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Millimeter-Krimi mit der Armbrust

Eslarn. Beim Barthlmarkt lieferten sich die Schützen im Bürgermeister-Karl-Roth-Kurpark einen Millimeter-Krimi mit der Armbrust, den Fabian Irlbacher für sich entschied. Bester Eslarner und Marktmeister wurde Klaus Härtl.

Millimeter-Krimi mit der Armbrust

Foto: Karl Ziegler
Foto: Karl Ziegler
Foto: Karl Ziegler

Ein besonderes Highlight beim Bartholomäusmarkt – von den Eslarnern liebevoll „Barthlmarkt“ genannt – ist seit Jahren das Armbrustschießen der Schützengesellschaft Hubertus. Auch heuer wurde der beliebte Wettbewerb wieder zum Schauplatz eines spannenden Kampfes um den Titel des Marktmeisters. Am Ende entschieden gerade einmal wenige Millimeter über Sieg und Platzierungen. Zum mittlerweile elften Mal nahmen die Hubertusschützen den Barthlmarkt zum Anlass, ihren Marktmeister im Armbrustschießen zu ermitteln. Nachdem der Wettbewerb in den ersten Jahren ab 2013 noch am Rathaus ausgetragen worden war, haben die Schützen den „Bürgermeister-Karl-Roth-Kurpark“ als künftige Schießstätte ausgewählt. Dort sorgte auch diesmal das ungewöhnliche Schießen für großes Interesse.

„Mitmachen konnte dabei jeder, wobei nur ein Eslarner die Marktmeistertrophäe gewinnen konnte“, erläuterte Schützenmeister Daniel Biermeier. Für Spannung war also von Anfang an gesorgt, wobei die Schützen vor allem die Sicherheit in den Vordergrund stellten. Mit Wilhelm Tell hatte der Wettbewerb allerdings wenig gemeinsam. Nicht auf einen Apfel, sondern auf einen acht Meter entfernten Keiler, auf dem eine Ringscheibe abgedruckt war, mussten die Teilnehmer zielen. Die Geschichte des Schweizer Freiheitskämpfers Wilhelm Tell aufleben ließ vor allem Sigrid Kleber, eine in der Schweiz lebende Eslarnerin.

Große Beteiligung: 64 Starter und 345 Schüsse

Wie groß das Interesse am diesjährigen Wettbewerb war, zeigen die Zahlen: 64 Starter versuchten mit insgesamt 345 Schüssen die Mitte zu treffen. „Das war eine sehr gute Beteiligung“, fasste Schützenmeister Biermeier zufrieden zusammen. Auch Bürgermeister Thomas Kleber und Pfarrvikar Dr. Basil Bazir Ngwega ließen es sich nicht nehmen, selbst zur Armbrust zu greifen und ihr Können unter Beweis zu stellen. Ganz nach dem Motto „Dabeisein ist alles“ reichte es dabei immerhin für einen Platz im Mittelfeld.

Wie beliebt das Armbrustschießen inzwischen ist, zeigen auch die Teilnehmerzahlen der vergangenen Jahre. 2019 gingen 61 Armbrustschützen an den Start, nach der zweijährigen Corona-Pause waren es 2022 sogar 77 Teilnehmer.

Millimeter entscheiden: Marktmeistertitel für Klaus Härtl

Für die entscheidende Spannung sorgten schließlich die Treffer selbst. Denn zwischen den besten Schützen lagen nur wenige Millimeter. Den Sieg sicherte sich Fabian Irlbacher aus Grub. Sein Volltreffer lag mitten im Zentrum der Ringscheibe. Als Lohn für seine hervorragende Leistung durfte er sich über 30 Liter Rebhuhnzoigl, gestiftet von Bürgermeister Thomas Kleber, freuen.

Mit fünf Millimetern lag der Treffer des Zweitplatzierten Andreas Ringholz aus Waidhaus nahe der Mitte. Der Zweite erhielt 20 Liter Rebhuhnzoigl, überreicht vom Zweiten Bürgermeister Robert Brenner. Den dritten Platz belegte Klaus Härtl. Sein Pfeil lag sieben Millimeter vom Zentrum entfernt. Als bester Eslarner durfte er sich gleichzeitig über den Titel des Marktmeisters freuen. Neben der Marktmeistertrophäe erhielt er von der Dritten Bürgermeisterin Laura Roth zehn Liter Rebhuhnzoigl. „Die Erstplatzierten lagen eng beieinander“, verdeutlichten der Zweite Vorsitzende Markus Werner und Schießleiter Christian Wild.

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Wanderscheibe im Rathaus und Siegerliste

Der jeweilige Erstplatzierte wird nicht nur in den Ergebnislisten festgehalten, sondern der Name auch auf der im Rathaus aufbewahrten handbemalten Wanderscheibe verewigt.

An der bunten Marktmeister-Holzscheibe befinden sich bereits zahlreiche Siegerplaketten. Den ersten Platz belegten bisher Tamara Eschenbecher, Georg Zierer, Ulli Bauer, Tobias Hierold, Julia Brenner, Patrick Hopfner, zweimal Andreas Sorgenfrei, Georg Bauer und zuletzt Florian Härtl. Damit reiht sich nun auch Klaus Härtl als bester Eslarner in die Siegerliste ein.

Geselligkeit und Dank für das Helferteam

Für die Teilnehmer war der Wettbewerb einmal mehr ein sportlicher und zugleich geselliger Höhepunkt des Bartholomäusmarktes. Für die Hubertusschützen um Schützenmeister Daniel Biermeier erwies sich das Armbrustschießen erneut als gelungenes Angebot für die Bevölkerung.

Ein besonderer Dank galt allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern sowie dem engagierten Helferteam. Auch Bürgermeister Thomas Kleber würdigte den Einsatz der Hubertusschützen und dankte dem Schützenteam für die gelungene Bereicherung des Barthlmarktes.

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