neubau eines Einfamilienhauses mit Carport, Abriss und Ersatzneubau eines Heustadels und Teilnutzungsänderung für eine landwirtschaftliche Lagerhalle in eine landwirtschaftliche Werkstatt und einen Schafstall in der Gemarkung Gösen.
Sanierungsstand bei Kindergarten und Schule
„Die Abriss- und Baumeisterarbeiten haben begonnen“, informierte der Bürgermeister zum katholischen Kindergarten. Zur Sanierung der Grund- und Mittelschule geht es seinen Worten zufolge auf die Zielgerade.
Lob für den Winterdienst des Bauhofs
Großes Lob zollte Markus Staschewski dem Team des Bauhofs in Bezug auf den Winterdienst. „Unsere Leute räumen mitunter dreimal am Tag“, sagte der SPD-Fraktionssprecher und appellierte an das Verständnis der Bürger. „Sie tun ihr Bestes“, versicherte Lindner.




