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MuT-Benefiz in Altenstadt sammelt Spenden für Schwererkrankte

Altenstadt an der Waldnaab. Zum dritten Mal gastierte die MuT-Benefizreihe von Wolfgang Göldner im Rathaus zugunsten Bonsai e. V. Gesang, Texte und Tanz berührten; alle Spenden fließen vollständig an den Verein.

Altenstadt an der Waldnaab. Zum dritten Mal gastierte die MuT-Benefizreihe von Wolfgang Göldner im Rathaus zugunsten Bonsai e. V. Gesang, Texte und Tanz berührten; alle Spenden fließen vollständig an den Verein.
(Von links) Tänzerin Marlene Götz, Textleserin Dr. Barbara Neuber, Organisator und Textleser Wolfgang Göldner, Sängerin Michaela Mention, Schirmherr und Gastgeber Bürgermeister Ernst Schicketanz, Vertreter der Vorstandschaft von Bonsai e.V. Julian Bäumler. Foto: Julian Bäumler

MuT-Benefiz in Altenstadt sammelt Spenden für Schwererkrankte

„Auch etwas Kleines kann Großes bewirken“, ist das Motto von Bonsai e. V., Verein zugunsten Schwererkrankter, für den zum dritten Mal in Altenstadt eine Veranstaltung aus der Musik-und-Text-Benefizreihe von Wolfgang Göldner stattfand.

MuT-Benefizreihe in Altenstadt unterstützt Bonsai e. V.

Gastgeber und Schirmherr Ernst Schicketanz freute sich, Göldner und die unterstützenden Künstler wieder bei sich im Rathaus begrüßen zu dürfen. Seit 2016 organisiert Wolfgang Göldner regelmäßig die MuT-Veranstaltungen, bei denen verschiedene Künstler an verschiedenen Orten unentgeltlich für einen guten Zweck auftreten. Alle Spenden werden zu 100 Prozent weitergegeben.

Tanzperformances zu Sia und Billie Eilish

Das Besondere in Altenstadt dieses Mal war, dass nicht nur Liedtexte und gesungene Lieder geboten wurden, sondern auch zwei moderne Balletteinlagen. Marlene Götz tanzte zu Beginn und Abschluss der Veranstaltung anmutig zu „Helium“ von Sia und „No Time to Die“ von Billie Eilish über den Rathausboden.

Sängerin Michaela Mention zog die Zuhörer mit emotionsgeladenen Liedern und ihrer kraftvollen Stimme in den Bann. Die Auswahl reichte unter anderem von „Imagine“ von John Lennon über „What a Wonderful World“ von Louis Armstrong bis zu „Hey“ von Andreas Bourani.

Texte mit aktueller Botschaft

Die Texte wurden wie immer in Altenstadt abwechselnd von Organisator Wolfgang Göldner und Barbara Neuber gelesen. Der erste Text der Altenstädterin „Nie wieder“ von Udo Lindenberg entlarvt auf ironische Weise faschistisches Gedankengut und fordert den Mut ein, sich diesem zu widersetzen und an die Geschichte zu erinnern – eine Thematik, die gerade jetzt wieder erschreckend aktuell ist.

Der von Göldner vorgetragene Text „Die Krone der Schöpfung“ von Udo Jürgens ist ein Appell zur Besinnung an den Menschen, der sich als perfektes Meisterwerk betrachtet, obwohl er seine eigene Welt durch Kriege, Habgier und Verantwortungslosigkeit zerstört.

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Friedenslieder und starke Worte

Nicht abgesprochen, aber umso passender zum Lied „Imagine“ von John Lennon las Barbara Neuber den bekannten Text „Ein bisschen Frieden“ der Schlagersängerin Nicole, der gerade in der gesprochenen Version und angesichts der aktuellen weltpolitischen Ereignisse eine ganz besondere Wirkung hatte. Mit dem letzten Text „Wie schön du bist“ von Sarah Connor wollte Göldner zeigen: Jeder Mensch ist mit allen seinen Ecken und Kanten auf seine Weise schön und etwas Besonderes.

Julian Bäumler von Bonsai e. V. bedankte sich zum Abschluss bei allen Zuhörern für die Spende. „Jeder Euro zählt und kann helfen. Diese Rückmeldung haben wir auch schon oft bekommen, wenn wir nur einen scheinbar verschwindend kleinen Beitrag zu riesigen erforderlichen Summen für medizinische Maßnahmen oder Forschungsprojekte leisten konnten. Und deshalb ist jede noch so kleine Spende von Ihnen als Besucher eine wichtige Unterstützung. Denn auch etwas Kleines kann eben Großes bewirken.“

Bonsai e. V.: Hilfe aus eigener Erfahrung

Julian Bäumler gründete den Verein 2021 mit seiner Familie aus einer Privatinitiative heraus, nachdem er als 17-Jähriger selbst an Leukämie erkrankt war und dank einer Stammzellenspende die Krankheit besiegen konnte. Die Idee war, anderen Menschen mit ähnlichen Schicksalsschlägen zu helfen.

Seitdem finanziert der Verein mit mittlerweile 135 Mitgliedern unter anderem Geschenke für schwerkranke Kinder, Spendengelder für die KUNO oder die José Carreras Leukämie-Stiftung, Projekte des VKK, aber auch individuelle Spenden bei kostenintensiven medizinisch notwendigen Maßnahmen schwererkrankter Personen.