Projekt Blühende Wiesen im Zottbachtal in Pleystein und Georgenberg

Projekt Blühende Wiesen im Zottbachtal in Pleystein und Georgenberg
Mit dem Projekt „Blühende Wiesen im Zottbachtal“ startet die Höhere Naturschutzbehörde an der Regierung der Oberpfalz im Frühjahr 2026 eine neue Initiative zum Erhalt und zur Entwicklung artenreicher Mähwiesen in Pleystein und Georgenberg.
Artenreiche Mähwiesen im Zottbachtal im Fokus
In Deutschland verschwinden bunt blühende, artenreiche Mähwiesen zunehmend aus dem Landschaftsbild. Um diesem Trend entgegenzuwirken, hat die Regierung der Oberpfalz das Projekt „Blühende Wiesen im Zottbachtal“ ins Leben gerufen. Dieses hat Arthur Pittner von der Regierung gemeinsam mit Paula Ringshandl und Anna Günther von der beauftragten Landimpuls Gesellschaft für regionale Entwicklung mbH in Regenstauf vorgestellt.
Neben Pleysteins zweiter Bürgermeisterin Andrea Lang und dem Georgenberger Rathauschef Wolfgang Bock waren im Pleysteiner Rathaus auch Vertreter der Unteren Naturschutzbehörde im Landratsamt Neustadt/WN, des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten und des Naturparks Nördlicher Oberpfälzer Wald dabei.
Ursachen des Rückgangs und Ziele der Initiative
Laut Pittner führen intensives Düngen und häufiges Mähen zu einem drastischen Rückgang der Artenvielfalt auf den Wiesen. „In Deutschland gibt es zu wenig blütenreiche Wiesen“, wies er darauf hin. Deshalb hat die EU-Kommission Deutschland wegen des unzureichenden Schutzes dieser Flächen verklagt. Als Ziel der Initiative bezeichnete Pittner, in Zusammenarbeit mit den Landwirten Flächen ausfindig zu machen, die als artenreiche Mähwiesen entweder erhalten oder in solche umgewandelt werden können.
Typische Arten und extensive Nutzung
Was eine echte blütenreiche Mähwiese ausmacht, erläuterte Paula Ringshandl im Detail. Für das Zottbachtal bezeichnete sie dabei als typisch und schützenswert, neben anderen charakteristischen Blühpflanzen – darunter die Wiesen-Flockenblume, der Storchschnabel, Glockenblumen oder seltene Orchideen – das breitblättrige Knabenkraut und die Arnika. „Eine blütenreiche Wiese entsteht nur, wenn sie extensiv genutzt wird“, unterstrich Ringshandl.
Ablauf, Beratung und Förderung
In Bezug auf den Projektablauf nannte Anna Günther die Bestandserfassung von Mai bis Juli dieses Jahres. Nach der Erarbeitung von Vorschlägen für Maßnahmen sollen dann im Herbst 2026 und 2027 Beratungen interessierter Landwirte über extensive Maßnahmen und geeignete Förderprogramme erfolgen.
Von Anfang 2027 bis Ende Februar können Landwirte dann Verträge mit einer Laufzeit von fünf Jahren abschließen. „Der dadurch entstehende Mehraufwand soll durch das Förderprogramm finanziell entgolten werden“, informierte Günther. Das Projekt „Blühende Wiesen im Zottbachtal“ solle nämlich gezielte Anreize für Landwirte schaffen, den ökologischen Wert ihrer Flächen zu steigern. Projektträger ist die Regierung der Oberpfalz.
Information und Kontakt für Interessierte
„Wir stehen interessierten Landwirten bei Beratungen gerne zur Verfügung“, wies Pittner darauf hin. Das ist auch im Sinne von Andrea Lang und Wolfgang Bock. Sie befürworteten außerdem detaillierte Informationen über das Projekt, darunter auf den Homepages der beiden Kommunen sowie in der jeweiligen Heimatinfo-App.
Das Wichtigste in Kürze
Projekttitel: Blühende Wiesen im Zottbachtal
Laufzeit: April 2026 bis Ende 2027
Projektkulisse: landwirtschaftlich genutzte Mähwiesen im Bereich des Zottbachs und im Naturschutzgebiet „Niedermoor bei Georgenberg“ in der Stadt Pleystein und in der Gemeinde Georgenberg
Projektträger: Regierung der Oberpfalz, Höhere Naturschutzbehörde
Beauftragtes Projektbüro: Landimpuls Gesellschaft für regionale Entwicklung mbH




