OTH Amberg-Weiden
OTH Amberg-Weiden

Namaste im Grafenwöhrer Jugendheim

Grafenwöhr. Viele Grafenwöhrer kennen Kaplan Naresh Manda seit einem knappen halben Jahr als Seelsorger. Am Montag haben ihn auch einige als sehr guten Koch erleben können.

Namaste im Grafenwöhrer Jugendheim

Kaplan Naresh Manda hat für den Grafenwöhrer Frauenbund einen Kochabend mit indischem Essen gehalten. Foto: Renate Gradl

Das Markenzeichen von Kaplan Naresh Manda, den viele auf eigenen Wunsch nur „Manda“ nennen, ist das Winken beim Auszug aus der Kirche nach den Gottesdiensten. Zu Weihnachten hat er ein indisches Lied gesungen. Auf Wunsch des Katholischen Frauenbundes fand nun ein Kochabend im Jugendheim statt, um seine Kochkünste und indisches Essen kennen zu lernen. Auch die Begrüßung war indisch. „Namaste“ sagte Manda zu den rund 30 Teilnehmern.

Indische Gewürze

Einige Frauen aus der Vorstandschaft standen schon eine Stunde vor Beginn des Kochabends mit ihm als „Schnippelhilfe“ in der Jugendheim-Küche. Schließlich musste viel Gemüse sowie das Fleisch für das indische Schweine- und Hähnchengulasch geschnitten werden. Die Zutaten bestehen auf 1 Kilo Fleisch aus: Öl, 3 Zwiebeln, 3 Tomaten, Ingwer- und Knoblauchpaste, einer indischen Gewürzmischung aus Chili, Kurkuma-Pulver, Garam-Masala und Koriander.

Zitronenreis und Tee mit Milch

Zum Würzen des Zitronenreises benötigt man Öl für die Pfanne, Zwiebeln, Erdnüsse, Kurkuma-Pulver, Salz, Zitronensaft und Koriander. Im gekochten Reis wird das Ganze gemischt. Als Vor- oder Nachspeise gab es eine Art „Naanbrot“ (Indisches Fladenbrot) und zum Trinken einen indischen Tee, der nicht mit Wasser, sondern mit Milch zubereitet wird.

Film über eine Indienreise

Nach dem Essen ging es indisch weiter mit einem Film, den Manda seinen Gästen zeigte. Der Film handelte von einer 40-köpfigen Reisegruppe aus Nittenau, wo er vor seiner Grafenwöhr Zeit als Kaplan wirkte. Mit ihnen besuchte er unter anderem die Hauptstadt von Indien Delhi, das Grabmahl Taj Mahal sowie den historischen Königspalast in Nordindien, wo auch Tiger zu sehen waren. Im Film hörte man indische Lieder und sah farbenfrohe Gewänder und Blumen.

Die Wärme in Indien

Die Reise verband der Kaplan mit seinem dreiwöchigen Heimaturlaub in Südindien im Bundesstaat Andhra Pradesh. Das kleine Dorf, in dem er aufwuchs, heißt Chintalapalli. Dort gab es ein Wiedersehen mit seinen Eltern, seinen Geschwistern und seinen Nichten und Neffen. „Mittlerweise sind es sieben, denen ich Schokolade aus Deutschland mitgebracht habe“, erzählt Manda. Was ihm auch gefallen hat: „Es war 25 Grad warm, und das im Januar.“

Die Ruhe selbst

„In Indien habe ich nicht gekocht. Das hat meine Mama immer gemacht“, verrät Manda. Erst als er vor elf Jahren nach Deutschland ins Priesterseminar kam, ging es mit dem Kochen für ihn los. Dass er es sehr gut kann, hat er bewiesen. Auch dass er mit rund 30 Frauen in einer Küche zurechtkommt und dabei „die Ruhe selbst ist“. Vielleicht liegt es auch daran, dass er in seiner zweiten Kaplanzeit schon viele schöne Begegnungen mit den Grafenwöhrern hatte. Sein Fazit: „Ich bin sehr zufrieden.“ Den Gästen hat das indische Essen sehr gut geschmeckt; auch wenn es für den deutschen Gaumen etwas scharf war.

Zoigltermine
Zoigltermine