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Jubel in Etzenricht Alois Böhm feiert 90. Geburtstag

Etzenricht. Parallel zum Dorffest feierte Alois Böhm mit Großfamilie und Freunden seinen 90. Geburtstag. Der beliebte Kellner und Mister Bierfest arbeitete neben seinem Job in Weiden; seit 67 Jahren verheiratet.

Etzenricht. Parallel zum Dorffest feierte Alois Böhm mit Großfamilie und Freunden seinen 90. Geburtstag. Der beliebte Kellner und Mister Bierfest arbeitete neben seinem Job in Weiden; seit 67 Jahren verheiratet.
Alois Böhm, im Vordergrund sitzend zusammen mit seiner Ehefrau Marga, wollte zu seinem Erinnerungsfoto von seinem 90. Geburtstag den Großteil seiner Enkel und Urenkel um sich haben. Gefeiert wurde mit der Großfamilie in einem eigens erstellten Zelt. Maria Smola (links) und Bürgermeister Martin Schregelmann (hinten 2. von links) gratulierten dem Jubilar im Namen des Seniorenkreises der katholischen Kirche und der Gemeinde. Foto: Rudi Walberer

Jubel in Etzenricht Alois Böhm feiert 90. Geburtstag

Alois Böhm feiert 90. Geburtstag. Geboren im Böhmerwald. Zweitjob als gelernter Ober neben der festen Arbeitsstelle sicherte gutes Einkommen für die große Familie. Alois packte in seiner Glanzzeit als Kellner ein Dutzend Maßkrüge und mehr. Seit 67 Jahren verheiratet und seit 57 Jahren im Eigenheim. Als Kellner war er 23 Jahre im Gasthof Riebel und 14 Jahre beim Bierfest unterwegs.

Feier zum 90. Geburtstag in Etzenricht

Parallel zum Dorffest feierte am zurückliegenden Wochenende ein rundum bekannter und außergewöhnlich beliebter Etzenrichter im Kreis seiner vielköpfigen Familie und Freunde eine Fete anlässlich seines 90. Geburtstages. Populär ist der Etzenrichter Alois Böhm vor allem wegen seines professionell praktizierten Nebenberufs in der Gastronomie, verbunden mit seiner freundlichen, höflichen und gutnachbarschaftlichen Art. Der Schwerpunkt seiner hauptberuflichen Tätigkeit lag viele Jahre in einem großen Industriebetrieb in Weiden. Als Zuverdienst nutzte er jahrzehntelang seine Fähigkeiten aus dem erlernten Beruf als Kellner.

Alois Böhm war im Service nicht nur der „Mister Bierfest“ mit seinem Markenzeichen, dem weißen Jackett; er arbeitete im Zeltbetrieb auf Volksfesten in der Region und in der Gastronomie. Den Nebenjob beendete er erst, als eine Hüftoperation dies notwendig machte. Sicherlich war diese Operation auch ein Resultat der vielen Kilometer, die er bei der Bedienung seiner Gäste unterwegs war. „Das Kellnern war Steckenpferd und Beruf für mich, ich habe es immer mit Freude gemacht“, lautete der Rückblick auf den arbeitsreichen Lebensabschnitt.

Alois Böhm und Ehefrau Marga. Foto: Rudi Walberer
Alois Böhm und Ehefrau Marga mit drei ihrer Kinder. Foto: Rudi Walberer

Einsatz in Gastronomie und auf Volksfesten

14 Jahre kellnerte Böhm beim legendären „Atzariata-Bierfest“, rund 23 Jahre im örtlichen Gasthof Riebel. Er musste speziell in den Bierzelten stets körperlich topfit sein. „Zwölf bis 14 Maß habe ich schon gepackt“, erzählte der Jubilar im Rückblick und ergänzte lächelnd: „Natürlich beim Bedienen und nicht als Konsument.“

Als Lieblingsplatz im schon längst erarbeiteten und verdienten Rentnerdasein gilt die Terrasse im eigenen Heim mit Blick auf die Siedlung am Wassergraben, die freie Natur und die Kohlberger Straße. Dort verbringt der 90-Jährige die sonnigen Tage und hält den Kontakt zu seinen Freunden. Die in der Vergangenheit so gerne geleistete Gartenarbeit ist inzwischen an Sohn Michael und dessen Familie vererbt.

Wurzeln im Böhmerwald und Neubeginn in der Oberpfalz

Böhms Geburtsort heißt Albersdorf, eine Gemeinde im böhmischen Landkreis Tachau. Im Sudetenland wuchs er mit seinem älteren Bruder auf einem Bauernhof auf. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs siedelte sich seine Familie 1946 zunächst bei der Familie Rast in der „Haberstumpfmühle“ in Etzenricht an. Wenig später wurde der Lebensmittelpunkt der Böhms nach Floß verlegt.

LUCE – DENK.summit
LUCE – DENK.summit

Ein markantes Jahr folgte: 1959. Alois und Marga feierten ihre Hochzeit. Das Familienglück komplettierten die Kinder Gabriele, Sabine, Susanne und Michael. „Wir fühlen uns hier ausgesprochen wohl in Etzenricht, das war von Beginn an so“, bestätigt das Ehepaar beim Fototermin.

Eigenheim, Großfamilie und Zusammenhalt in Etzenricht

Im Jahr 1969 zog die Familie in ihr Eigenheim in der Tulpenstraße ein. Es ist immer noch der zentrale Treffpunkt für alle Generationen. Inzwischen umfasst die Großfamilie neben den vier Kindern zwölf Enkel und zehn Urenkel.

„Unsere aktuellen Hobbys sind unser zahlreicher Nachwuchs; auf alle Familienmitglieder sind meine Frau Marga und ich mächtig stolz“, erklärt der Jubilar beim Treffpunkt im Garten von Tochter Sabine Danzer und deren Familie. Für die Etzenrichter Mitbürger lieferte Bürgermeister Martin Schregelmann ein Geschenk ab, den Seniorenkreis der katholischen Kirchengemeinde repräsentierten Maria Smola und Lina Eggmeier.

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