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Gemeinderat beschließt Haushalt 2026 einstimmig ohne neue Schulden in Eslarn

Eslarn. Der Marktgemeinderat hat den Haushalt 2026 einstimmig beschlossen. Neue Kredite sind nicht nötig; der Schuldstand sinkt von 6.333.098,98 auf 6.252.018,14 Euro.

Eslarn. Der Marktgemeinderat hat den Haushalt 2026 einstimmig beschlossen. Neue Kredite sind nicht nötig; der Schuldstand sinkt von 6.333.098,98 auf 6.252.018,14 Euro.
Eslarn. Der Marktgemeinderat hat den Haushalt 2026 einstimmig beschlossen. Neue Kredite sind nicht nötig; der Schuldstand sinkt von 6.333.098,98 auf 6.252.018,14 Euro.

Gemeinderat beschließt Haushalt 2026 einstimmig ohne neue Schulden in Eslarn

Eigentlich ist es für jeden Kämmerer ein Albtraum, wenn beim Haushaltsplan keine Zuführung vom Verwaltungs- zum Vermögenshaushalt erreicht werden kann. Diese muss nämlich mindestens so hoch sein, dass damit die ordentliche Tilgung von Krediten gedeckt werden kann. Roland Helm hat den Spagat jedoch geschafft und dem Marktgemeinderat in der Sitzung am Diensta, einen Etat präsentiert, der sogar ohne Kreditaufnahme auskommt. Das heißt im Ergebnis: Der Schuldestand der Kommune sinkt von 6.333.098,98 auf 6.252.018,14 Euro.

Haushaltszahlen und Gründe der Zuführung

Als Hauptgrund dafür, dass vom Verwaltungs- zum Vermögenshaushalt 334.900 Euro zugeführt werden müssen, nannte der Kämmerer den starken Einbruch bei der Schlüsselzuweisung und die deutliche Anhebung der Kreisumlage. Der Verwaltungshaushalt schließt in Einnahmen und Ausgaben mit 7.261.700 Euro ab. Beim Vermögenshaushalt sind es 9.842.800 Euro.

Einnahmen und Ausgaben im Verwaltungshaushalt

Als Haupteinnahmen im Verwaltungshaushalt bezeichnete der Kämmerer die Grundsteuern A und B mit kalkulierten 318.000 Euro, die Gewerbesteuer (730.000 Euro), die Wasser- und Abwassergebühren (547.000 Euro), die Schlüsselzuweisung (1.113.000 Euro) und die Einkommensteuerbeteiligung (1.661.000 Euro). Bei den Ausgaben nannte er unter anderem 2.811.000 Euro für den sächlichen Verwaltungs- und Betriebsaufwand, 706.000 Euro für Zuweisungen, die Kreisumlage (1.712.000 Euro) und Zinsen (191.000 Euro).

Bei den Einnahmen im Vermögenshaushalt stechen vor allem die Verbesserungs- und Herstellungsbeiträge mit 3.757.000 Euro hervor. An Zuweisungen für Projekte – darunter die Ertüchtigung der Kläranlage, Ganztagsbetreuung an der Grundschule oder Städtebaumaßnahmen – hat Helm insgesamt 4.729.000 Euro angesetzt.

Breite Zustimmung und Beschlüsse zum Haushalt

Am Ende der Präsentation gab es für den Kämmerer, der eingangs von konstruktiven Beratungen gesprochen hatte, Lob von allen Seiten. Nicht umsonst hatte Bürgermeister Reiner Gäbl den Beschluss über den Haushaltsplan als „wichtigsten Punkt im Jahr“ bezeichnet. Wie der Rathauschef hoben auch die Fraktionssprecher Wolfgang Voit (CSU), Siegfried Wild (SPD) und Albert Gollwitzer (FWG) die akribische Arbeit des Kämmerers hervor, ebenso die hervorragende Zusammenarbeit aller Fraktionen.

Am Ende stand das einstimmige Votum für die Haushaltssatzung. Das galt auch für den Stellenplan, das Investitionsprogramm und den Finanzplan für die Haushaltsjahre 2025 bis 2029.

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Bauprojekte und Infrastruktur

Das gemeindliche Einvernehmen erteilte der Marktgemeinderat auch für den Rückbau und Neubau eines Einfamilienwohnhauses mit Umbau und Sanierung der Nebengebäude auf einem Grundstück in der Gemarkung Eslarn. „Die Erschließung ist gesichert, ebenso die Löschwasserversorgung“, wies der Bürgermeister darauf hin. Außerdem befürworteten die Ratsmitglieder die Verlegung eines Leerrohrs im Schlossbergweg.

Einig war sich das Kommunalgremium auch, dem Schützenverein 1884 Eslarn für den Umbau und die Instandsetzung des Schützenheims einen Zuschuss von 20.000 Euro zu gewähren. Beantragt hatte dieser zwar 30.000 Euro, Wolfgang Voit nannte die 20.000 Euro jedoch als ein faires Verhältnis zu anderen gebilligten Zuwendungen.

Abschied von Bürgermeister Reiner Gäbl

„Die Kommunen sind die Keimzellen des Lebens“, hob Reiner Gäbl in seiner letzten Sitzung deren große Bedeutung hervor. „Das heißt, wir müssen das Leben in den Gemeinden lebenswert machen.“ Im Rückblick auf seine Zeit als Bürgermeister war er überzeugt, dass Eslarn gut aufgestellt ist.

In Bezug auf die Haushaltspläne von 2002 bis 2025 nannte er 18 einstimmige Beschlüsse und wies darauf hin: „In dieser Zeit haben wir 43 Millionen Euro investiert.“ Dabei war er sicher, stets gut gewirtschaftet zu haben.

Wertschätzung und Investitionskurs

Das Lob für das stets sachliche und konstruktive Miteinander gab Georg Zierer zurück. „Es sind viele Projekte entstanden“, würdigte der SPD-Ratsherr die Leistungen des ausscheidenden Bürgermeisters und aller Ratsmitglieder. Im Hinblick auf die Zukunft sagte er: „Stillstand ist Rückschritt. Wir müssen weiter investieren.“

Laut dem zweiten Bürgermeister Thomas Kleber (CSU), der ebenfalls die gute Zusammenarbeit im Gremium betonte, wird Gäbl in einer eigenen Feierstunde offiziell verabschiedet. Die konstituierende Sitzung des neuen Marktgemeinderats kündigte der künftige „Erste“ für den 12. Mai an.