Nachfolger für miechad gesucht – Wettbewerb zum Oberpfälzer Wort des Jahres startet

Nachfolger für miechad gesucht – Wettbewerb zum Oberpfälzer Wort des Jahres startet
Radio Ramasuri und der Bezirk Oberpfalz freuen sich, auch heuer wieder gemeinsam das „Oberpfälzer Wort des Jahres“ küren zu können. Nach der erfolgreichen Premiere 2025, an der sich Hunderte Oberpfälzer beteiligt haben, soll diese Aktion nun als jährliche Tradition etabliert werden. Ab sofort können Vorschläge eingereicht werden. Das Siegerwort – und somit der Nachfolger von „miechad“ – wird schließlich am 13. April präsentiert.
Dialekt als Teil der Identität
Durch die Aktion wird der Blick auf unsere sprachliche Heimat, den Dialekt, gerichtet, der ein wichtiger Teil unserer Identität ist. Ziel ist es, die einzigartige Sprache und Kultur der Oberpfalz zu würdigen, zu fördern und noch mehr in den Alltag zu holen. Zudem soll der Dialekt für künftige Generationen lebendig gehalten werden.
„Da freue ich mich sehr darauf, denn es ist einfach wichtig, dass man einen Dialekt hat, den man pflegt. Das ist schon etwas Einzigartiges. Unsere Mundart ist nicht nur Sprache, sie ist auch Heimatgefühl. Und gerade im Rahmen dieses Dialekts gibt es ein paar Schlagwörter, die besonders bezeichnend sind für eine ganze Region.
Schirmherr Bezirkstagspräsident Franz Löffler
Rückblick auf „miechad“ und Ausblick
Schirmherr Franz Löffler weiter: „Ich bin echt gespannt, was dieses Jahr herauskommt. 2025 war es „miechad“ – das Wort bezeichnet einen Umstand, einen Menschen, eine ganze Region oder eine bestimmte Landschaft: miechad.“ Das Wort treffe die Oberpfalz schon ganz gut; es habe sehr viel mit Sympathie und Herz zu tun. „Deshalb ist es schon eines der Wörter, die mir ganz gut gefallen. Ich bin dankbar, dass es diesen Wettbewerb auch dieses Jahr gibt“, sagt der Bezirkstagspräsident.
Teilnahme und Anerkennung
Mitmachen kann bei dem von Radio Ramasuri initiierten Projekt jeder. Gesucht werden charakteristische Begriffe, die das Oberpfälzer Lebensgefühl ausdrücken. Als Anerkennung winken dem Gewinner neben „Ruhm und Ehre“ in jedem Fall eine offizielle Urkunde.
Ablauf der Aktion
Sammelphase: Ab sofort rufen Radio Ramasuri und der Bezirk die Bevölkerung dazu auf, Vorschläge für das „Oberpfälzer Wort des Jahres“ einzureichen. Die Teilnahme ist primär über www.ramasuri.de möglich, aber auch alle anderen Kontaktkanäle können genutzt werden.
Auswahlprozess: Nach Abschluss der Sammelaktion wählt eine Fachjury aus den Einsendungen das Wort aus, das den Charakter und die Besonderheiten der Oberpfälzer Sprache im aktuellen Jahr am besten widerspiegelt.
Verkündung: Das Siegerwort wird am Montag, 13. April, im Verwaltungsgebäude des Bezirks Oberpfalz in Regensburg offiziell vorgestellt.
Erweiterte Jury 2026
Um eine noch breitere Expertise zu gewährleisten, wurde die Jury in diesem Jahr von sechs auf sieben Persönlichkeiten ausgebaut:
- Prof. Dr. Ludwig Zehetner: Honorarprofessor für bairische Dialektologie und anerkannter Experte für die Mundarten der Region.
- Franziska „Rampensau“ Glaser: Multitalent und Mundart-Künstlerin, bekannt von den Bühnen der Region.
- Markus „Lucky“ Lukas: Beliebter Entertainer, der die Oberpfälzer Lebensart authentisch in Rundfunk und Fernsehen vertritt.
- Josef „Bäff“ Piendl: Bekannter Humorist und Gstanzlsänger, ein Aushängeschild bayerischer Volkskultur.
- Hubert Treml: Musiker, Sprachkünstler und Kulturpreisträger des Bezirks, Autor des humorvollen Sprachführers „Hawadehre!“.
- Martin Stangl: Ehemaliger Buchhändler und Herausgeber des „Oberpfälzer Wörterbuchs“ mit rund 4.000 Einträgen.
- Stefan Eber: Entwickler des Online-Lexikons www.mundart-lexikon.de mit Fokus auf die nordoberpfälzische Mundart.
Diese Persönlichkeiten bringen ihre unterschiedlichen Perspektiven und ihr tiefes Verständnis für die Oberpfälzer Kultur und Sprache mit, um eine perfekte Juryarbeit gewährleisten zu können.
