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Naturfreunde in Weiden wählen jüngeren, weiblicheren Vorstand

Weiden. Die Naturfreunde zogen Bilanz und wählten einen verjüngten, weiblicheren Vorstand. Das Wanderheim bleibt Aushängeschild. Im Fokus stehen Moor-Renaturierung und Programm bis Juli.

Weiden. Die Naturfreunde zogen Bilanz und wählten einen verjüngten, weiblicheren Vorstand. Das Wanderheim bleibt Aushängeschild. Im Fokus stehen Moor-Renaturierung und Programm bis Juli.
Von links nach rechts: Günther Grabs, Paul Zitzmann, Liliya Ströhle, Christian Weidner, Dieter Weidhas, Safia Abu Ras, Oleksanda Khibovska, Herbert Schmid und Sebastian Flaschel. (Bild: Barbara Rinner, Bearbeitung durch Sebastian Flaschel)

Naturfreunde in Weiden wählen jüngeren, weiblicheren Vorstand

In seinem Rechenschaftsbericht über die letzten drei Jahre zur Jahreshauptversammlung erläuterte der Vorsitzende, Herbert Schmid, in den vergangenen Jahren sei es gelungen, jeden Monat mindestens eine öffentliche Veranstaltung durchzuführen. Mittlerweile traditionell sind der Hüttenabend, die Baumpflanzaktion, das Familienfest im Sommer, die Beteiligung am Kinderbürgerfest, das Ausbuttern oder der Sushi-Abend. Bei den Lichtbildvorträgen konnten Eindrücke aus fernen Ländern wie Mexiko oder Nepal gewonnen werden. Neben zahlreichen Wanderungen um das Wanderheim oder rund zur Kappl, die von Liliya Ströhle und Paul Zitzmann in Kooperation mit dem Projekt Diwan von Arbeit und Leben in Bayern organisiert wurden, gab es erstmalig eine von Sebastian Flaschel geführte Wanderung mit Hunden oder eine Geologie-Erkundung im Steinbruch Oedenthal und den anschließenden Mineralien-Workshop mit Martin Füßl.

Veranstaltungen und Bildungsarbeit der Naturfreunde Weiden

Geballte Fachkompetenz bewiesen Mathilde Müllner und Philipp Glaab vom Naturpark Nördlicher Oberpfälzer Wald bei ihrem Vortrag über die Moore in der Region. Der eintägige Aufenthalt in der Gedenkstätte des ehemaligen Konzentrationslagers Flossenbürg gehöre zur historisch-politischen Bildung des Vereins, so Schmid. Nicht zu vergessen sei auch das gemeinsame Singen und Musizieren bei den verschiedenen geselligen Veranstaltungen. Überörtliche Netzwerkarbeit zum Bezirk Niederbayern/Oberpfalz und mit dem Landesverband Bayern ergibt häufig nützliche Anregungen.

Finanzen und Mitgliederentwicklung

Der Kassierer Dieter Weidhas zog eine positive Bilanz über die Finanzlage des Vereins. Der Schuldendienst für die Anschaffung der neuen Heizung verlaufe planmäßig. Die Mitgliederzahlen seien stabil, um die 110. Davon gebe es viele Familienmitgliedschaften. Im Finanzplan für das Jahr 2026 könne ein leichter Überschuss erwartet werden.

Jugendarbeit und Vernetzung

Für die Jugend erläuterte Paul Zitzmann, dass die Naturfreundejugend im Stadtjugendring Weiden, auf Bezirksebene und beim Landesverband Bayern der Jugendorganisation gut angebunden sei.

Wanderheim: Belegungen und Einsparungen

Das Wanderheim verzeichne stabile Belegungszahlen, berichtete der Hauswart Günther Grabs. Gäste aus der Region, aber auch etwa ein Dutzend aus verschiedenen Ländern, übernachteten im Wanderheim der Naturfreunde. Arbeit, der Einsatz der Vereinsmitglieder und sein eigener handwerklicher Beitrag seien von zentraler Bedeutung, um das Haus in Schuss zu halten. Durch die neue Pelletheizung ergebe sich nach aktuellen Preisen eine jährliche Einsparung von etwa 1.800 € im Vergleich zu einer Ölheizung, und das Wichtigste sei laut Grabs: „Wir finanzieren keinen Krieg ums Öl.“ Reinhold Wildenauer lobte in seinem Grußwort, dass das Haus in Trauschendorf mit mehr als 1000 Übernachtungen pro Jahr einen deutlichen Beitrag zur Gesamtzahl der Übernachtungen in Weiden von rund 79.000 Übernachtungen leiste.

Dank an ausscheidende Vorstandsmitglieder

Schmid bedankte sich bei den ausscheidenden Vorstandsmitgliedern Theresa Weidhas, Maximilian Hegner und Linda Hamann, die aus beruflichen Gründen nicht mehr kandidierten, für ihre Arbeit.

Spedition Wagner
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Neugewählte Vorstandschaft mit den Gästen aus dem Stadtrat. Damit sind 12,5 % (= 5 von 40) der gewählten Stadträte der Einladung gefolgt. Foto: Herbert Schmid

Neuwahlen und Ämterverteilung

Bei den Neuwahlen wurden gewählt: Erster Vorsitzender Herbert Schmid, Ortsgruppenkassier Dieter Weidhas, Schriftführerin Oleksandra Khibovska (neu), Hausreferent Günther Grabs, Leitung der Jugendgruppe Paul Zitzmann und als Stellvertreterin Safia Abu Ras (neu); die Vertretung beim Heimatring teilen sich weiterhin Manfred Ströhle und Dieter Weidhas. Die Aufgaben der Kontrollkommission übernehmen Christian Weidner, Liliya Ströhle und Sebastian Flaschel (neu, bisher Schriftführer).

Politische Vernetzung mit dem Stadtrat

Die Grußworte von Bürgermeister Reinhold Wildenauer, Wolfgang Pausch für die CSU, Roland Richter und Sabine Zeidler für die SPD sowie Falk Ponsold für die Fraktion der Grünen belegten die gute Vernetzung der Naturfreunde mit dem Weidener Stadtrat. Fraktionsübergreifend wurden das Wanderheim als Schatzkästchen, die hohe Bedeutung der naturkundlichen Bildungsarbeit, aber auch die politische Positionierung der Naturfreunde gewürdigt.

Ausblick: Renaturierung im Fokus

Im Schlusswort resümierte Schmid, dass der Vorstand nun weiblicher und jünger geworden sei und damit für die nächsten drei Jahre gut aufgestellt sei. In seinem Ausblick betonte er, dass das Thema Renaturierung der Moorlandschaft im Nordwesten der Stadt im Fokus der Umweltorganisation bleibe.