Pater Klaus derbleckt Politik beim Starkbierfest in Mantel

Pater Klaus derbleckt Politik beim Starkbierfest in Mantel
Nicht so gut wie in den Vorjahren war der Besuch des Starkbierfestes der Freien Wähler. Einige Parteien hatten gekniffen und fürchteten wohl die Predigt des Paters. Bürgermeister Richard Kammerer mit Kollegen der CSU stellten sich mutig dem „Derblecken“, da es ja eine bayerische Tradition ist.
Traditionsreiches Starkbierfest mit Fastenpredigt
Wie Friedrich Janner, FWG-Vorsitzender, bei der Begrüßung erklärte, ist es ja eine Blamage für diejenigen, die bei der Fastenpredigt nicht erwähnt werden. Zum 13. Mal predigte Pater Klaus auf dem Manteler „Nockherberg“, im Gasthaus „Hauptmann“. Musiker Franz begleitete den Abend mit Volksmusik und Schlagern sowie einigen Tuschs an passender Stelle. Nach der traurigen und gefährlichen Weltpolitik schwenkte der Pater nach Mantel über. Es gab keinen Trinkspruch, sondern die Gäste gedachten der vielen zivilen, unschuldigen Opfer, die schon wieder zu beklagen sind.
Politische Seitenhiebe und ein Großeinsatz als Thema
Neben politischen Seitenhieben ging es um einen Einsatz von vielen Hilfskräften, weil Spaziergänger angeblich im Wald einen Gleitschirm hatten abstürzen sehen. „Der Polizeihubschrauber zieht seine Kreise, die Feuerwehrdrohne folgt ihm leise. Auf Abholzen und Auslichten tat man, Gott sei Dank, verzichten. Noch Wochen, so wurde von Jägern berichtet, wurde kein Wild in dem Wald gesichtet; das hat sich in dieser Nacht vor Angst aus dem Staub gemacht.“ Beleuchtet wurde ein weiterer Einsatz, bei dem die Einsatzkräfte eine verletzte Person suchten, aber nur das kaputte Handy beim Kellerhäusl fanden, das die Ortsbäuerin aufs Autodach gelegt hatte und dann dort verlor.
Die Situation am Badesee kam zur Sprache: „Ein Algenbad ist gesund, da läuft der Körper wieder rund. Doch der Weiher ist umgekippt und nun auch kein Wellness-Tipp.“
Vom Badesee bis zum Kirchenratz: Lokale Themen im Fokus
Ins Tierreich ging es mit dem „Kirchenratz“. „In den Schuppen auf dem Kirchenplatz, da wohnte er, der Kirchenratz. Dann wurden die Schuppen platt gemacht. Es rennt der Ratz dann hin und her und denkt sich: Beim Hans gefällt’s mir sehr.“ Ein Trinkspruch lautete: „Alles ist vergänglich, nur der Durst bleibt lebenslänglich.“
Christian Ziegler musste auch einiges aushalten, als sein Missgeschick mit ausgeflossener Gülle zur Sprache kam. „Die Scheiße kam herausgeschossen und ist auch über seinen Bulldog geflossen.“ Pater Klaus bekam viel Beifall, und die Gäste genossen das süffige Naabecker Starkbier. Wirtin Helene sorgte mit deftigen Brotzeiten für die passende Unterlage zum Alkohol.




